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Goethe! - Plakat zum Film

GOETHE!

(D, 2010)

Regie: Phillip Stölzl
Film-Länge: 99 Min.
 
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 Kino-Start:
 14.10.2010

 DVD/Blu-ray-Start:
 18.03.2011

 Pay-TV-Start:
 17.10.2011

 Free-TV-Start:
 22.07.2013

"Goethe!" - Handlung und Infos zum Film:


Straßburg 1772: Der 23-jährige Jura-Student Johann Goethe (Alexander Fehling) hält vom Lernen sehr viel weniger als von Wein, Weib und Gesang. Für das Bürgertum hat er nur Verachtung übrig – vor allem für die schmalzigen Gedichte der in den Salons umschwärmten Poeten. Denn Goethe drängt es, sich selbst als Dichter zu verwirklichen. Mit seinem Herzblut hat er das Drama "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" verfasst, das er nun an einen Verleger in Leipzig schickt.

Weil Johann seine Studien vernachlässigt, fällt er durch die Prüfung. Sein wütender Vater (Henry Hübchen) ist nicht bereit, Johanns offenbar nutzloses Studium weiterhin zu finanzieren. Goethe senior verschafft dem Sohn eine Stellung als Referendar beim Reichskammergericht in Wetzlar. Weil der Götz vom Verleger abgelehnt wird, ist Johann mittellos und muss sich dem Wunsch des Vaters fügen.

In den labyrinthischen Korridoren des Gerichts gerät Johann schnell mit seinem strengen, sachlichen Vorgesetzten Gerichtsrat Kestner (Moritz Bleibtreu) aneinander. Doch schon bald fällt er durch seine Intelligenz auf – er lässt sich durch keine von Kestners Schikanen entmutigen und beeindruckt ihn durch die korrekte Erledigung des kaum zu bewältigenden Arbeitspensums.

Johann freundet sich mit seinem Referendarskollegen Jerusalem (Volker Bruch) an – gemeinsam besuchen sie einen Ball. Dort lernt Johann die beschwipste Lotte Buff (Miriam Stein) kennen, die ihn versehentlich anrempelt – ein großer Weinfleck auf seinem einzigen Anzug ist das Resultat. Der gereizte Wortwechsel der beiden ist kein guter Beginn für eine Bekanntschaft. Johann und Jerusalem nutzen den Abend, um sich zu betrinken.

Doch wenig später erlebt Johann in der Kirche, wie Lotte als begabte Solistin in der Messe singt. Er muss sich und seinem Freund eingestehen, dass ihn die schlagfertige junge Frau nachhaltig beeindruckt. Als Johann und Jerusalem bald darauf einen Reitausflug machen, führt sie ihr Weg nicht zufällig in das Dorf Wahlheim, wo Lotte mit ihrem Vater und ihren zahlreichen jüngeren Geschwistern wohnt.

Die Besucher überraschen Lotte beim Brotbacken, stellen sich gern auf diese Hausarbeit und die kleinen Kinder ein und verleben einen höchst vergnüglichen Tag. Lotte spürt insgeheim, dass sie Johann ebenfalls sehr sympathisch findet. Beide Liebende warten allerdings darauf, dass der jeweils andere den ersten Schritt tut und sich in einem Brief erklärt. So vergehen bange Tage völlig nutzlos. Doch dann halten sie es nicht mehr aus: Gleichzeitig brechen sie auf, um einander zu treffen – Johann reitet nach Wahlheim, Lotte fährt mit ihrem Einspänner nach Wetzlar. Durch einen Zufall verfehlen sie sich auf dem Weg.

In Wetzlar begegnet Lotte dem Gerichtssrat Kestner, der die Familie Buff seit Jahren kennt und die inzwischen herangewachsene Lotte bewundert. Höflich begleitet er sie auf den Markt und bezahlt den Zucker, den sie einkauft. Später gelingt es Lotte, unter einem Vorwand ins Gerichtsgebäude zu kommen. In Johanns verlassener Kammer findet sie mehrere Entwürfe für einen Liebesbrief an sie. Johann kehrt aus Wahlheim zurück. Die beiden genießen ihr Rendezvous in der sommerlichen Natur vor der Stadt. Spielerisch zwingt Lotte den "Dichter", endlich eine Kostprobe seiner Lyrik vorzutragen. Während eines Wolkenbruchs suchen die beiden Schutz in einer malerischen Ruine, wo ihre Liebe erstmals Erfüllung findet.

Unterdessen verliebt sich Jerusalem leidenschaftlich in eine ältere, rothaarige Frau –doch die Geliebte ist bereits verheiratet. Gleichzeitig möchte Johann seiner Lotte eine Freude machen: Er bastelt für sie ein Theater aus Papier, in dem er ihr Lessings "Emilia Galotti" vorführen will, denn sie hat dieses heiß geliebte Stück noch nie auf der Bühne gesehen.

Mittlerweile beschließt Kestner, um die Hand der schönen Lotte anzuhalten, und macht einen offiziellen Besuch bei den Buffs. Weil er mit Johanns Arbeit äußerst zufrieden ist, behandelt Kestner den Referendar inzwischen zuvorkommender und lädt ihn zu einem Jagdausflug ein. Glücklich erzählt er Johann, dass er sich in Kürze verloben wolle, erwähnt dabei aber nicht den Namen der Braut. Johann freut sich für Kestner und gibt ihm Ratschläge, mit welchen Formulierungen er das Herz der Angebeteten erobern könnte.

Kestner bittet Lotte in Gegenwart ihres Vaters (Burghart Klaußner) um ihre Hand. Sie ist überrascht von dem Antrag, wagt ihrem Vater nicht zu widersprechen und willigt ein. Gleich darauf schreibt sie Johann betrübt einen Abschiedsbrief, der ihn aber nicht rechtzeitig erreicht, weil er inzwischen aufgebrochen ist, um der Geliebten das von ihm gebastelte Theater aus Papier zum Geschenk zu machen. So gerät Johann ahnungslos in die festliche Verlobungsfeier im Hause Buff. Als er sich mit der schrecklichen Wahrheit konfrontiert sieht, bewahrt er im letzten Moment Haltung – er lässt sich sein Unglück nicht anmerken und verschwindet bald darauf. Andeutungen der Kinder machen Lottes Vater und auch dem Bräutigam allerdings bald klar, was Johann für Lotte bedeutet. Der alte Buff verbietet seiner Tochter, den Referendar wiederzusehen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 11.11.2009


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