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Die Perlmutterfarbe - Plakat zum Film

DIE PERLMUTTERFARBE

(D, 2008)

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Film-Länge: 103 Min.
 
"Die Perlmutterfarbe" auf DVD bestellen
DVD:  9.99 EUR
  


 Kino-Start:
 08.01.2009

 DVD/Blu-ray-Start:
 16.07.2009

 Pay-TV-Start:
 26.07.2010

 Free-TV-Start:
 11.02.2015

"Die Perlmutterfarbe" - Handlung und Infos zum Film:


1931, in einer bayerischen Kleinstadt. Der Siebtklässler Alexander (Markus Krojer) liegt in seinem Bett und träumt. In seiner Phantasie gewinnt er den großen Malwettbewerb seiner Schule, seine Klassenkameradin Lotte (Zoe Mannhardt), in die er ein bisschen verliebt ist, gratuliert ihm – und als Höhepunkt vergraben beide ihre ganzen Gesichter im Hauptpreis: einer riesigen Cremeschnitte!

In der Realität dauert es aber noch eine ganze Woche bis zur Preisverleihung, und neben ihren Bildern zum Thema "Der Beruf meines Vaters" haben Alexander und seine Klassenkameraden noch jede Menge anderes zu tun: Zunächst einmal wollen sie das Seilsprung-Gerät auszuprobieren, das Alexanders bester Freund und Klassentüftler Maulwurf (Dominik Nowak) gebaut hat. Alexander, Maulwurf, Lotte, Heihei (Samuel Cakan), Knockout (Ferdinand Hofer) und die Zwillinge Hugo und Heini (beide gespielt von Thomas Wittmann) treffen sich in einer stillgelegten Stahlhütte. "Im Dienst der Wissenschaft" wird ein Freiwilliger gesucht, der den Sprung am elastischen Seil vom Gerüst herab in die Tiefe wagt. Beim Hölzchen-Ziehen trifft es Heini, doch der kriegt Angst und macht einen Rückzieher. Um Lotte zu imponieren, will Alexander springen. Doch da kommen Erwachsene, und die Bande haut ab, in ihr Geheimversteck in der Fabrik: Maulwurfs "Labor". Dort zeigt er ihnen seine neueste Erfindung: die Perlmutterfarbe – die im Fläschchen nur wie eine weiße Flüssigkeit aussieht, aber wenn sie erst einmal auf Papier getrocknet ist, in allen Farben des Regenbogens glänzt und schillert.

Abends wieder zuhause, arbeitet Alexander in seinem Zimmer, in Gesellschaft seines Papageien Paul, an seinem Bild weiter: Es zeigt seinen Vater als Seemann, gefangen gehalten von finster dreinblickenden Chinesen. Alexanders Vater, ein Schiffskoch, ist seit Jahren verschollen, nachdem sein Schiff vor China gekapert worden war. Während Alexander ganz in seine Arbeit vertieft ist, kommt seine Mutter Klari (Brigitte Hobmeier) nach Hause – aber nicht allein, sondern mit einem Mann, mit dem sie sich gleich ins Schlafzimmer zurückzieht. Das kann Alexander nicht dulden: Er geht den beiden hinterher und wirft sich dem Fremden mit dem Aufschrei "Papa!" an den Hals – woraufhin der Alexander zurückstößt und so schnell wie möglich das Weite sucht. Alexander fühlt sich betrogen und will die Hoffnung auf die Rückkehr seines Vaters nicht aufgeben.

Am nächsten Morgen führt Maulwurf vorm Malunterricht der Klasse seine Erfindung vor – alle sind begeistert, nur der neue Schüler Gruber (Benedikt Hösl) gibt sich unbeeindruckt. Nach Ende der Stunde schlägt der Letzte die Tür zu – durch das leere Klassenzimmer fegt ein Windstoß, das Fläschchen mit der Perlmutterfarbe kippt um und fällt in den Schulranzen von Maulwurfs Sitznachbar Alexander!

Unterdessen trifft Alexander auf dem Flur B-Karli (Paul Beck) aus der Nachbarklasse. Für die aus der A ist es eigentlich eine Frage der Ehre, die aus der B zu ignorieren, aber B-Karli hat ein hochinteressantes Buch dabei, das die Bewohner exotischer Länder zeigt. Besonders das Bild mit den Chinesen fasziniert Alexander – das kann er als Vorlage prima für sein Wettbewerbsbild gebrauchen! Er bittet B-Karli, es ihm zu leihen, doch der lehnt ab: Er hat es selber unerlaubterweise von seinem Vater geliehen und muss es zurückbringen, bevor der es vermisst, weil es sonst Prügel setzt. In diesem Moment greift der starke Gruber ein, nimmt B-Karli das Buch ab und übergibt es Alexander, der damit abzieht.

