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Der letzte Wolf - Plakat zum Film

DER LETZTE WOLF

("Wolf Totem")
(CHN/F, 2015)

Regie: Jean-Jacques Annaud
Film-Länge: 119 Min.
 
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 Kino-Start:
 29.10.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 11.03.2016

 Pay-TV-Start:
 05.12.2016

"Der letzte Wolf" - Handlung und Infos zum Film:


China 1967 im zweiten Jahr der Kulturrevolution. Die jungen Studenten Chen Zhen (Shaofeng Feng) und Yang Ke (Shawn Dou) werden aufs Land geschickt, um den Schäfern Lesen und Schreiben beizubringen. Die beiden entscheiden sich für den Einsatz in der Inneren Mongolei. Sie wollen der revolutionären Hektik in Peking entfliehen. Begeistert entdecken sie auf ihrer Busfahrt jenseits der Großen Mauer die majestätischen Landschaften der Inneren Mongolei. Als sie mitten in der Steppe ankommen, empfängt sie der chinesische Parteikader und neue Produktionsleiter vor Ort, Direktor Bao (Yin Zhusheng). Er teilt sie beim alten Mongolen Bilig (Baoyingexige) ein, der höchstes Ansehen genießt. Chen Zhen und Yang Ke sollen den Kindern Chinesisch beibringen und zwei Jahre in der Wildnis unter den Schäfern leben. Naiv und unbekümmert, schleppen die beiden Studenten in ihren schweren Koffern nur Bücher mit. Die ungeschriebenen Gesetze der archaischen Wildnis sind ihnen völlig fremd. Sie kennen nicht einmal den Unterschied zwischen einem Fliegenfänger und einem Holzknüppel, mit dem man sich die Wölfe vom Leibe hält.

Nach sechs Monaten hat sich Chen Zhen beim alten Bilig etwas eingelebt. Einmal durchstreift er die bergige Landschaft alleine und verliert sich ganz in der Schönheit dieser rauen Weiten. Unvorsichtig geworden, steht er plötzlich einem Wolfsrudel allein gegenüber. Chen erinnert sich an einen Rat des Alten. Vorsichtig bückt er sich, um die Steigbügel zu erreichen. Er fängt an, mit den beiden Metallplatten Krach zu schlagen, singt laut dabei und ist gerettet. Die Wölfe rennen davon. Diese erste Begegnung mit den so gefährlichen wie stolzen Raubtieren bleibt nicht ohne Folgen. Von nun an hat Chen Zhen nur noch einen Wunsch. Er möchte die Wölfe studieren und einen Wolfswelpen fangen.

Durch Bilig erfährt der Pekinger Student mehr über das Verhältnis der Mongolen zu den Wölfen. Sie verehren diese so gefährlichen wie schönen Tiere. Der Wolf ist ein feindlicher Konkurrent, den man jedoch als edles Wesen auch respektiert. Denn Tengri, der Himmelsgott, wacht über Menschen wie Tiere. Kurz darauf beobachten Bilig und Chen aus der Ferne ein Wolfsrudel bei der Jagd auf Gazellen. Monatelang haben die Wölfe auf diesen Moment gewartet. Bilig erklärt Chen, dass auch der große Dschingis Khan vom cleveren Jagdinstinkt der Wölfe lernte. Mit nur wenigen Kriegern erschuf er ein Weltreich. Mongolen wie Wölfe sind Meister der Kriegskunst. Und am Ende des Winters schlagen die perfekt organisierten Raubtiere zu. Sie treiben die Gazellen bei ihrer Verfolgungsjagd in einen vereisten See. Die Wölfe "parken" in diesem riesigen Reservoir ihre Beute als Tiefkühlfleisch für den Frühling. In der wärmeren Jahreszeit, wenn sie ihre Welpen aufziehen, benötigen sie mehr Nahrung. In genau diesen See trieb auch einst ein berühmter, mongolischer Feldherr ein chinesisches Heer und besiegte so seine Feinde. Chen erfährt auch, wie die Wölfe das Gleichgewicht der Natur respektieren. Gazellen fressen sonst zuviel Gras und weiden so die Wiesen für die Schafe ab. Wölfe töten meistens nur für ihre Bedürfnisse. Chen ist von der Lebensweisheit des alten Bilig beeindruckt, der ihm auch mit auf den Weg gibt: "Schreib über uns, wie wir wirklich sind. Denn die Geschichte der Mongolen haben unsere Feinde geschrieben."

Die mongolischen Schäfer brechen einen Tag später zum See auf und nehmen sich einen Teil der Wolfsbeute. Sie überlassen den Raubtieren noch genug Proviant, denn hungernde Wölfe wären eine Gefahr für die weidenden Schafe. Nach getaner Arbeit wird gefeiert und gescherzt. Chen Zhen und Yang Ke haben nach Kräften geholfen. Eigentlich waren sie gekommen, um laut Parteibefehl die "Primitiven" zu kultivieren. Nun lernen die jungen Chinesen von den Traditionen der mongolischen Hirten, von ihrer Liebe zur Natur.

