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Die Träume Neapels - Plakat zum Film

DIE TRäUME NEAPELS

("Dreaming By Numbers")
(N/I, 2005)

Regie: Anna Bucchetti
Film-Länge: 75 Min.
 
"Die Träume Neapels" auf DVD bestellen
DVD:  19.79 EUR
  


 Kino-Start:
 01.06.2006

 DVD/Blu-ray-Start:
 29.08.2006

"Die Träume Neapels" - Handlung und Infos zum Film:


Das Lottoannahmegeschäft der Schwestern Angela und Maria liegt in einem armen Quartier in der Altstadt Neapels. Ihre Kundschaft, für die das Leben wenig Hoffnung auf ein besseres Schicksal parat hält, vertraut darauf, dass für sie mithilfe der Lotterie auf einen Schlag alles besser werden könnte. In Italien, dem Geburtsland des Lottospiels, wird davon ausgegangen, dass das Glück mit System herbeigeführt werden kann: Auf der Grundlage des Grimas-Buchs können Träumen oder realen Ereignissen im Leben der Menschen bestimmte Zahlen zugeordnet werden. Und mit diesem Buch kennen Angela und Maria sich aus – schon ihre Vorfahren, die das Geschäft seit mehr als 100 Jahren führten, haben diese spezielle Form der Numerologie dazu verwendet, um die persönlichen Geschichten ihrer Kunden in Zahlen und Zahlenreihen umzuwandeln.

Was bedeutet es, wenn eine Frau träumt, ihr Vater sei barfuss in eine Wanne mit Wasser getreten? Die Lösung ist: 81 für das Verhältnis Vater-Tochter, 53 für den bloßen Fuß, 39 für Wasser und 4 für die Wanne. Jetzt muss die Kundin noch einen Hinweis darauf bekommen, ob dieser Traum ihr Glück oder Pech bringt, dann setzt sie in der ricevitoria zwei Euro auf die vier Zahlen. Nicht immer ist diese Aktion so einfach: manche Kunden träumen angeblich von dreibeinigen Hühnern oder hinkenden Küchenschaben, wofür es selbst im Grimas-Buch keine Entsprechung gibt. Da ist dann Kreativität gefragt: mit welchen Gefühlen war der Traum verbunden?

Um das mögliche, ziehbare Glück enger mit dem persönlichen Schicksal zu verbinden, spielen viele Neapolitaner mit Zahlen, die schon ihre Eltern gesetzt haben. So werden gleichzeitig tragische Vorfälle als Ausgangspunkte des Glückspiels genutzt, gleichzeitig aber auch die Erinnerung an verlorene Familienmitglieder wach gehalten. Ab und zu kommen den Schwestern des Lottoladens, die mittlerweile zum eigenen Schutz hinter einer Panzerglasscheibe sitzen, die Motive ihrer Kunden doch etwas unmoralisch vor. Angehörige eines ermordeten Mannes spiele die Zahlen der Rache, eine Streikgruppe der Gewerkschaft nutzt die Besetzung einer Lottozentrale, um mal groß in die Schlagzeilen zu kommen, und auch die Zahlen der Heiligen werden weniger aus Frömmigkeit gesetzt, sondern weil man ganz profan auf einen großen Gewinn hofft.

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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