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Kalte Füße - Plakat zum Film

KALTE FüßE

(D/A, 2018)

Regie: Wolfgang Groos
Film-Länge: 110 Min.
 
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 Kino-Start:
 10.01.2019

 DVD/Blu-ray-Start:
 12.09.2019

"Kalte Füße" - Handlung und Infos zum Film:


Denis (Emilio Sakraya) hat ein ernstes Problem. Nicht nur, dass seine Freundin Tasha (Ischtar Isik) ihn vor die Tür gesetzt hat. Sein Geschäftskapital, einen ganzen Karton mit gezockten Handys, hat sie ihm direkt durchs Fenster hinterhergeworfen – alles Schrott. Notgedrungen zieht Denis wieder bei seiner Mutter Sandra (Jasmin Gerat) ein, hat seine kleinen Geschwister Maya und Sami am Hals und keinen Schimmer, wie er jetzt die Schulden bei seinem Boss Adam (Aleksandar Jovanovic) abbezahlen soll. Sandra hofft immer noch, dass ihr vorbestrafter Junior zur Vernunft kommt und sich endlich einen sinnvollen Job wie ihren sucht: Sie arbeitet als Altenpflegerin. Doch die Stellenanzeige, die seine Mutter ihm hinlegt, ignoriert Denis geflissentlich. Wer will denn bitte „Rentnerwender“ werden?

Kommissaranwärterin Charlotte (Sonja Gerhardt) freut sich auf die Skiferien, direkt nach der letzten Stunde geht es mit der Clique los. Charlotte ärgert sich noch immer darüber, dass ihr Freund Sebastian sie vor allen anderen mit seinem Schulterwurf bloßgestellt hat. Noch bevor die Clique in Charlottes voll bepacktes Auto einsteigt und die Reise antreten kann, klingelt ihr Handy. Es ist ihre Mutter, schlechte Neuigkeiten: Charlottes Großvater Raimund hatte einen Schlaganfall und wird einen Tag früher aus dem Krankenhaus entlassen als geplant. Nun ist niemand da, der sich um ihn kümmert. Die Haushälterin hat gerade gekündigt, der Krankenpfleger kommt erst morgen. Charlotte protestiert: Die Familie ist zerstritten, sie hat ihren Großvater seit zehn Jahren nicht gesehen. Außerdem will sie doch in den Urlaub. Aber wie immer bei ihr siegen Vernunft und Pflichtbewusstsein. Sebastian fährt schon mal mit ihrem Auto und dem ganzen Gepäck los, Charlotte soll dann eben mit dem Mietwagen nachkommen. Den freigewordenen Platz neben Sebastian schnappt sich prompt Lisa, die ziemlich offensiv mit Sebastian flirtet. Na toll.

Denis hat zähneknirschend seine Geschwister zur Schule gebracht, als ihm Adams Gorilla René (Alexander Czerwinski) auf der Straße auflauert. Der Fluchtversuch misslingt, wenig später sitzt Denis im Cadillac von Adam. Und der hat schon einen Plan, wie Denis sein Liquiditätsproblem lösen könnte. Adam und René entführen Denis zu einem kleinen Landausflug: Er soll eine schön einsam gelegene Villa ausräumen. Der Hausherr hat einen Schlaganfall erlitten und liegt im Krankenhaus, freie Bahn also. Leichte Beute, alles easy. Der Sanitäter (CrispyRob) liefert Raimund Groenert ( Heiner Lauterbach) zu Hause ab wie ein Paketzusteller – er stellt ihn einfach ab. Groenerts Ex-Haushälterin Frau Metzler will eigentlich gerade gehen und ist kurz konsterniert, bricht dann aber trotzdem ungerührt auf. Der kaltschnäuzige, tyrannische Groenert hat sie zu schlecht behandelt, als dass sie jetzt Mitleid für ihn übrig hätte. Eine Nacht wird er wohl allein überstehen, morgen kommt ja dann auch der Pfleger. Den Haustürschlüssel legt Frau Metzler unter die Fußmatte... :wo Denis ihn sofort findet, als Adam und René ihn vor der Villa absetzen. Den Wandtresor entdeckt er genauso schnell, übersieht aber Schäferhund Max, bis der sich knurrend vor ihm aufbaut – und Herrchen Raimund. Der dürfte doch gar nicht hier sein! Durchs Fenster schimmert Blaulicht. René gibt sofort Gas, als er den Streifenwagen kommen sieht. Denis sitzt in der Falle. Da öffnet sich auch schon die Haustür. Charlotte hatte eine Autopanne, Dorfpolizist Frank (Michael Ostrowski) hat sie an der Villa abgesetzt. Sie kennen sich von früher, als Kind war Charlotte oft bei ihren Großeltern zu Besuch.

