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Dogville - Plakat zum Film

DOGVILLE

("Dogville")
(DK/S/GB/F/D/NL, 2003)

Regie: Lars von Trier
Film-Länge: 178 Min.
 
"Dogville" auf DVD bestellen
DVD:  7.40 EUR
  


 Kino-Start:
 23.10.2003

 DVD/Blu-ray-Start:
 01.07.2004

 Free-TV-Start:
 07.11.2005

"Dogville" - Handlung und Infos zum Film:


Dies ist die traurige Geschichte der kleinen Gemeinde Dogville in den Rocky Mountains, wo die einzige Straße am Eingang der stillgelegten Silbermine am Ausgang des Örtchens ihr endgültiges Ende findet. Die Einwohner von Dogville waren gute, ehrliche, aufrechte Menschen. Und sie liebten ihre Stadt. Das Haus, in dem Tom (Paul Bettany) lebte, war das beste. In besseren Zeiten hätte man es sogar als vorzeigbar bezeichnen können. Toms Vater (Philip Baker Hall) war ein Doktor und bezog deshalb eine annehmbare Pension. Tom war ein Autor. Aber um den Tag herauszuzögern, an dem er sich ernsthaft ans Niederschreiben seiner gesammelten Gedanken macht, veranstaltete er eine Reihe von Stadttreffen und dozierte über moralische Wiederbewaffnung.

Jeden Abend um sieben Uhr, wenn Martha (Siobhan Fallon Hogan) die Kirchenglocke läutete, besuchte Tom die bescheidene Residenz der Hensons, um seinem Kindheitsfreund Bill (Jeremy Davies) eine weitere vernichtende Niederlage beim Mühle-Spiel zuzufügen. Manche Zungen behaupten, die Gelegenheit, dabei Bills ältere Schwester Liz (Chloe Sevigny) anzutreffen, sei ein größerer Anreiz für Toms regelmäßige Besuche gewesen als das Mühlebrett. Und sie haben wahrscheinlich Recht mit ihrer Vermutung.

Als Tom in dieser Nacht die Elm Street (eine sentimentale Seele aus dem Osten hatte der Hauptstraße einst diesen Namen verliehen, obwohl niemals auch nur eine einzige Ulme ihren Schatten auf Dogville fallen ließ) entlang schlenderte, vernahm er tief unten im Tal Schüsse. Tom ließ sich auf der Bank der alten Dame nieder, um seinen Gedanken nachzugehen, da wurde er vom Kläffen von Moses aufgeschreckt, als wäre der Hund mit Etwas konfrontiert, von dem eine ernst zu nehmende Gefahr ausging. Der Name dieses Etwas war Grace (Nicole Kidman). Sie hatte sich Dogville nicht auf einer Landkarte ausgesucht oder die Stadt etwa zu einem Besuch auserwählt, aber Tom hatte sofort den Eindruck, dass sie hierher gehörte. Als eine Wagenladung mit bewaffneten Männern in die Stadt einfuhr, um die bildschöne Flüchtige zu suchen, nahm Tom die Angelegenheit kurz entschlossen in die eigenen Hände und versteckte Grace in der Silbermine. Den Gangstern erzählte er, er hätte nichts Außergewöhnliches gesehen oder gehört.

Beim Gemeindetreffen am folgenden Tag fasste Tom die Ereignisse des Vorabends schnell zusammen, um den erstaunten Menschen von Dogville danach die Quelle all der Aufregung zu präsentieren, die er aus ihrem Versteck geholt hatte. Ohne Umschweife wurde die Entscheidung getroffen, dass man Grace erlauben wolle, zwei Wochen in Dogville zu bleiben. Um das Vertrauen der Einwohner zu gewinnen, schlug Tom Grace vor, sie solle jedem Einzelnen bei dessen täglicher Arbeit zur Hand gehen. Obwohl diese zunächst protestierten, dass sie keine zusätzliche Hilfe bräuchten, war sich Tom sicher, dass Graces Dienste schon bald genutzt werden würden. Doch wie sich schnell herausstellte, blieb der Wunsch zunächst Vater des Gedanken. Graces Vorstellungsgespräch bei dem alten, sehbehinderten Jack McKay (Ben Gazzara) sollte sich als symptomatisch für die Haltung der Bürger von Dogville erweisen. Jack drückte sein "Nein" klar und deutlich aus. Nur mit Hilfe von Toms beflissenem Zuspruch lenkte schließlich Ma Ginger (Lauren Bacall) widerwillig ein und erlaubte Grace, sich um die wild wachsenden Stachelbeerbüsche hinter ihrem Gebrauchtwarenladen zu kümmern. Grace blieb beharrlich. Und langsam aber sicher fand jeder einzelne Einwohner von Dogville eine kleine Aufgabe, die sie erledigen konnte. In vollständiger Stille versammelte sich die Gemeinde erneut zum Treffen in der Mission - auf den Tag genau zwei Wochen, nachdem die bildschöne Fremde erstmals das Städtchen betreten hatte. Grace wurde herausgeschickt, um das Urteil der Bürger von Dogville abzuwarten. Sie musste sich damit abfinden, auf das Läuten der Glocke zu hören: Jedes "Ja" wurde von einem Glockenschlag begleitet. Alle Bürger stimmten für Grace.

Der Frühling und Frühsommer erwiesen sich als glückliche Zeit für Grace. Die Stadt hatte zugestimmt, dass jeder Grace gemäß seiner Möglichkeiten zu entlohnen hatte. Erstmals wurde sie für ihre Leistungen bezahlt. Das war nicht viel, aber doch genug, um ein wenig Geld für die erste von sieben Porzellanfigürchen zu sparen, die im Fenster von Ma Gingers Laden lange Zeit bestenfalls als Staubfänger gedient hatten. Beim jährlichen Picknick am 4. Juli erklärten sich Ginger und Tom schüchtern ihre Liebe, die sie vor den anderen Bewohnern von Dogville bis auf weiteres noch geheim halten wollten. Eines Tages kam die Polizei nach Dogville und heftete Suchplakate an die Wände der Häuser. Dass die Gangster falsche Anschuldigungen gegen Grace vorgebracht hatten, um sie zu neutralisieren und das Gesetz auf sie zu hetzen, war keine große Überraschung. Und doch begann Dogville auf einmal, seine Zähne zu fletschen.

Fortan musste Grace von früh bis spät arbeiten. Sie wurde von Ma Ginger gescholten, wie sie es sich erlauben konnte, eine Abkürzung zu den Stachelbeerbüschen zu nehmen. Jack McKay erlaubte es sich, eine Hand auf Graces Schenkel ruhen zu lassen. Chuck (Stellan Skarsgard) verging sich an ihr im Apfelgarten. Veras Junge, Jason, verlangte von der armen Grace, von ihr den Hintern versohlt zu bekommen, und als sie die Strafe ausgeführt hatte, wurde sie sofort von ihm verraten. Mit Engelsgeduld ließ Grace alles über sich ergehen. Endlich hatte sie genug Geld angespart, um die letzte der Porzellanfiguren aus Ma Gingers Fenster zu erstehen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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