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Der Fluch der goldenen Blume - Plakat zum Film

DER FLUCH DER GOLDENEN BLUME

("The Curse Of The Golden Flower")
(CHN, 2006)

Regie: Zhang Yimou
Film-Länge: 114 Min.
 
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 Kino-Start:
 26.04.2007

 DVD/Blu-ray-Start:
 28.10.2011

 Pay-TV-Start:
 12.03.2009

"Der Fluch der goldenen Blume" - Handlung und Infos zum Film:


China 928 n.Chr. zur Zeit der späten Tang-Dynastie: Prinz Jie (Jay Chou), zweitältester Sohn eines mächtigen Territorialkönigs (Chow Yun-Fat), kehrt von der Nordgrenze des Reiches, wo er drei Jahre lang als Heerführer gegen die Mongolen gekämpft hat, zu seiner Familie zurück. Noch bevor er den Palast erreicht, trifft er auf seinen Vater, der ihm mit seiner Leibgarde entgegen geeilt ist. Der Empfang im königlichen Gasthof "Himmelsglück" gestaltet sich jedoch weniger herzlich als vielmehr kriegerisch, denn der König erscheint in seiner goldglänzenden Rüstung und fordert den Prinzen zum Schwertkampf heraus. Will er den Mut und die Entschlossenheit seines Sohnes testen, oder steckt noch mehr dahinter? Der König obsiegt und erteilt seinem Sohn damit eine wichtige Lektion: "Alles auf dieser Erde gehört erst dir, wenn ich es dir schenke. Gebe ich es dir nicht, darfst du es dir nicht mit Gewalt nehmen."

Als Prinz Jie in Begleitung seines Vaters schließlich im prächtigen Königspalast ankommt, bemerkt er dort sofort eine seltsam gespannte Stimmung, die sich während seiner langen Abwesenheit allmählich zusammengebraut haben muss. Wie argwöhnische Spinnen, die gemeinsam in einem goldenen Käfig gefangen sind und ihre Netze weben, belauern sich die Mitglieder der Herrscherfamilie. Heimlich scheint jeder einen Plan zu verfolgen. Intrige und Verrat liegen in der Luft. Die heftig brodelnden Emotionen aus Liebe, Eifersucht, Machtgier und abgrundtiefem Hass bleiben aber hinter einer Fassade des maßlosen Luxus und eines mit nahezu mathematischer Präzision geregelten Hofzeremoniells weitgehend verborgen.

Die schöne Königin (Gong Li) wirkt leidend, sowohl in körperlicher als auch in seelischer Hinsicht. Liegt es daran, dass sich ihr Stiefsohn Kronprinz Xiang (Liu Ye), Jies älterer Halbbruder, von ihr abgewandt hat? Denn dass die beiden bis vor kurzem ein illegitimes erotisches Verhältnis unterhielten, ist zumindest den unzähligen Dienern und Höflingen kaum verborgen geblieben. Wusste wohlmöglich auch der König davon? Zudem wird die Regentin nun häufig von seltsamen Anfällen heimgesucht, obwohl sie mehrmals täglich einen medizinischen Kräutertrank zu sich nimmt, den der Hofarzt (Ni Dahong) im Auftrag des Königs für sie anmischt und der Patientin durch seine anmutige Tochter Chan (Li Man) überbringen lässt. Oder ist das schwärzliche Gebräu vielmehr Ursache der Krankheit?

Auch Kronprinz Xiang wirkt verstört und nervös. Sein Wunsch ist es, den Palast zu verlassen, um für eine längere Zeit in der entfernten Provinzstadt Qingzhou zu leben. Hierfür bedarf es allerdings der Genehmigung seines Vaters, dessen Thronerbe er ist, aber gar nicht sein will. Wieso Xiang so dringend fort möchte, verrät er nicht. Nur seiner heimlichen Geliebten Chan vertraut er sich an, denn aufgrund ihrer heimlichen Besuche in seinen Privaträumen sehnt er sich immer mehr nach der Abgeschiedenheit der Provinz fernab von jeglichem Hofzeremoniell. Aber vor allem plagt ihn die Angst, seine Geliebte nicht länger vor der Königin geheim halten zu können.

Prinz Cheng (Qin Junjie), der jüngste der drei Königssöhne, bildet innerhalb des komplizierten Familiengefüges eher eine Randfigur. Wie meistens steht er nicht oft im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit seiner Eltern und Brüder. Wohl aus diesem Grund versucht Cheng angestrengt, dem König zu gefallen. Aber vielleicht verbirgt sich hinter der eifrigen Fassade ja auch eine ganz andere Motivation.

Am Vorabend des Chong Yang Feiertages hält sich die Königin in ihren Gemächern auf und stickt eine Chrysantheme auf einen seidenen Schal, eine Tätigkeit, die sich bei ihr in letzter Zeit zur rätselhaften Obsession entwickelt hat. Da erscheint plötzlich eine schwarz vermummte Frau vor ihr, die dunkle Andeutungen macht, über die Vergangenheit des Königs, über einen giftigen schwarzen Pilz aus Persien und über einen drohenden Fall von Inzest. Danach verschwindet sie unerkannt. Wenig später verlassen der Hofarzt und seine Tochter Chan bei Nacht und Nebel den Palast, offenbar auf direkte Anordnung des Königs. Was ist der Grund für diese überhastete Abreise?

Am Tag des Chrysanthemen-Festes ist der Palasthof in ein riesiges goldgelbes Blumenmeer verwandelt worden. Auch das Regentenpaar und die drei Söhne sind in aufwendige goldene Roben gehüllt, als sie zum traditionellen Festmahl im Prunksaal des Palastes erscheinen. Die Atmosphäre ist zum Zerreißen gespannt, so, als wollte sich in Kürze ein fürchterliches Gewitter entladen. Und tatsächlich eskaliert die Situation: Lange aufgestaute Emotionen brechen sich gewaltsam ihre Bahn und dunkle Geheimnisse treten zu Tage. Während im Palastinneren bereit das Gefühlsinferno tobt, entbrennt nun auch draußen ein mörderischer Kampf bis am Ende des Tages Tausende von Chrysanthemenblüten zertrampelt am Boden liegen, nun rot gefärbt von verspritztem Blut...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 24.02.2007


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