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Ein perfekter Platz - Plakat zum Film

EIN PERFEKTER PLATZ

("Fauteuils d'orchestre")
(F, 2006)

Regie: Daniele Thompson
Film-Länge: 105 Min.
 
"Ein perfekter Platz" auf DVD bestellen
DVD:  9.49 EUR
  


 Kino-Start:
 31.08.2006

 DVD/Blu-ray-Start:
 05.03.2007

 Free-TV-Start:
 09.02.2009

"Ein perfekter Platz" - Handlung und Infos zum Film:


Catherine Versen (Valerie Lemercier) ist ein Star im Fernsehen und auf der Bühne, berühmt und vergöttert – doch alles, wovon sie träumt, sind anspruchsvolle Rollen, Autorenfilme und intellektuelle Anerkennung. Abends dreht sie die 100. Folge ihrer Erfolgsserie, tagsüber probt sie in der Comédie des Champs-Élysées ein Lustspiel von Georges Feydeau, und zwischendurch sucht sie verzweifelt Kontakt zu Sobinski (Sydney Pollack), einem berühmten US-Regisseur, der einen Film über Simone de Beauvoir drehen will. Überarbeitet und von Stunde zu Stunde hysterischer, fürchtet sich Catherine vor dem 17. des Monats, dem Abend der Theater-Premiere. Doch obwohl sie viel lieber Sartre spielen würde, muss sie sich zusammenreißen und ihr Bestes geben, wenn sie in der Feydeau-Farce triumphieren will.

Jean-François Lefort (Albert Dupontel) ist ein begabter Konzertpianist, international bewundert und auf Jahre hinaus restlos ausgebucht. Am 17. wird er im Konzertsaal nebenan, einem der schönsten weltweit, Beethoven spielen, zusammen mit den besten Musikern, vor einem anspruchsvollen Publikum. Doch alles, wovon Jean-François träumt, sind Einsamkeit, Freiheit und die Chance, vor ganz normalen, unverbildeten Menschen aufzutreten, die seine Musik nicht nur konsumieren, weil es zum guten Ton gehört. Als er seiner Ehefrau Valentine (Laura Morante), die zugleich seine Managerin ist, offenbart, dass er den Klassik-Zirkus nicht mehr erträgt, steuert ihre Beziehung in eine schier unlösbare Krise.

Jacques Grumberg (Claude Brasseur) ist ein Selfmade-Man, der – aus kleinsten Verhältnissen stammend – mit harter Arbeit ein Vermögen angehäuft hat. Daneben interessierte er sich ein Leben lang für die Kunst, suchte und förderte Künstler und plünderte regelmäßig seine Konten, um seine Sammlung wertvoller Kunstschätze zu vervollständigen. Doch am 17. will er alles versteigern lassen, denn er fühlt sein Ende nahen und will nicht, wie er sagt, als "Museumswärter" sterben. Trotzdem blickt er dem Abend, an dem sein Lebenswerk innerhalb weniger Stunden aufgeteilt und in alle Welt versteigert wird, mit gemischten Gefühlen entgegen. Nicht zuletzt deshalb, weil er just in diesen Tagen seinem erwachsenen Sohn Frédéric (Christopher Thompson) wieder begegnet, zu dem er nicht das beste Verhältnis hat.

Jessica (Cecile de France) kommt hoffnungsvoll aus der Provinz nach Paris und will ihr Glück in der Hauptstadt machen, inspiriert von ihrer geliebten Großmutter, Madame Roux, (Suzanne Flon), die ein Leben lang als Toilettenfrau in Pariser Fünf-Sterne-Hotels ihr Geld verdiente und ihrer Enkelin zu sagen pflegt: "Ich konnte es mir nicht leisten, im Luxus zu leben, also habe ich beschlossen, im Luxus zu arbeiten." Doch einen Job und eine Wohnung zu finden, ist schwieriger, als Jessica gedacht hätte. Der Zufall führt sie schließlich in die Bar des Thèatre, ein Bistro, das in unmittelbarer Nähe des Theaters, des Konzertsaals und des Auktionshauses liegt. Da der "Patron" Marcel (Francois Rollin) weiß, dass am 17. in der Avenue Montaigne aufgrund der verschiedenen Veranstaltungen die Hölle los sein wird und ihm Personal fehlt, stellt er Jessica als Aushilfskellnerin ein, zunächst für ein paar Tage zur Probe.

In seinem Lokal verkehren alle – Schauspielerin, Pianist, Concierge, Kunstsammler, der Sohn des einen und die Frau des anderen – um ihre Neurosen zu pflegen oder bei einer Tasse Kaffee oder einem schnellen Steak mit Pommes frites ihrem oft selbstgemachten Stress zu entfliehen. Jessica freundet sich mit dieser Hand voll Menschen an, die aus einer Welt stammen, die sie bis dahin nicht kannte und die sie stets für geradezu paradiesisch gehalten hat. In den aufregenden, ereignisreichen Tagen bis zum 17. wird Jessica, die ihrer scheinbaren Naivität zum Trotz eine gute Menschenkenntnis besitzt und nicht auf den Kopf gefallen ist, so manche Illusionen verlieren.

Doch sie wird auch etwas für die Zukunft lernen: dass es verdammt schwer ist, den perfekten Platz im Leben zu finden. Damit verhält es sich genauso wie im Theater oder Konzertsaal: zu weit weg, verpasst man die Hälfte der Vorstellung, zu nah dran, und man sieht rein gar nichts mehr...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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