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Die Einsamkeit der Primzahlen - Plakat zum Film

DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN

("La solitudine dei numeri primi")
(I/D/F, 2010)

Regie: Saverio Constanzo
Film-Länge: 119 Min.
 
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 Kino-Start:
 11.08.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 05.04.2012

"Die Einsamkeit der Primzahlen" - Handlung und Infos zum Film:


Manchmal sind es nur Momente in unserer Kindheit, die unser gesamtes restliches Leben bestimmen. Für Alice (Alba Rohrwacher) ist es ein Unfall beim Skifahren. Wie jeden Morgen wird sie gegen ihren Willen von ihrem überehrgeizigen Vater auf die Skipiste gedrängt, trotz des schlechten Wetters. Auf dem Berg schließlich passiert es, Alice stürzt und verletzt sich. So schwer, dass sie für den Rest ihres Lebens durch ein Humpeln und eine große Narbe an ihrem Oberschenkel gezeichnet ist. Auch die Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem Vater und zu den Menschen um sie herum kommen ihr dabei abhanden, und auch dies wird ihr Leben fortan prägen.

Mattia (Luca Marinelli) hingegen ist schuld am Verschwinden seiner Zwillingsschwester Michela (Giorgia Pizzo). Während er selbst ganz gesund ist und im Laufe der Jahre zu einem Mathegenie heranreift, ist Michela geistig zurück geblieben. Eine ungerechte Verteilung, die Mattia dazu zwingt, sich mehr um seine Schwester zu kümmern, als andere Kinder in seinem Alter es tun. Ob im Unterricht oder bei der Schulaufführung, immer ist Michela an seiner Seite, und Mattia wird so zum Außenseiter in seiner Klasse. Nur dieses eine Mal, als er und gezwungenermaßen auch seine Schwester von einem Schulkameraden zu einer Geburtstagsfeier eingeladen werden, möchte er ohne sie sein. Nur dieses eine Mal hört er nicht auf seine Mutter Adele (Isabella Rossellini). Er lässt Michela auf dem Weg zur Feier in einem Park zurück, und als er sie später wieder abholen möchte, ist sie verschwunden, für immer. Seitdem quälen ihn Schuldgefühle, die er für den Rest seines Lebens tief in seinem Inneren bewahren wird. Beide sind durch die Tragödien ihrer Kindheit gezeichnet, als sich einige Jahre später in der Schule ihre Wege kreuzen.

Alice ist durch ihr Humpeln eine Außenseiterin. Von ihren Klassenkameradinnen wird sie nicht ernst genommen und gerne mal nach dem Sportunterricht in der Umkleidekabine gehänselt. Die Jungs in der Klasse beachten sie nicht, und erst als das beliebteste Mädchen ihrer Stufe, Viola (Aurora Ruffino), beginnt, sich mit ihr abzugeben, scheint sich ihr Schicksal zu wenden. Mit Viola erlebt sie all das, was Mädchen in ihrem Alter tun, sie gehen zusammen shoppen, schminken sich, und reden über Jungs. Als ihre Schwester eine Party macht, zwingt Viola Alice, einen Jungen einzuladen, den sie dann auch küssen müsse. Alices Wahl fällt – für ihre Freundin völlig unverständlich – auf Mattia, den Jungen, den sie einige Tage zuvor das erste Mal in der Schule gesehen hat.

Es war an dem Tag, an dem Mattia neu an die Schule kam, als er der Klasse vorgestellt wurde, und sich niemand für ihn interessierte, außer sein Banknachbar Dennis. Mattia ist ein verschlossener Junge geworden, so groß sein Talent für die Mathematik ist, so gering ist es für Menschen und Freundschaften. Er ist ein Einzelgänger, scheinbar gefangen in sich und immer in seine Gedanken vertieft. Seinen Eltern, die sich große Sorgen um ihn machen, möchte er zeigen, dass er normal ist und Freunde gefunden hat – nur deshalb nimmt er Alices Einladung an.

Auf der Party führt Alice Mattia in ein separates Zimmer mit dem nicht ganz freiwilligen Ziel, ihn dort ein erstes Mal zu küssen. Mehr als ein verschüchtertes Gespräch kommt jedoch nicht zu Stande, denn Mattia versteht nicht, was Alice von ihm möchte. Dennoch verbindet sie ab diesem Zeitpunkt ein unsichtbares Band, scheinbar magisch und unwiderstehlich ziehen sie sich gegen seitig an, als würden sie im anderen die eigene Einsamkeit wiedererkennen. Dass sie sich nicht geküsst haben, ist von nun an ihr gemeinsames Geheimnis.

Von diesem Moment an verlieren sich Alice und Mattia nicht mehr aus den Augen. Nicht in der Schule, und auch nicht Jahre später, als Alice inzwischen Fotografin geworden ist und Mattia studiert. Alice ist die einzige, der Mattia jemals von Michela erzählt. Und sie ist die einzige, die in all den Jahren an ihm festhält. Sie teilen ihr Leben und sind doch jeder für sich allein, sind sich nah, kommen sich aber nie nah genug. Mattias Zurückgezogenheit und Alices Zurückhaltung bringt sie nie weiter als über das Gefühl des Verbundenseins hinaus. Irgendetwas scheint immer zwischen ihnen zu stehen. Wie bei Primzahlenzwillingen, die immer durch eine Zahl voneinander getrennt bleiben.

Als Mattia zum Studium nach Deutschland geht, werden sie für Jahre getrennt, doch die Ereignisse im Leben des anderen verbinden sie weiterhin, tiefer, als sie es sich je zuvor eingestanden haben. Je mehr sie sich räumlich voneinander entfernen, desto größer ist ihr Bedürfnis nach Nähe – und mehr denn je stellt sich die Frage, ob es ihnen ergeht wie zwei Primzahlen, oder ob sie es doch schaffen einen Weg zueinander zu finden. Vielleicht geschieht es an dem Tag, an dem Mattia einen Brief von Alice erhält. "Du musst sofort zu mir Kommen", schreibt sie. Nur wenige Stunden später steigt Mattia in ein Flugzeug...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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