Denis ist völlig perplex, aber seine Anwesenheit wird überhaupt nicht hinterfragt: Charlotte ist heilfroh, dass der Krankenpfleger doch schon da ist. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Wie soll er hier auch wegkommen? Sein Handy hat Adam einkassiert. Denis hat kein Auto, kein Geld, nicht mal eine warme Jacke dabei. Draußen hat es angefangen zu schneien. Raimund bringt nur ein Stöhnen heraus, seine verzweifelten Handzeichen kann Charlotte nicht deuten. Sie bleibt über Nacht. Morgen früh holt sie dann den Wagen aus der Werkstatt und kann endlich in den Urlaub starten. Denis muss den widerstrebenden Raimund wohl oder übel ins Bett bringen. Charlotte hat dem Pfleger erst mal Omas altes Zimmer zugewiesen – und vor der Tür wacht Max. Denis hat keine Chance, sich heimlich den Tresor vorzunehmen und abzuhauen.

Am nächsten Morgen hat der Hund seinen Posten endlich verlassen und Denis schleicht zur Eingangstür. Als er sie vorsichtig öffnet, kommt ihm eine Lawine entgegen. Über Nacht sind gut anderthalb Meter Schnee gefallen, und es schneit weiter. Die Villa ist von der Außenwelt abgeschnitten. Als auch noch der Strom ausfällt, schickt Charlotte Denis in den Schuppen. Dort müsste ein Generator sein, der das Haus in Notfällen versorgt. Das weiß sie noch von früher, einmal saß ihr Opa eine ganze Woche hier fest.

Doch erst mal geht es mit Raimund in den Nahkampf: Der Hausherr müffelt und muss gebadet werden. Raimund rächt sich an dem dreisten Eindringling, so gut er kann. Denis nimmt ein höchst unfreiwilliges Vollbad und deckt sich mit trockenen Klamotten aus Omas Zimmer ein.

Bei der nächsten Gelegenheit macht sich Denis am Safe zu schaffen, was Wachhund Max auf den Plan ruft. Als er sich vor dem überaufmerksamen Schäferhund auf den Küchenschrank rettet, fallen Denis diverse Pillenschachteln entgegen. Das bringt ihn auf die rettende Idee: Er serviert Max ein Stück Wurst mit Tablettenkrokant. Ob sich so auch Raimund ruhigstellen lässt? Charlotte telefoniert im Obergeschoss mit ihrem Freund auf der Skihütte, als Denis dem Hausherrn ein ganz spezielles Mixgetränk bringt – und erstarrt: Der passionierte Jäger Raimund hat irgendwie den Waffenschrank aufbekommen und balanciert eine Schrotflinte auf der Armlehne seines Rollstuhls.

Als Charlotte den Schuss hört, stürmt sie ins Wohnzimmer uns sieht ihren Großvater und Denis mit der Schrotflinte. Sie ist entsetzt, deutet die Situation aber wieder völlig falsch: Sie denkt, dass Raimund seinem Leben ein Ende setzen wollte. Charlotte ist erschüttert. Auch weil sie feststellt, dass Opa ihr keineswegs egal ist. Dass sie zehn Jahre keinen Kontakt hatten, ist plötzlich unwichtig.

Langsam bekommt der vermeintliche Lebensretter Denis ein schlechtes Gewissen und beschäftigt sich endlich mit dem Generator. Dabei entdeckt er einen Berg Pakete, liebevoll verpackt und mit Kärtchen versehen, auf denen "Charlotte" steht. Offenbar lauter Geschenke, die der angeblich so herzlose Raimund seiner Enkelin nie gegeben hat. Denis findet außerdem eine Bohrmaschine, mit der er den Tresor aufbekommen könnte. Während er noch überlegt, ist der Strom wieder da. Im Wohnzimmer bemerkt Charlotte das blinkende Licht am Anrufbeantworter und drückt Play: Der Krankenpfleger hat angerufen und kündigt an, dass er morgen Abend eintreffen werde. Charlotte ist verwirrt, Raimund starrt sie finsterer und eindringlicher an denn je. Endlich fällt bei Charlotte der Groschen. Und sie entdeckt den schlafenden Max. Dieser Irre hat den Hund umgebracht!