Als jedoch die im Ort ansässigen Chinesen von den toten Gazellen im See erfahren, laden sie mit Traktoren und Wagen auch das restliche Fleisch auf. Hungrige Wölfe, die Einwände der Hirten oder der jungen Studenten interessieren die Chinesen nicht. Im Gegenteil. DER LETZTE WOLF 6 Direktor Bao übermittelt den Parteibefehl aus Peking, dass man im Frühjahr alle Wolfswelpen zu töten habe. Bao hat außerdem die Verantwortung für eine riesige Herde chinesischer Militärpferde übernommen. Sie sind der Stolz der Nation, teilt er den Mongolen mit. Biligs Brigade soll sich um die Pferde kümmern. Sein Sohn Batu wird zum Brigadeleiter ernannt.

Gegen ihre innere Überzeugung töten die Mongolen die Jungtiere, wohl wissend, dass sich das Wolfsrudel rächen wird. Chen Zhen gelingt es immerhin, den letzten Wolfswelpen zu retten. Er überlistet die Hündin von Bilig, den Jungwolf zu säugen.

Kurze Zeit später schlägt das Wolfsrudel zurück. Es greift die chinesischen Militärpferde an. Verzweifelt versuchen die überforderten Hirten, die in Panik geratenen Pferde zu retten. Dabei kommt Batu, der Sohn des alten Bilig, ums Leben. Der Tod der Pferde, die von den Wölfen in den vereisten See getrieben werden, lässt sich jedoch nicht mehr abwenden. Der Parteifunktionär ist außer sich vor Wut und droht mit Konsequenzen. Er sieht seine eigene Karriere gefährdet.

Nach diesem tragischen Ereignis lernt Chen ein neues Gesetz der Steppe. Batu wird nicht beerdigt, sondern nur mit einem Leinentuch bedeckt. Die Mongolen, die ihr Leben lang von Fleisch leben, geben so der Natur wieder Fleisch zurück. Und die Wölfe gelten als die Überbringer der Seele an den Himmelsgott Tengri. Tief beeindruckt von dieser so komplexen Beziehung zwischen Menschen und Tieren, versucht Chen seinen Welpen aufzuziehen. Er organisiert Fleisch und wird für das junge Tier fast wie ein Vater. Als der Welpe eines Abends die anderen Wölfe heulen hört, versucht der Kleine schon tapfer mitzuheulen. Damit bringt er alle in große Gefahr. Chens Geheimnis wird entdeckt. Mit einem Mao-Zitat "Studiere deine Feinde, um sie danach besser vernichten zu können" beeindruckt er Bao. Chen gibt vor, dass er den Wolf mit den Hunden kreuzen möchte. So ließen sich dann die Schafherden besser vor den Wölfen beschützen. Direktor Bao erlaubt dem jungen Studenten, das Jungtier zu behalten. Das macht den alten Bilig wütend. Er sieht die alten Traditionen in Gefahr. Auch Gasma (Ankhnyam Ragchaa), die junge Witwe, die nach dem Tod Batus alleine mit ihrem Sohn lebt, geht auf Distanz zu Chen Zhen, der sich längst in sie verliebt hat.

Direktor Bao verfolgt nun neue und alte Ziele. Er hat er sich ein neues Stück unberührte Natur am sogenannten Schwanensee ausgeguckt. Dort schlägt er mit seinen Mitarbeitern ein neues Quartier auf. Bao hat keine hohe Meinung von den Einwohnern der Steppe. Er befolgt rücksichtslos die Direktiven der Partei. Wieder wird die Natur gnadenlos ausgebeutet. Die Ansiedlung chinesischer Bauern genießt Priorität.

Liebevoll zieht Chen weiter den kleinen Wolf auf. Seine mongolischen Nachbarn beobachten das mit Argwohn. Der junge Chinese, der sich immer mehr zu den Mongolen, ihrer Weisheit und der unendlichen Schönheit der Natur hingezogen fühlt, muss sich entscheiden. Wird er seinen Wolf weiter in der Gefangenschaft aufziehen oder in die Freiheit entlassen?

Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Chen versucht nach einem Unglück, das Leben von Gasmas kleinem Sohn zu retten. Gleichzeitig planen die Wölfe ihren letzten großen Angriff. Sie haben den Menschen, den Raub ihrer Beute und das Töten ihrer Welpen nicht verziehen. Die ausgehungerten Wölfe holen zu einem letzten Schlag aus. Ihres natürlichen Lebensraumes beraubt, greifen sie die Siedlungen der Menschen an....

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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