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Ich bin dann mal weg - Plakat zum Film

ICH BIN DANN MAL WEG

(D, 2015)

Regie: Julia von Heinz
Film-Länge: 90 Min.
 
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 Kino-Start:
 24.12.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 09.06.2016

 Pay-TV-Start:
 08.01.2017

"Ich bin dann mal weg" - Handlung und Infos zum Film:


Als der gestresste Entertainer Hape (Devid Striesow) auf der Bühne zusammenbricht, rät ihm der Arzt dringend, einige Monate total auszuspannen. Widerwillig legt Hape eine Zwangspause ein und beschließt, wie Shirley MacLaine vor ihm auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela zu wandern. Auf die verblüffte Frage seiner Agentin Dörte (Annette Frier) ("Glaubst Du denn an Gott?") erinnert sich Hape an seine Kindheit, seine gläubige "Omma", die ihm über den Tod seiner Mutter hinweghalf, und an den Pfarrer, der ihm die kindlichen Fragen nach dem "stets gerechten, aber unergründlichen Gott" zu beantworten versuchte.

Im französischen Saint-Jean-Pied-de-Port lernt Hape zwei Pilgerinnen kennen: die zurückhaltende, in Schweden lebende Stella (Martina Gedeck) und die beherzte englische Journalistin Lena (Karoline Schuch) – beide geben ihm gute Ratschläge. Doch schnell verliert er sie aus den Augen. Die Furcht vor den ihm bevorstehenden 782 Kilometer zu Fuß überwindet Hape mit der Resolution: "Ich weiß keine Antworten. Ich suche noch nach der passenden Frage." Jedenfalls entscheidet er sich eindeutig: "Ich werde laufen!" Die erste Etappe führt ihn bei Nebel und strömendem Regen über die Pyrenäen.

Steile Aufstiege und Blasen an den Füßen lassen den Nicht-Sportler Hape bald an seiner Aktion zweifeln. Er relativiert sein Vorhaben und fährt teilweise per Anhalter und per Bus weiter. Den billigen Pilgerherbergen zieht er saubere und ruhige Hotels vor. Immer wieder trifft er Stella und Lena, doch als er sie fragt, ob sie nicht gemeinsam wandern wollen, halten sie ihn auf Distanz.

Bald fühlt sich Hape so einsam, dass er doch in einer der überfüllten Pilgerherbergen Gesellschaft sucht und übernachtet, aber die unangenehme Nähe zu den vielen Menschen (und Kakerlaken) lassen ihn flüchten. In der kargen Landschaft trifft er den südamerikanischen Lebenskünstler Americo, der irgendwie auch ohne Rucksack durchs Pilgerleben kommt, von den Vorzügen der Deutschen schwärmt und Hape "richtiges Atmen" beibringt. Als Hape Stella wieder trifft, schenkt er ihr, die jede Nacht im eigenen Zelt schläft, seine überflüssige Iso-Matte. Sie erzählt, dass sie den Jakobsweg schon mehrfach gelaufen ist, ihn zuletzt mit ihrer Tochter begonnen, aber nicht abgeschlossen hat.

Nachts im Hotel schießen feiernde Jugendliche eher zufällig auf Hape – damit erreicht die Stimmung des Pilgers die absolute Talsohle: Er plant, den Weg abzubrechen, trifft dann aber wieder auf Americo, Lena und Stella, die ihn rigoros zur Raison bringen. Die deprimierte Stella gesteht, dass sie die Pilgerschaft im Andenken an ihre an Krebs gestorbene Tochter wiederholt. Gleichzeitig lässt sich nicht nur Stella am Wegrand auf einen One-Night-Stand ein – auch die übrigen Bekanntschaften wissen von einschlägigen erotischen Abenteuern zu berichten.

Als Hape den berühmten Hügel passiert, an dem unzählige Pilger einen Stein und sicher auch andere Lasten "abgeladen" haben, begegnet er sich selbst in Kindergestalt – ein tiefes spirituelles Erlebnis. Hape hat durch den Weg tatsächlich zu sich selbst gefunden und weiß jetzt: "Ich komme allein klar." Als ob dies eine Initialzündung war, akzeptieren ihn Stella und Lena nun als Weggefährten. Denn gleich darauf gelingt es ihm, Lena vor zwei zudringlichen Pilgern zu bewahren. Doch sie hält auch Hape für einen Aufreißer, bis er ihr endlich gesteht, dass er schwul ist. Dadurch wird das Verhältnis der beiden deutlich herzlicher – sie übernachten sogar im selben Zimmer

Da Hapes Begleiterinnen nicht in Deutschland leben, wissen sie nichts von seiner Popularität dort. Erst als er von Fans erkannt und um gemeinsame Fotos gebeten wird, beginnt Lena zu ahnen, mit welch hochkarätigem Star sie wandert. Kurz darauf finden sie Stella, die sich bei einem schweren Sturz verletzt hat. Nach ihrer Versorgung beim Arzt mietet Hape ein Ferienhaus, in dem die drei sich ausruhen, unbeschwerte Stunden verbringen und ihre Freundschaft feiern. Laut Hape ist das Leben "wie ein Kinofilm: Der Film läuft, aber die Vorführung ist beschissen. Kaum jemand ahnt, wie toll der Film ist. Das merkt man erst hier auf dem Jakobsweg".

Doch Stella ist nach wie vor deprimiert, denn niemand kann ihr die Tochter zurückgeben. Die ständigen Anrufe ihres Mannes ignoriert sie. Als sie erneut die Pilgerschaft abbrechen will, stimmt Hape sie mit der Frage um: "Würde deine Tochter dich jetzt nach Hause fahren lassen?" Und als die drei endlich vor der Kathedrale in Santiago stehen, haben sie alle verstanden: "Der Weg nimmt Dir alle Kraft – und gibt sie dreifach zurück"...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 03.11.2015


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