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Der Exorzismus von Emily Rose - Plakat zum Film

DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE

("The Exorcism Of Emily Rose")
(USA, 2005)

Regie: Scott Derrickson
Film-Länge: 119 Min.
 
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 Kino-Start:
 24.11.2005

 DVD/Blu-ray-Start:
 23.05.2006

 Pay-TV-Start:
 22.04.2007

 Free-TV-Start:
 20.04.2008

"Der Exorzismus von Emily Rose" - Handlung und Infos zum Film:


Ein eisiger Sturm umweht das einsam gelegene, eingeschneite Haus der Familie Rose, als der Arzt (Terence Kelly) durch das Gartentor schreitet. An einem der Fenster im ersten Stock zieht Pfarrer Richard Moore (Tom Wilkinson) die Gardinen zu. Schließlich erscheint Maria Rose (Marilyn Norry) in der Tür und bittet den Arzt hinauf in das Zimmer und an das Totenbett ihrer verstorbenen Tochter Emily (Jennifer Carpenter). Neben Pater Moore und Emilys Geschwistern warten hier auch Emilys Vater und ein Polizist auf das Urteil der Obduktion. Und das fällt eindeutig aus: Emily Rose starb keines natürlichen Todes. Pfarrer Moore wird in Handschellen abgeführt...

Erin Bruner (Laura Linney), ist eine hoch profilierte Strafverteidigerin, die erst kürzlich einen Prozess unter großem Medieninteresse für ihre Kanzlei gewinnen konnte. Ihr Chef Karl Gunderson (Colm Feore) macht sie bei einem Feierabenddrink mit einem neuen Fall vertraut, bei dem für Erin bei gutem Verlauf die Partnerschaft herausspringen könnte. Im Auftrag der Erzdiözese soll Erin die Verteidigung von Pfarrer Richard Moore übernehmen. Der wird wegen fahrlässiger Tötung an der 19-jährigen Emily Rose angeklagt, nachdem er an dem angeblich vom Teufel besessenen Mädchen erfolglos einen Exorzismus durchführte – wohlgemerkt mit Zustimmung der Diözese in einem bespiellosen Entschluss. Die Erzdiözese hofft auf einen Vergleich und einen möglichst unspektakulären Verlauf des Falls. Erin, überzeugte Agnostikerin, hat ihre Zweifel, dass sie die Richtige für die Sache ist, schlägt aber mit Blick auf ihre Karriere dennoch ein.

Erins erste Recherchen führen zu Pater Moore ins Gefängnis. Auch Moore macht eine deutliche Ansage: Er will, dass vor Gericht die Wahrheit über Emily Rose und ihre tragische Geschichte ans Tageslicht kommen. Von Emilys Mutter erfährt Erin, dass Emily bis zu dem Tage glücklich und gesund war, an dem sie ihr Elternhaus verließ, um aufs College zu gehen und mit Hilfe eines Stipendiums Lehrerin zu werden. Erin trifft Staatsanwalt Ethan Thomas (Campbell Scott), einen rationalen, aber gläubigen Methodisten. Das Angebot der Staatsanwaltschaft sind zwölf Monate Gefängnisstrafe für den Pfarrer, der laut Thomas das Gesetz gebrochen habe, als er den Exorzismus durchführte. Erin lehnt im Sinne ihres Klienten ab.

Am ersten Verhandlungstag unter Richterin Brewster (Mary Beth Hurt) präsentiert Thomas das letzte Foto von Emily Rose – eine junge Frau mit einem völlig zerstörten und schmerzverzerrten Gesicht, schwarzumrandeten, weit aufgerissenen Augen, aus denen die schiere Panik spricht. Thomas ruft Emilys Nanny in den Zeugenstand, die von Emilys ersten Wochen am College berichtet:

Emily verliebt sich in einen Kommilitonen, Jason (Joshua Close). Es geht ihr gut – bis sie eines nachts vollkommen panisch bei ihrer Nanny anruft und unter Tränen von einem entsetzlichen Ereignis berichtet: Um drei Uhr nachts sei sie wach geworden, hätte Feuer gerochen und sei schließlich in ihrem Zimmer von einer geisterhaften Erscheinung heimgesucht worden: Gläser hätten sich von selbst bewegt und etwas Unerklärliches hätte sie in ihr Bett und ihre Kehle zusammengedrückt. Bis sie sich schließlich schreiend befreien und zum Telefon laufen konnte.

Der zweite Zeuge ist Emilys Psychologe, der aussagt, dass er Emily nach weiteren Vorfällen wie diesen wegen Epilepsie behandelt hätte. Bis sie ihre Termine und Untersuchungen nicht mehr eingehalten hätte – und zwar, wie sie selbst sagte, auf Anraten ihres Gemeindepfarrers. Erins Befragung ergibt, dass ein eindeutiger Befund für eine Epilepsie nicht vorgelegen hätte. Pater Moore warnt Erin unter vier Augen, dass sie damit rechnen müsse, dass die dunklen Mächte, die von Emily Besitz ergriffen hatten, auch ihr begegnen und sie von ihren Ermittlungen abhalten könnten. Dämonen würden existieren, ob man nun an sie glaube oder nicht…

Ein deutscher Fall aus den 1970er Jahren war es, der hier die Hollywood-Drehbuchautoren beschäftigt - das ist schon das eigentlich interessante und erschreckende an dem Film und der Geschichte, dass hier noch Ende des 20. Jahrhunderts um Sinn und Unsinn des Exorzismus diskutiert wird und dieser offensichtlich noch mit kirchlicher Billigung stattfand. Die Frage, ob Pater Moore nun schuldig ist oder schuldig gesprochen wird, rückt dabei weitestgehend in den Hintergrund. Scott Derricksons Film ist eine Mischung aus Gerichtsfilm und Horror-Schocker, wobei sich letzteres auf einige wenige Szenen im Film beschränkt, die auch für den Fortgang der Geschichte durchaus entbehrliche gewesen wären. Allerdings ging man damit wohl auf Nummer Sicher, um noch eine mögliche zusätzliche Klientel ins Kino zu locken, denn als Gerichts-"Thriller" geht das ganze mangels Spannung am Ende doch nicht durch.

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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