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Bel Ami - Plakat zum Film

BEL AMI

("Bel Ami")
(GB, 2011)

Regie: Declan Donnellan,Nick Ormerod
Film-Länge: 102 Min.
 
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 Kino-Start:
 03.05.2012

 DVD/Blu-ray-Start:
 22.11.2012

 Free-TV-Start:
 13.04.2015

"Bel Ami" - Handlung und Infos zum Film:


Nach seinem Militärdienst in Algerien kommt der mittellose Georges Duroy (Robert Pattinson) nach Paris. Als seine mageren Ersparnisse aufgebraucht sind und Georges kaum noch die paar Francs für seine schäbige Mansarde aufbringen kann, trifft er auf Charles Forestier (Philip Glenister), einen alten Kameraden aus Algerien. Forestier hat es offenbar zu etwas gebracht: Er ist politischer Redakteur der liberalen Zeitung "La Vie Française" und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die korrupte Regierung zu Fall zu bringen. Forestier macht Georges Mut: In Paris liegt das Geld auf der Straße, man muss nur zugreifen. Forestier nimmt den ambitionierten jungen Mann unter seine Fittiche und führt ihn in die besten Kreise ein.

Im Hause Forestier ist die Crème de la Crème der Pariser Gesellschaft versammelt. Der Hausherr und sein Chefredakteur Rousset (Colm Meaney) diskutieren die angespannte politische Lage in Nordafrika und die geplante Invasion Marokkos, doch Georges hat nur Augen für Forestiers bildschöne Frau Madeleine (Uma Thurman). Sie rät ihrem Gatten, die Erlebnisse eines jungen Soldaten zu veröffentlichen. Mit Georges ist auch gleich der ideale Autor gefunden. Madeleine bietet Georges ihre Hilfe an, schreibt das mehrere Kapitel umfassende "Tagebuch" schließlich jedoch selbst. Aber sie gibt Georges einen unbezahlbaren Rat: Hinter den Kulissen haben nicht die Herren das Sagen, sondern ihre Gattinnen. Auf Madeleines Empfehlung macht Georges die Bekanntschaft zweier gegensätzlicher Damen, die ihm den Weg nach oben ebnen sollen: die spröde Madame Rousset (Kristin Scott Thomas) und die junge, kokette Clotilde (Christina Ricci).

Das "Tagebuch eines Soldaten" sorgt für großes Aufsehen und Rousset stellt den vielversprechenden jungen Autor bei seiner Zeitung ein, nicht ahnend, dass in Wahrheit Madeleine das Pamphlet verfasst hat. Alles fällt Georges zu, auch privat: Er beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit Clotilde. Als Clotilde die Liaison beendet, ist der sonst so selbstsichere Charmeur fassungslos, hegt er ihr gegenüber doch wahrhaftige Gefühle. Von da an läuft es nicht mehr so gut für ihn: Forestier verliert allmählich die Geduld mit seinem jungen Zögling, der ohne Madeleines Hilfe keinen anständigen Satz zu Papier bringt. Hinter vorgehaltener Hand munkeln die Kollegen bereits, dass Madeleine hinter dem Wunderknaben steckt. Georges wird von Forestier gefeuert. Doch so leicht gibt er nicht auf und stattet Madame Rousset, der Frau des Chefredakteurs, einen Besuch ab. Auch sie kann seinem Charme nicht widerstehen und sorgt so dafür, dass Georges als neuer Klatschreporter bei "La Vie Française" wieder eingestellt wird.

Zurück in den besten Kreisen trifft Georges zwangsläufig auch Clotilde wieder und ihre Gefühle für einander flackern wieder auf. Clotilde vertraut ihm an, dass Forestier nicht mehr lange zu leben hat und Madeleine mit ihrem Mann an die Küste gefahren ist. Georges sieht seine Chance gekommen, Madeleine für sich und seine Zwecke zu gewinnen und reist dem Paar nach. Als treuer Freund und Seelentröster bleibt er an Madeleines Seite, bis ihr Ehemann unter der Erde ist.

Damit hat Georges hat sein Ziel erreicht und kann Madeleine heiraten, um seine Stellung in der Pariser Gesellschaft nachhaltig zu festigen. Jetzt, da sie wieder als sein Ghostwriter fungiert, ist auch seine Karriere nicht mehr aufzuhalten: Er wird zum politischen Redakteur befördert und nimmt die Stelle des verstorbenen Forestier ein. Madeleine geht völlig in ihrer Arbeit auf. Und tatsächlich spielen ihre Artikel – natürlich in Georges’ Namen – eine beachtliche Rolle beim Rücktritt der verhassten Regierung. Chefredakteur Rousset will den Sieg mit einem rauschenden Fest feiern. Als Georges mit seinen Beiträgen angibt, die ja immerhin entscheidend zu diesem Coup beigetragen hätten, verpasst Rousset ihm einen bitteren Dämpfer: Seine Madeleine stehe völlig unter dem Einfluss eines gewissen Comte de Vaudrec, der ihr verdächtig regelmäßig Besuche abstattet.

Weniger aus Eifersucht, sondern um sich an seinem überheblichen Chef zu rächen, macht sich Georges an die prüde Madame Rousset heran – ein leichtes Opfer, das seinen Verführungskünsten nicht lange widerstehen kann. So hat Georges neben seiner Ehefrau gleich zwei Geliebte: Madame Rousset und Clotilde.

Als besagter Comte de Vaudrec überraschend stirbt, hinterlässt er Madeleine sein gesamtes Vermögen. Georges sieht seinen Verdacht bestätigt, dass die beiden mehr als eine Freundschaft verbunden hat. Wütend und zutiefst gedemütigt lässt er seine Frau fallen. Daraufhin gesteht die verzweifelte Madeleine, dass der Comte ihr Ein und Alles war: väterlicher Freund und ja, ihr Geliebter.

Unterdessen hat sich Madame Rousset ernsthaft in ihren Galan verliebt. Genervt weist Georges ihre Avancen zurück. Nach Aufmerksamkeit heischend, enthüllt sie Georges, dass auch die neue Regierung vorhat, in Marokko einzumarschieren. Das weiß sie von ihrem Mann, der heimlich mit den Machthabern gemeinsame Sache und nebenbei ein Vermögen macht. Abrupt beendet Georges die Affäre. Wutentbrannt stellt er Rousset und Madeleine zur Rede, der er unterstellt, dass sie ebenfalls in die Intrige verwickelt ist. Doch damit macht er sich äußerst einflussreiche Feinde…

Ohne Einladung erscheint Georges zu Roussets Party. Er wird von sämtlichen Gästen geschnitten, auch von Madeleine. Nur die junge Tochter der Roussets, Suzanne, lächelt dem fremden „Bel Ami“ freundlich zu. Clotilde ist die einzige, die mit Georges spricht. Er sieht ein, dass sein Verhalten unüberlegt und unklug war. Sein Racheplan ist wesentlich perfider: In Begleitung der Polizei sucht Georges, ganz der betrogene Ehemann, Madeleine und ihren neuen Liebhaber Rousset auf, und stellt sie „in flagranti“ bloß. Und um seinen Triumph perfekt zu machen, hat Georges auch schon eine neue Gespielin auserkoren: die behütete Suzanne Rousset…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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