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Klang der Stille - Plakat zum Film

KLANG DER STILLE

("Copying Beethoven")
(USA/D, 2006)

Regie: Agnieszka Holland
Film-Länge: 104 Min.
 
"Klang der Stille" auf DVD bestellen
DVD:  8.99 EUR
  


 Kino-Start:
 05.04.2007

 DVD/Blu-ray-Start:
 30.08.2007

 Free-TV-Start:
 10.04.2009

"Klang der Stille" - Handlung und Infos zum Film:


Wien im Jahre 1824: Kurz vor der Premiere von Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie ist die Partitur noch nicht fertig. Die Wiener bevorzugen die frivole italienische Oper und wenden sich von dem als Mensch und Musiker unberechenbaren Maestro ab. Der an Krebs leidende Musikverleger Wenzel Schlemmer (Ralph Riach) benötigt dringend eine Hilfe, die Beethovens Entwürfe in Form bringt. Statt eines jungen Mannes stellt sich eine junge Frau vor: Anna Holtz (Diane Kruger), die beste Studentin am Konservatorium. Erst einmal weist Schlemmer sie ab, weil er mit Beethovens Ablehnung rechnet. Doch da nur noch wenige Tage bleiben, engagiert der Kranke sie in seiner Not, nicht ohne sie eindrücklich vor dem "Monster" Beethoven und seiner schlechten Reputation zu warnen.

In diesem Moment stürmt Beethoven (Ed Harris) in den Raum und macht Schlemmer tobend Vorwürfe. Anna versteckt sich hinter dem Vorhang und beobachtet den unbeherrschten Mann in einer Mischung aus Faszination, Abscheu und Erschrecken. Eigentlich will sie die Aufgabe schon hinwerfen, aber dann lauscht sie ihrer inneren Stimme und beginnt, fein säuberlich Note für Note aufs Papier zu bringen. Anschließend macht sich Anna auf den Weg zum Maestro und klopft an die Tür. Die Nachbarin fordert sie auf, hineinzugehen, da Beethoven wegen seiner Taubheit kaum noch etwas hört. In der durch Kerzenschein erleuchteten Wohnung sitzt der große Komponist am Klavier und singt "Seid umschlungen Millionen". Er hält sie für eine Botin, nimmt die Partitur in Empfang und will sie wegschicken, denn er kann im ersten Moment nicht verstehen, dass ausgerechnet sie, eine junge und hübsche Frau, ihm helfen soll.

Fast verachtungsvoll betrachtet er die Notenblätter und entdeckt einen Fehler, eine Verwechslung von B-Dur und b-Moll. Anna lässt sich nicht einschüchtern und glaubt, er habe bewusst einen Fehler gemacht, um Schlemmer zu testen. Das Musikgenie findet urplötzlich Gefallen an der 23-Jährigen, fragt sie nach ihrem Namen und fordert sie auf, bis nach seiner Rückkehr vom Abendessen mit Freunden auf ihn zu warten, um dann gemeinsam die Arbeit anzugehen. Er gibt sich charmant, verspricht Ordnung zu schaffen und erzählt ihr von seinem Neffen Karl, den er abgöttisch liebt. In einem seltenen Anfall von Selbsterkenntnis gibt er zu, dass er eine schwierige Persönlichkeit ist.

In der Gastwirtschaft beweist er Sitzfleisch, will nicht so richtig nach Hause, obwohl dort eine junge Frau auf ihn wartet, wie er stolz erzählt. Aber auch Unsicherheit und Irritation machen sich bemerkbar - die Angst, dass sie etwas an seiner Musik oder gar in seinem Leben ändert. Die Einsamkeit nennt er seine Religion, doch er fühlt, dass die Verbindung zu Anna ihn aus seiner durch Krankheit und Taubheit gewählten Isolation herausholen kann. Als er zu nächtlicher Stunde angeheitert nach Hause wankt, erwartet ihn Anna auf der Straße, Ratten haben sie aus der Wohnung getrieben. In ungewohnter Liebenswürdigkeit bestellt ihr Beethoven eine Kutsche, die sie ins Kloster zurückbringt. Anna steht unter der Obhut ihrer Tante, der Äbtissin, die über ihre Tugend wacht und entsetzt ist, dass sie sich in den Dienst eines Exkommunizierten stellt. Die Ältere gibt ihr den Rat, sich nicht in Träume zu verlieren, denn die könnten wunderbar, aber auch gefährlich sein.

In ihrem Zimmer findet Anna ihren Verlobten Martin Bauer (Matthew Goode) am Fenster, dem sie mit leuchtenden Augen und voller Begeisterung von Beethoven und ihrer Arbeit erzählt. Der pragmatische junge Mann merkt intuitiv, dass das geliebte Wesen ihm entgleiten und der Faszination des älteren Künstlers verfallen könnte. Während Beethoven wie besessen komponiert, trifft Anna sich noch einmal mit dem Verleger Schlemmer, der sie unter anderem auch auf Beethovens Zahlungsschwierigkeiten hinweist, eine Tatsache, die sie jedoch wenig beeindruckt. Eindringlich fordert er sie auf, Beethoven keine Notenblätter ihrer eigenen Kompositionen vor der Premiere der Neunten Symphonie zu zeigen. Zusätzlich bittet er sie darum, ihn zu überzeugen, auf das Dirigieren zu verzichten. Eine Probe mit den Musikern endet im Desaster: Beethoven dirigiert mit Hörrohr, hört nicht die Misstöne und die Musiker können seinen wirren Gesten nicht folgen. Aber der Starrkopf hält an seinem Willen fest…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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