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Italienisch für Anfänger - Plakat zum Film

ITALIENISCH FüR ANFäNGER

("Italiensk for begyndere")
(DK, 2000)

Regie: Lone Scherfig
Film-Länge: 108 Min.
 
"Italienisch für Anfänger" auf DVD bestellen
DVD:  8.99 EUR
  


 Kino-Start:
 17.01.2002

 DVD/Blu-ray-Start:
 01.10.2002

 Pay-TV-Start:
 03.12.2003

 Free-TV-Start:
 24.10.2004

"Italienisch für Anfänger" - Handlung und Infos zum Film:


Als der junge Pastor Andreas (Anders W. Berthelsen) in einen Vorort von Kopenhagen versetzt wird, begreift er sehr schnell, dass er vor einer schwierigen Mission steht: Sein Vorgänger, der alte Pastor Wredmann (Bent Mejding), hat, wie er selbst, kürzlich seine Ehefrau verloren. Doch anders als Andreas, der durch den Glauben sich und anderen Halt zu geben sucht, ist Wredmann durch diesen Verlust in eine schwere Glaubens- und Lebenskrise geraten. Zu allem Überfluss macht er dem neuen Pastor das Leben zusätzlich unnötig schwer, indem er seine ohnehin nur spärlich besuchten Gottesdienste durch höhnische Kommentare stört.

Da das Pfarrhaus noch von Pastor Wredmann blockiert wird, ist Andreas gezwungen, sich ein Zimmer im Hotel zu nehmen. Dort trifft er auf den schüchternen Hotel-Portier Jörgen Mortensen (Peter Gantzler), der ihn von der ersten Minute an in seine Sorgen und Nöte einweiht: Jörgen hat von seinem Chef den Auftrag bekommen, Hal-Finn (Lars Kaalund), dem jähzornigen und raubeinigen Manager des schäbigen kleinen Restaurants im Sport-Stadion zu kündigen, weil er die Gäste unhöflich behandelt. Doch Jörgen bringt es nicht übers Herz, diesen Auftrag auszuführen, da Hal-Finn sein bester Freund ist. Statt dessen sucht er Hal-Finn auf und fordert ihn auf - sich einen neuen Haarschnitt zuzulegen ...

Andreas hat sich unterdessen bei Karen (Ann Eleonora Jörgensen), der unkonventionellen Friseurin des Ortes, die Haare schneiden lassen. Dabei konnte er beobachten, wie Karen von ihrer schwer alkoholkranken Mutter um Geld angebettelt wurde. Auch Olympia (Anette Stövelbaek), die in der örtlichen Bäckerei aushilft, hat einen Sorgenfall zu Hause: Ihr kranker Vater sitzt den ganzen Tag stumpfsinnig vor dem Fernseher und erwacht nur dann so richtig zum Leben, wenn er an ihr herummäkeln kann. Ständig vergleicht er sie mit ihrer Mutter, einer angeblichen italienischen Opernsängerin, die Olympia jedoch nie kennen gelernt hat, weil diese die Familie im Stich gelassen haben soll. Doch auch ohne diesen notorisch schlecht gelaunten Vater hat Olympia genug zu kämpfen, denn sie leidet seit ihrer Geburt an feinmotorischen Schwierigkeiten, die ihr ständig Ungeschicke passieren lassen.

Als Olympia erfährt, dass in der Gemeinde ein Italienisch-Kurs angeboten wird, beschließt sie, den Einwänden ihres Vater zum Trotz, einmal in der Woche abends dort hinzugehen. Doch gleich bei ihrer ersten Italienisch-Stunde passiert ein Unglück, das alle guten Pläne und Vorsätze wieder in Frage stellt: Marcello (Carlo Barsotti), der temperamentvolle Lehrer, erleidet eine Herzattacke. Auch Hal-Finn geht zum Haare-Schneiden zu Karen, wie er es Jörgen Mortensen versprochen hat, aber da Karen auch bei seinem Besuch von ihrer kranken Mutter gestört wird, zieht Hal-Finn unverrichteter Dinge wieder ab. Im Stadion-Restaurant trifft er auf seinen Freund Jörgen Mortensen, der ihm sein drängendstes Problem, seine Impotenz, anvertraut, weil er sich einen guten Rat von Hal-Finn erhofft - der kann ihm allerdings nicht weiterhelfen. Giulia (Sara Indrio Jensen), die italienische Kellnerin im Stadion-Restaurant, hingegen, die das Gespräch der beiden Männer heimlich mitangehört hat, ist sicher, dass es nur ein Heilmittel für Jörgen gibt: Die richtige Frau. Und hat sich selbst dabei im Sinn, denn sie ist heimlich in Jörgen Mortensen verliebt...

"Italienisch für Anfänger" ist ein weiterer Film der Gruppe "Dogma 95", einem Filmregisseur-Kollektiv, gegründet 1995 in Kopenhagen, als "Rettungsaktion, um bestimmten Tendenzen im modernen Kino entgegenzuwirken". Dogma 95 bekämpft das Autoren-Konzept, Maske, Illusionen und dramaturgische Vorhersehbarkeit. So darf u.a. nur an Originalschauplätzen gedreht werden, es gibt keine Nachsynchronisationen, keine zusätzlichen Beleuchtungen und es wird ausschließlich mit Handkamera gefilmt. Das Ergebnis steht in der Tradition des "klassischen" Autorenkinos, wo noch die Handlung (die nicht immer opulent umgesetzt sein muss - in diesem Fall gar "nicht darf") im Vordergrund steht. So bleibt das Ergebnis aber leider auch recht unspektakulär und (in diesem Fall) beliebig.


Die Redaktions-Wertung:40 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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