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Hidalgo - 3.000 Meilen zum Ruhm - Plakat zum Film

HIDALGO - 3.000 MEILEN ZUM RUHM

("Hidalgo")
(USA, 2004)

Regie: Joe Johnston
Film-Länge: 136 Min.
 
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DVD:  7.99 EUR
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 Kino-Start:
 08.04.2004

 DVD/Blu-ray-Start:
 26.08.2004

 Pay-TV-Start:
 12.11.2005

 Free-TV-Start:
 03.06.2007

"Hidalgo - 3.000 Meilen zum Ruhm" - Handlung und Infos zum Film:


Die umkämpfte Frontier des Jahres 1890 im Westen Amerikas ist das Zuhause von Frank Hopkins (Viggo Mortensen). Auf seinem treuen Mustang Hidalgo pendelt er zwischen der Welt der weißen Siedler und der Indianer. Denn er fühlt sich beiden Kulturen zugehörig, als Halbblut, Sohn der Tochter eines Häuptlings und eines Armee-Scouts, aufgewachsen auf beiden Seiten – sein Geheimnis, von dem nur wenige Indianer wissen. Als Depeschenkurier der amerikanischen Armee wird er nach Wounded Knee geschickt, um die Nachricht zu überbringen, in der als Antwort auf den Aufstand der Sioux-Indianer deren bedingungslose Entwaffnung angeordnet wird. Hopkins ist bereits wieder auf dem Weg, als er erste Schüsse hört: Aufgrund eines Missverständnisses haben die Soldaten das Feuer eröffnet. Ein unfassliches Morden ist die Folge, das zahllose Männer, Frauen und Kinder der Sioux das Leben kostet.

Hopkins fällt in ein tiefes Loch. Nur mit Alkohol kann er die entsetzlichen Bilder, die sich in seinen Verstand gebrannt haben, verdrängen. Sein grenzenloser Selbsthass führt schließlich dazu, dass er sich der durch die Metropolen tingelnden Westernshow von Buffalo Bill anschließt. Dort wird das erbärmliche Massaker von Wounded Knee allabendlich als Triumph der Zivilisation nachgestellt. Und Frank darf, präsentiert als der weltbester Ausdauerreiter, auf Hidalgo ein paar Kunststücke zum Besten geben, auch wenn er sich vor Trunkenheit zeitweise kaum im Sattel halten kann. Im Zugwagon von Buffalo Bill muss er das Anliegen des stolzen Kriegers Eagle Horn übersetzen, der das Ende der Mustangs beklagt, die im Zuge der Besiedlung des Westens durch reinrassige Pferde ersetzt werden. Buffalo Bill will und kann nicht helfen.

Eine Gruppe von Arabern besucht die Westernshow, nachdem sie von Hopkins gehört haben. Sie fühlen sich in höchstem Maße beleidigt, dass Hidalgo den Titel des ausdauerndsten Pferdes der Welt trägt. Diese Ehre steht, wie sie finden, dem sagenumwobenen Araberhengst des Scheichs (Omar Sharif) höchstpersönlich, Al Hatah, zu. Obwohl sich Hopkins den Gästen gegenüber mehr als despektierlich benimmt, fordern sie ihn heraus: zu einem Belastungsrennen durch die arabische Wüste, durch einen Abschnitt, der den Namen „Ozean des Feuers“ nicht von ungefähr erhalten hat. Dort soll der Amerikaner mit Hidalgo gegen Al Hatah antreten, der noch nie ein Rennen verloren hat. Hopkins lehnt ab. Doch als sich die Kollegen der Westernshow zusammentun und die für die Zulassung zum Rennen nötigen 1.000 Dollar für ihn sammeln, ändert Hopkins seine Meinung: Er sieht in dem Rennen die große Chance, die Albträume der letzten Monate ein für allemal hinter sich zu lassen.

So beginnt die Reise des Cowboys aus der Neuen in die Alte Welt auf einem gewaltigen Kreuzfahrtdampfer. Bei einem Zwischenfall – Frank gerät in eine Auseinandersetzung mit einfachen Arbeitern, die sich über Hidalgo lustig machen – eilt ihm unter anderem die bildschöne Society-Lady Anne Davenport (Louise Lombard) zu Hilfe. Die findet sofort Gefallen an dem schweigsamen Desperado, der große Augen macht, als er erstmals seinen Fuß auf saudi-arabischen Boden setzt: eine fremde Welt, in der er nicht deshalb angefeindet wird, weil er ein Halbblut oder Amerikaner, sondern ein Ungläubiger unter Moslems ist. Doch Frank macht keine Anstalten, sich in irgendeiner Weise anzubiedern, obwohl er der erste Ausländer ist, der an dem Rennen teilnehmen darf. Während der Vorbereitungen zum Rennen bleibt er für sich, unterstützt nur von einem schmächtigen Sklavenjungen und einem alten Ziegenhirten, der vor die Wahl gestellt wurde, sich um den Ungläubigen zu kümmern oder die linke Hand zu verlieren.

Und er sieht zum ersten Mal Al Hatah, ein Musterbeispiel für ein stolzes, edles Pferd. Frank weiß nicht, dass sich um dieses Pferd bereits kleine Tragödien abspielen. Zu gerne würde die aufgeweckte Tochter des Scheichs, Jazira (Zuleikha Robinson), den Hengst bei dem Rennen reiten. Der Vater will jedoch, dass Jazira ihrer Rolle als Frau gerecht wird, und setzt den jungen Prinzen Bin al Reeh (Said Taghmaoui) als Reiter ein.

Der Beginn des Rennens rückt näher, es herrscht höchste Spannung, der Start ist zum Greifen nah. Immer wieder wird Frank gewarnt, dass nur die Ausdauerndsten eine Chance haben, den endlosen Ritt zu überstehen. Doch natürlich lässt er sich nun nicht mehr von dem Wettkampf abbringen. Schon die erste Etappe hat es in sich und fordert die ersten Opfer. Nur im letzten Moment kann Frank einem verheerenden Sandsturm entfliehen – und verliert dabei all seine Wasserreserven. Dennoch schafft er es durch den Glutofen der Wüste. Er gehört zu den 39 Reitern, die abends in der Zeltburg ankommen, und sichert sich damit ersten Respekt der Konkurrenten. Vor allem aber hat er einen bleibenden Eindruck bei Jazira hinterlassen, die eine Seelenverwandtschaft zu Hopkins verspürt und sich ihm anvertraut…

Der große Abenteuerfilm lebt – zumindest für gut zwei Stunden. Nach seinen Ausflügen in den "Jurassic Park" hat der Spielberg-Protegee Joe Johnston für seine nächste Regie-Arbeit ein klassisches Drama in den (Wüsten-)Sand gesetzt. Das ist nicht ganz wörtlich zu nehmen, denn richtig schlecht ist der Film nicht, in einigen Passagen nimmt er den Zuschauer durchaus mit auf die Reise des Hauptdarstellers in die "weite Welt". Allerdings weist er dabei auch einige unübersehbare Längen auf, die das "Erlebnis Abenteuer" dann doch ganz empfindlich stören…


Die Redaktions-Wertung:55 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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