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Die wilden Hühner - Plakat zum Film

DIE WILDEN HüHNER

(D, 2005)

Regie: Vivian Naefe
Film-Länge: 107 Min.
 
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 Kino-Start:
 09.02.2006

 DVD/Blu-ray-Start:
 17.08.2006

 Pay-TV-Start:
 12.05.2007

 Free-TV-Start:
 26.12.2008

"Die wilden Hühner" - Handlung und Infos zum Film:


Jedes Mädchen braucht eine beste Freundin. Sprotte (Michelle von Treuberg) hat gleich drei! Zusammen bilden sie "Die Wilden Hühner", die coolste Mädchengang der fünften Klasse. Sie sind unzertrennlich, wenn’s darauf ankommt, aber so verschieden wie Hühner und Füchse. Melanie (Paula Riemann) schwärmt für Robbie Williams, Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle) für italienisches Essen, Frieda (Lucie Hollmann) ist sozial mega-engagiert und Sprotte selbst findet insgeheim ihre Lehrerin Frau Rose (Jessica Schwarz) ziemlich cool.

Und dann gibt es noch Wilma (Jette Hering), die vor ihrer Aufnahme in die Bande noch die eine oder andere Prüfung zu bestehen hat. Einziger Quell des Ärgers für die Mädchen sind die Jungs der Konkurrenzbande "Pygmäen", bestehend aus dem Anführer Fred (Jeremy Mockridge), dem stets hungrigen Torte (Martin Kurz), dem Karten legenden Steve (Philip Wiegratz) und dem aggressiven Willi (Vincent Redetzki). Und dann passiert das Unglaubliche: Sprotte gibt Fuchsalarm! Oma Slättberg (Doris Schade) will ihre betagten Hennen schlachten. Dabei sind Daphne, Kokoschka und die anderen Hühnerdamen doch die Maskottchen der Bande. Sprotte hat sofort eine Idee: Die Wilden Hühner werden die Tiere entführen, wenn Oma Slättberg unterwegs auf Verwandtenbesuch ist.

Aber der Plan ist ebenso schnell gestorben wie er entworfen war, als die Oma sich den Fuß verknackst und zu Hause bleibt. Auch ein letzter Interventionsversuch von Sprottes Mutter Sibylle (Veronica Ferres) bleibt erfolglos. Montag in einer Woche kommt Nachbar Feistkorn, um den Tieren den Garaus zu machen. Dabei hätten die Hennen sogar ein neues Zuhause auf dem Grundstück, das Trudes allein erziehender Vater seiner Tochter geschenkt hat und auf dem ein verwitterter, alter Wohnwagen steht. Aber wenn schon nicht die Hennen, dann finden wenigstens die Wilden Hühner dort Quartier, ein neues Bandenversteck und ein neues Mitglied: Wilma möchte unbedingt dabei sein und wird nach einigem Zögern als Spion in die Wilden Hühner aufgenommen. Nach der fehlgeschlagenen Hühnerentführung steht fest: Die Einzigen, die jetzt noch bei der Rettung helfen können, sind ausgerechnet die „Pygmäen“. Zwar verzichten sie großzügig auf „Kochen und Küsse“, nehmen aber reichlich arrogant einen Gutschein der Mädchen in Empfang, als Gegenleistung für ihre Unterstützung. Er verspricht den Pygmäen Hilfe, wenn diese ihrerseits in Not geraten sollten.

Samstag Abend, während Oma Slättberg "Wetten, dass…?“ schaut, soll alles über die Bühne gehen. Auf dem Weg zur Vorbesprechung entdecken die Mädchen allerdings, dass das Banden-Baumhaus der Pygmäen einer Erweiterung des Schrottplatzes zum Opfer fallen wird. Und Sprotte findet heraus, dass Oma Slättberg sich zur Verteidigung gegen Diebe und Einbrecher eine Waffe zugelegt hat. Was nun? Doch der Plan wird durchgezogen und obwohl die Kids fast von Oma erwischt werden, gelingt der Coup. Sprottes Mama ist stolz auf ihre mutige Tochter und vergisst darüber für einen Moment sogar ihre enttäuschenden Liebes-affären und Auswanderungspläne.

Nur die Sache mit dem Baumhaus trübt die Stimmung und als die Pygmäen um Einlösung ihres Gutscheins in Form von Abrisshilfe beim Baumhaus ersuchen, sagen die Mädchen bereitwillig zu. Doch während alle damit beschäftigt sind abzubauen und zu packen, überkommt Willi erneut die kalte Wut darüber, dass ihm sein zweites Zuhause genommen wird. Denn zu Hause, bei seinem gewalttätigen Vater (Axel Prahl) verbringt er so wenig Zeit wie möglich. Willi rennt auf den Schrottplatz, zertrümmert dort den Scheinwerfer von einem der Bagger und wird prompt von einem Wächter erkannt. In Panik flieht er in den Wald. Wenn sein Vater davon erfährt, dann setzt es noch mehr Prügel als Willi ohnehin schon bekommt.

Auch am nächsten Tag bleibt er verschwunden. Gemeinsam suchen die Hühner und die Pygmäen nach ihrem Freund, aber ohne Erfolg. In ihrer Verzweiflung offenbaren sie sich Frau Rose. Die verspricht über das Verschwinden dicht zu halten, wenn die Kinder ihn bald finden. Doch bevor es soweit kommt, taucht schon Willlis Vater wutentbrannt auf dem Schulhof auf. Um von Sprotte zu erfahren, wo sein Sohn steckt, schreckt er nicht davor zurück, das entsetzte Mädchen zu schlagen. Erst als die couragierte Frau Rose dazwischen geht, lässt er von Sprotte ab. Was sollen die Kinder jetzt tun? Selbst wenn sie Willi finden, kehrt der sicher nicht zurück nach Hause, um dort seinem Vater in die Arme zu laufen. Weiß Frau Rose in dieser Situation Rat…?

Für die Jungs gibt es seit 2003 die erfolgreichen "Wilden Kerle" und was den Jungs recht ist, soll den Mädchen dann auch nur billig sein - vielleicht war das der Funke, der die Verfilmung einer der "Wilden Hühner"-Romane von Cornelia Funke inspirierte. Und wie im Vorbild, wo vor allem die Söhne von Uwe Ochsenknecht brillieren, gibt es auch hier die Kinder bekannter Schauspieler in Form von Katja Riemanns Tochter Paula und Bill Mockridges Sohn Jeremy zu sehen. Die Mischung stimmt und das ganze ist - auch Dank der guten Vorlage und der Tatsache, dass der Film nicht wie "Die Wilden Kerle" auch von den Darstellern vorwiegend auf "Jungs" fixiert ist, sicher auch einem breiteren Publikum zugänglich. Fortsetzung bereits fest eingeplant - schließlich hat Cornlia Funke ja noch genügend "Wilde Hühner"-Stories geschrieben...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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