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John Q - Verzweifelte Wut - Plakat zum Film

JOHN Q - VERZWEIFELTE WUT

("John Q")
(USA, 2002)

Regie: Nick Cassavetes
Film-Länge: 118 Min.
 
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 Kino-Start:
 13.06.2002

 DVD/Blu-ray-Start:
 12.12.2002

 Pay-TV-Start:
 10.01.2004

 Free-TV-Start:
 30.01.2006

"John Q - Verzweifelte Wut" - Handlung und Infos zum Film:


Der Tag fängt schlecht an: Fabrikarbeiter John Quincy Archibald (Denzel Washington) ist mit den Ratenzahlungen im Rückstand - sein Wagen wird abgeholt. Seine Frau Denise (Kimberley Elise) ist sauer, auch als John ihr erklärt, dass er entweder das Haus oder das Auto abbezahlen konnte - da war ihm das Haus wichtiger. Mehr ist im Augenblick nicht drin, denn John hat zwar eine feste Stelle in der Fabrik, bringt aber wegen Kurzarbeit zu wenig Lohn nach Hause. In seiner Freizeit sucht John einen zweiten Job, doch wer hat schon eine Chance, wenn sich 400 Kandidaten auf eine einzige Stelle bewerben? John ist zwar ein erfahrener Arbeiter, wird aber als "überqualifiziert" abgelehnt.

Johns neunjähriger Sohn Mike (Daniel E. Smith) bietet dem Vater die 45 Dollar an, die er zusammengespart hat. Doch John verspricht ihm, dass sie die Durststrecke auch ohne Mikes Opfer überstehen werden. Nach dem Gottesdienst in der Kirche ist ein Baseball-Match angesagt, bei dem Mike mitspielt. Die Eltern sitzen auf der Tribüne und feuern ihn an. Plötzlich, während Mike gerade die Chance bekommt, einen Homerun zu vollenden, bricht er auf dem Spielfeld ohnmächtig zusammen. John und Denise bringen ihn sofort ins Chicagoer Hope Memorial Hospital. Nach der Untersuchung eröffnen die Direktorin Rebecca Payne (Anne Heche) und Herzspezialist Dr. Turner (James Woods) den fassungslosen Eltern, dass Mike unter einer schweren Herzkrankheit leidet und in akuter Lebensgefahr schwebt. Dr. Turner formuliert die Alternativen: Herztransplantation oder baldiger Tod.

Rebecca Payne ist bereits über die finanzielle Situation der Archibalds im Bilde. Obwohl Dr. Turner zur Transplantation rät, muss sie die Behandlung ablehnen, denn Johns Krankenversicherung zahlt die extrem kostspielige Operation nicht. John traut seinen Ohren kaum, denn er hat immer seine Beiträge gezahlt. Doch bei der Versicherung erfährt er, dass er kürzlich heruntergestuft worden ist: Obwohl er eine feste Stelle hat, zählen für die Versicherung nur die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden - bei Kurzarbeit hat John den schwarzen Peter und kann im Höchstfall mit 20.000 Dollar Unterstützung rechnen - das Krankenhaus verlangt aber mindestens ein Drittel der 250.000 Dollar als Anzahlung, also 75.000 Dollar. Wohlmeinende Freunde raten ihm, bei verschiedenen Organisationen seinen prekären Fall zu schildern und Zuschüsse zu beantragen. Mit Denise geht er also Klinken putzen, aber Erfolg hat er damit nicht. Mittlerweile sammeln seine Freunde und Kollegen, um die Archibalds zu unterstützen, John macht die letzten spärlichen Wertsachen zu Geld, die ihm noch bleiben. So kommen 6000 Dollar zusammen - ein Tropfen auf den heißen Stein.

Obwohl John diese Summe als Anzahlung leistet, beschließt die Direktion des Krankenhauses, Mike nach Hause zu entlassen, weil keine Änderung der Situation zu erwarten ist. Mike geht es zunehmend schlechter, und die verzweifelte Denise fordert ihren Mann auf, etwas zu tun. In der ausweglosen Situation sucht John Dr. Turner im Krankenhaus auf und stellt ihn zur Rede. Er verspricht Turner hoch und heilig, das Geld aufzubringen - nur muss Mike sofort geholfen werden. Turner erklärt, er könne der Direktion zwar Empfehlungen machen - aber Entscheidungen trifft er nicht. Er sichert John sogar zu, auf sein beträchtliches Honorar zu verzichten - aber auch das vermindert die Kosten nur geringfügig. Plötzlich zieht John eine Pistole und bedroht Turner, nimmt die Patienten und das Personal in der Notaufnahme als Geiseln und verriegelt die Türen mit Ketten. Die Notfall-Patienten müssen sofort behandelt werden - also befiehlt John Dr. Turner, sein Bestes zu geben. Ein Krankenwagenteam liefert einen Mann mit Bauchschuss ein. John lässt den Verletzten herein, jagt aber die Helfer fort und verriegelt die Tür wieder. Er zwingt Turner, die lebensbedrohliche Schusswunde zu versorgen.

Die Krankenwagenfahrer haben inzwischen die Polizei alarmiert. Ein Spezialteam unter Leitung von Lieutenant Frank Grimes (Robert Duvall) riegelt das Krankenhaus ab. Über das Walkie-Talkie des Wachmanns Max (Ethan Suplee), der sich in Johns Gewalt befindet, nimmt Grimes Kontakt zu John auf und erfährt dessen Forderung: Direktorin Rebecca Payne soll Mike auf die Liste der Herztransplantationspatienten setzen. Polizeichef Monroe (Ray Liotta) erscheint vor dem Krankenhaus und bespricht die Lage mit Grimes. Monroe will demnächst wiedergewählt werden und erwartet, dass Grimes den Geiselnehmer unverzüglich ausschaltet, weil unschuldige Geiseln in Lebensgefahr schweben. Grimes verweigert ein gewaltsames Vorgehen - er hat langjährige Erfahrungen mit derartigen Situationen. John lässt eine in den Wehen liegende Frau, ihren Mann und eine Frau mit ihrem Säugling frei, wiederholt aber an Grimes' Adresse nachdrücklich seine Forderung: Wenn Rebecca Payne nicht innerhalb einer Stunde Mikes Behandlung zusagt, will John eine Geisel töten...

Wenn man den Titel liest, sich das Plakat anschaut und den Namen des Hauptdarstellers hört, ist das Vorurteil klar: Ein weiteres „Ich-bin-ein-Farbiger Rassendrama“ – weit gefehlt. „John Q.“ ist eine Anklage gegen das Sozialsystem der Amerikaner, in dem weiterhin über 50 Millionen Menschen nicht krankenversichert sind; fast jeder kennt diesen Missstand, aber niemand behebt ihn. Gleichzeitig ist es ein faszinierendes Vater-Sohn-Drama, das zeigt, wie weit ein verzweifelter Familienvater gehen kann, um seinem Sohn das Überleben zu sichern. Denzel Washington ist in der Titelrolle dabei die Idealbesetzung: Bewegend, wie er mal den starken, kämpferischen Helden, dann wieder den verzweifelten „großen Jungen“ spielt. Mit ihm steht und fällt der Film – und insgesamt „steht“ er…


Die Redaktions-Wertung:70 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 18.01.2004


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