Nach Schulschluss kommt Gruber zu Alexander, um sich von ihm die Mathe-Hausaufgaben machen zu lassen – als "Gegenleistung" fürs Beschützen. Gruber staunt über den Papagei und Alexanders Zeichenkünste, und Alexander erzählt ihm die Geschichte seines Vaters.

Nachdem Gruber gegangen ist, entdeckt Alexander das Fläschchen in seiner Schultasche und beschließt, die Perlmutterfarbe auch selbst einmal auszuprobieren. Während er etwas von der Farbe auf einem Blatt Papier trocknen lässt, kippt das Fläschchen um – und der restliche Inhalt ergießt sich über das Buch von B-Karlis Vater! In diesem Moment klopft es – es ist B-Karli, der sein Buch zurückfordert. In Panik wirft Alexander das ruinierte Buch ins Herdfeuer und stellt sich tot. Schimpfend zieht B-Karli wieder ab.

Am Abend wird im Saal des Wirtshauses ein Gruselfilm gezeigt: "Die Menschenfabrik des Dr. Knopf" - und natürlich sind alle Klassenkameraden von Alexander da. Heiß diskutieren sie

die Diebstähle, die sich in den letzten Tagen in der Schule ereignet haben und sind sich sicher: die aus der B waren’s! Während des Films nimmt Lotte Alexanders Hand, doch er zieht sie, geplagt von schlechtem Gewissen wegen seiner beiden "Diebstähle" von Buch und Fläschchen wieder zurück.

Nach dem Kino sieht Alexander in der Auslage der Buchhandlung der merkwürdigen Frau Kerkenreuth (Adele Neuhauser) genau das Buch von B-Karli – die Lösung seiner Probleme! Alexander kratzt sein Erspartes zusammen und geht gleich am nächsten Morgen hin. Doch die Buchhändlerin erklärt ihm, dass sein Geld nicht reicht. Und dann kassiert Alexander auch noch Tatzenhiebe vom fiesen Deutschlehrer Schloder (Gustav Peter Wöhler), weil seine Ausrede fürs Zuspätkommen auffliegt.

Gruber und die anderen Großen beschützen Alexander vor dem wütenden B-Karli, der sein Buch zurückfordert – doch steht Alexander noch eine weitere Enttäuschung bevor: Gruber hat recherchiert und herausgefunden, dass das Schiff von Alexanders Vater nie nach China gefahren und schon vor zehn Jahren gesunken ist – die Geschichten seiner Mutter können also nicht stimmen, und der Ara Paul ist gar kein Geschenk von seinem Vater! Wütend und enttäuscht lässt Alexander Paul aus dem Fenster davonfliegen und beschimpft seine Mutter als Lügnerin. Den Tränen nahe, erzählt sie Alexander die Wahrheit, vor der sie ihn beschützen wollte: Sein Vater war "ein Arschloch", der nie etwas von seinem Sohn hat wissen wollen.

In der nächsten Malstunde bemerkt Maulwurf, dass die Perlmutterfarbe weg ist. Alexander, der Einzige, der weiß, wo sie ist, schweigt, und so sind sich, angestachelt von Gruber, bald alle einig: Auch dieser Diebstahl geht aufs Konto der B! Gruber schiebt B-Karli, dem Hauptverdächtigen, ein Blatt mit Perlmutterfarbe unter – das war aus Versehen in seinem Matheheft gelandet, als Alexander die Farbe auskippte. Grubers Plan geht auf, B-Karli wird "enttarnt", und die A schwört, für den Diebstahl Rache an der B zu nehmen.

Gruber nimmt es in die Hand, die A militärisch zu organisieren, um die B zu besiegen. Von Maulwurfs Bande macht allerdings keiner mit – keiner, bis auf Alexander, der durch das Geheimnis um die Perlmutterfarbe erpressbar ist. Die Parole des neuen Anführers Gruber lautet: "Der Freund von meinem Feind ist Feind" – und das schließt Maulwurf und Co. ausdrücklich ein, die den bevorstehenden Kampf für Quatsch halten. Als die Schlacht beginnen soll, sabotiert Maulwurf mit einer selbstgebastelten Rauchbombe die Kampfhandlungen, so dass sich die A-ler gegenseitig vertrimmen. Für diesen Verrat schwört Gruber Rache an Maulwurf und will ihn und die Bande in der alten Stahlhütte stellen.

Alexander muss sich jetzt entscheiden, ob er weiter zu Gruber hält oder zu seinen alten Freunden zurückkehrt. Und dann sind auch noch die Fragen offen, wie er B-Karlis Buch wiederbeschaffen will, was aus dem Ara Paul geworden ist, ob Lotte jemals wieder etwas von ihm wissen will – und wer denn nun eigentlich den großen Malwettbewerb gewinnt. Bis Alexander eine Antwort auf alle diese Fragen findet, muss er vor allem eines tun: seine Feigheit überwinden und lernen, für seine Überzeugungen einzustehen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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