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Dungeons And Dragons: Ehre unter Dieben - Plakat zum Film

DUNGEONS AND DRAGONS: EHRE UNTER DIEBEN

("Dungeons And Dragons: Honor Among Thieves")
(USA, 2023)


Regie: Rob Letterman
Film-Länge: 134 Min.
 

 
 
 
 
 

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 Kino-Start:
 30.03.2023

 DVD/Blu-ray-Start:
 15.06.2023

 Streaming-Start:
 30.09.2023

 (Paramount+)

"Dungeons And Dragons: Ehre unter Dieben" - Handlung und Infos zum Film:


Gibt es Ehre unter Dieben? Die Frage stellt sich unser ungewöhnlicher Held sicher nicht. In "Dungeons And Dragons: Ehre unter Dieben" bricht der musikalische Langfinger Edgin (Chris Pine) in ein beispielloses Abenteuer auf. Unterstützt wird er dabei von einem bunten Team aus Außenseitern mit ungewöhnlichen Talenten: Barbarin Holga (Michelle Rodriguez), Zauberer Simon (Justice Smith), Druidin Doric (Sophia Lillis) und Paladin Xenk (Rege-Jean Page) könnten unterschiedlicher nicht sein.

Als Gegenspieler hat sich der gerissene Forge (Hugh Grant) in Position gebracht. Das gemeinsame Ziel aller Parteien: eine verlorene Reliquie wiederzubeschaffen. Doch die Dinge gehen natürlich gewaltig schief, als sich die Grenzgänger mit den falschen Leuten anlegen. Aber wo keine Ehre, da auch keine Regeln. Und was auch immer sie erwartet, sie werden bereit sein. Vielleicht...

Wer sich die erste Verfilmung des weltbekannten Rollenspiels "Dungeons And Dragons“ anguckt, der weiß – so was kann ziemlich in die Hose gehen. Erst recht in einer Welt, die mit altbackenen, völlig überholten Rollenbildern aufräumen möchte. Umso schöner, dass die Macher von "Dungeons And Dragons: Ehre unter Dieben" nahezu elfengleich über viele Fallstricke springen.

Ja: Natürlich ist dies ein fantastisches Abenteuer, mit fantastischen Kreaturen, Magie und allerhand Zinober, dem letztlich der alte Kampf zwischen guten und bösen Mächten zugrunde liegt. Aber die Eindimensionalität manch ähnlichen Werkes sucht man hier vergebens. Zumal es hier zwar einen Protagonisten mit einer leicht kitschigen Hintergrundstory gibt – die allerdings – ohne spoilern zu wollen – am Ende doch etwas mehr hergibt als die übliche Schwarz-Malerei.

Der vermeintliche Held der Geschichte, gespielt von einem Chris "Captain Kirk" Pine, dem es mal überhaupt nichts auszumachen scheint, sich zum Affen zu machen, kann nämlich vor allem eines besonders gut: Reden. Oder auch "Pläne machen." Die Action übernehmen in seiner bunt zusammengewürfelten Truppe – oder eher zusammengestolperten Truppe - eher die anderen – und davon sind gleich zwei Frauen. Mit Schlagkraft (Michelle Rodriguez) und recht sarkastischem Humor (Sophia Lillis) übrigens.

Und nur um es gleich klarzustellen: Mit umgedrehten Rollenklischees a la "Wir brauchen hier dringend starke Frauenfiguren in so einem modernen Film blablabla" hat das nicht so viel zu tun. Beide Figuren marschieren so authentisch in diese magische Geschichte, dass es eine wahre Wonne ist. Das sind keine platten Abziehbildchen auf einem Spielbrett, sondern tatsächlich Charaktere mit einem glaubhaften bzw. originellen Hintergrund– der im Fall von Frau Fast and Furious Rodriguez durchaus eine charmant-komische Seite hat. Wo es überzogen daher kommt – da soll es auch so sein.

Eine seltene Augenweide – und nein, nicht nur im äußerlichen Sinne gemeint – ist allerdings Rege-Jean Page (der Duke aus "Bridgerton"... alle mal seufzen!) _ als einem abtrünnigen überaus edlen Magier, der aus lauter hehren Motiven am laufenden Band noble Dinge tut, Weisheiten von sich gibt, humortechnisch aber monströs auf der Leitung steht, was dann wiederum sehr komisch ist. Und apropos Magier – es ist noch so einer (Justice Smith) mit von der Partie – der allerdings funktioniert wie ein Dampfmaschine oder ein Student vor der Prüfung– nur unter Hochdruck. Ein bisschen Coming of Age bietet uns D&D hier also auch noch.

Last but not least ist dann da ja auch noch Hugh Grant – so wie wir ihn in den letzten Jahren am liebsten sehen: Als irgendwie liebenswertes A... - dessen Motivation für seine Boshaftigkeit durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht weniger fies ist. Dass hinter dem Drehbuch und Regie die Menschen schicken, auf deren Konto zum Beispiel auch "Spiderman: Homecoming“ geht, hat sicher auch nicht geschadet: In diesem Fall ist neben einem Haufen Situationskomik und witzigen Dialogen das wohl Bemerkenswerteste an diesem Film, dass er nicht alles mit dem Holzhammer erklärt. So wie ein Zauberer eben nicht seine Tricks verrät.

Gleichzeitig beinhaltet er Szenen, die bei genauem – und möglicherweise mehrfachem (?) (Hin)Gucken auf vielen verschiedenen Ebenen lustig sind – nicht nur was besonders kleine Cameos von großen Stars angeht.

Natürlich war eine neue Verfilmung einer "Dungeons And Dragons"-Geschichte voller Stranger Things schon aus rein finanziellen Gründen sicher überfällig. Aber rausgekommen ist hier qualitativ hochwertigstes bonbonfarbenes Kino mit einer erstklassigen Besetzung und Köpfchen.


Die Redaktions-Wertung:90 %

Autor/Bearbeitung: Simone von der Forst

Update: 04.04.2023


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