Denis hat sich gegen die Bohrmaschine entschieden und steht stattdessen mit Brennholz und einer Axt in der Tür. Panisch rennt Charlotte los, hinauf in ihr Zimmer und steigt durchs Fenster aufs Vordach. Denis rennt ihr hinterher und bekommt sie gerade noch zu fassen, als Charlotte abrutscht und ihn mitreißt. Nun sitzen beide draußen im Schnee – vor verschlossener Tür. Raimunds E-Rollstuhl haben sie nach dem Zwischenfall mit dem Gewehr vorsichtshalber ausgestöpselt, damit er keine Dummheiten mehr macht. Mit Denis' Hilfe klettert Charlotte übers Vordach zurück durchs Fenster – und lässt ihn draußen stehen. Bald plagt sie das schlechte Gewissen, der erfriert ja in der Kälte. Andererseits wäre sie die schlechteste Polizistin der Welt, wenn sie den Einbrecher wieder ins Haus lässt, oder? Das findet Raimund auch. Vor der Tür flucht Denis, der lebende Eiszapfen. Endlich überwindet Charlotte sich und öffnet. Vor ihrem inneren Auge läuft noch mal die letzte Stunde in der Polizeischule vor den Ferien ab, sie geht auf Denis los und will ihn mit einem Schulterwurf außer Gefecht setzen. Das klappt leider genauso wenig wie ihr Versuch, ihn zu fesseln. Entnervt gibt sie auf, Denis amüsiert sich köstlich. Die beiden schließen Waffenstillstand, jetzt gibt es erst mal was zu essen. Diesmal bringt Charlotte ihren Großvater selbst ins Bett. Charlotte und Denis sitzen vor dem brennenden Kamin im Wohnzimmer und trinken Bier. Nach der ganzen Aufregung ist die Stimmung gelöst. Charlotte erfährt, dass Denis zu dem Einbruch gedrängt wurde. Er warnt sie vor Adam und René, mit denen sie bestimmt nicht fertig wird. Davon konnte er sich ja vorhin selbst überzeugen. Das lässt Charlotte nicht auf sich sitzen. Was sie nämlich richtig gut kann, ist Skifahren – und das bringt sie Denis gleich jetzt und hier bei: am Hang nahe der Villa, wo sie es selbst als Kind gelernt hat. Und diesmal ist Denis der Loser. Als sie den Hang wieder hinauf stapfen, entwickelt sich eine ausgelassene Schneeballschlacht, mit Einseifen und Ringen im Schnee. Da sind Charlotte und Denis einander plötzlich ganz nah, die Albernheit ist verflogen. Sie küssen sich.

Der Morgen danach. Denis hat Frühstück gemacht und Raimund beim Aufstehen geholfen, als Charlotte aufwacht. Denis scherzt über die "Versöhnung" der beiden, was Raimund gar nicht in den Kram passt. Charlotte ist peinlich berührt, doch Denis versteht nicht, warum sie Raimunds Meinung überhaupt interessiert – Charlotte wird ihren Großvater die nächsten zehn Jahre doch sowieso wieder nicht sehen. Da platzt Charlotte der Kragen und Denis erfährt die ganze Geschichte: wie Raimund nach Omas Tod immer grimmiger wurde, bis er nach einem heftigen Streit mit Charlottes Mutter den Kontakt abgebrochen hat. Der Auslöser war eine ‚harmlose‘ Terrasse, die Raimund ohne Genehmigung angebaut hatte – und wieder abreißen musste. Was seine Tochter, die Rechtsanwältin, per Anzeige erwirkt hatte. Danach war auch Charlotte nicht mehr erwünscht. Denis ist fassungslos, Charlotte beleidigt, dass er den ganzen Familienzwist total kindisch findet.

Sie werden vom lauten Brummen des Schneepflugs unterbrochen, der sich den Weg zur Villa bahnt. Die Straße ist also wieder frei. Jetzt müsste der Krankenpfleger bald eintreffen und Charlotte kann endlich aufbrechen. Sie geht nach oben und packt ihre Sachen. So lässt Denis sie aber nicht ziehen: Er holt die Geschenke aus dem Schuppen und baut sie im Wohnzimmer auf. Raimund ist genauso überrascht und gerührt wie seine Enkelin.

Während sich Charlotte und ihr Großvater in den Armen liegen, stiehlt sich Denis davon und marschiert die Landstraße entlang. Der Fahrer des Schneepflugs nimmt ihn ein Stück mit, als ihnen ein Auto entgegenkommt. Denis erkennt Adams Cadillac sofort, hechtet aus dem Skimobil und rennt den Weg zurück, so schnell er kann. Als er die Villa erreicht, parkt der Gangster-Caddy schon in der Auffahrt...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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