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Kleine, wahre Lügen - Plakat zum Film

KLEINE, WAHRE LüGEN

("Les petits mouchoirs")
(F, 2010)

Regie: Guillaume Canet
Film-Länge: 154 Min.
 
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Blu-ray:  9.67 EUR
 


 Kino-Start:
 07.07.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 08.12.2011

 Pay-TV-Start:
 28.11.2012

"Kleine, wahre Lügen" - Handlung und Infos zum Film:


Im Morgengrauen, nach einer durchzechten Nacht, verlässt Ludo (Jean Dujardin) eine Pariser Disco, schwingt sich auf sein Motorrad und braust erstaunlich verkehrssicher durch die nahezu leeren Straßen der Seine-Metropole. Doch dann, auf einer Kreuzung, passiert es: Er stößt mit einem Kleintransporter zusammen, fliegt durch die Luft, schleudert auf die Fahrbahn zurück und bleibt lebensgefährlich verletzt auf dem Asphalt liegen.

Die Nachricht von Ludos schrecklichem Unfall verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter seinen Freunden und es dauert nicht lang, bis sich alle auf der Intensivstation einfinden. Ludo, schwebt zwischen Leben und Tod und die ärztlichen Prognosen geben nicht viel Anlass zu Zuversicht. In jedem Fall steht dem Schwerverletzten ein langer Krankenhausaufenthalt bevor und ob er je wieder ganz der Alte sein wird, steht in den Sternen.

Seine Freunde sind geschockt, verstört und hilflos – nur Marie (Marion Cotillard), Ludos Ex-Freundin, wagt es, das Unfallopfer anzufassen, küsst den furchtbar entstellten Mann sogar vorsichtig auf die Wange. Obwohl alle spüren, dass es angesichts der Tatsache, dass einer aus ihrer Runde mit dem Tod ringt, nicht unbedingt die feine Art ist, über den bevorstehenden Sommerurlaub zu reden, diskutiert die Clique noch auf dem Bürgersteig vor der Klinik über das weitere Vorgehen: in Paris bleiben – oder doch ans Meer fahren? Denn traditionsgemäß wollten sie auch in diesem Jahr den August wieder in der traumhaft gelegenen Villa von Max (Francois Cluzet) an der südwestfranzösischen Atlantikküste verbringen.

Marie hat Skrupel und möchte lieber an Ludos Seite bleiben. Doch die anderen überreden sie zum Mitkommen. Schließlich sei Ludo in besten Händen, Besuche auf der Intensivstation würden sich eher schwierig gestalten und wirklich geholfen werde ihm dadurch auch nicht, dass sie mit Rücksicht auf seinen Zustand auf ihre Erholung verzichteten. Am Ende einigen sich die Freunde darauf, den Aufenthalt auf zwei Wochen zu verkürzen, in der Hoffnung, dass es Ludo bei ihrer Rückkehr nach Paris deutlich besser geht und ihre Anwesenheit dann wirklich zu seiner Genesung beitragen kann.

Doch bevor die Clique in den Süden aufbricht, überrascht Chiropraktiker Vincent (Benoit Magimel) seinen alten Freund Max, der außerdem der Patenonkel seines Sohnes ist, mit einem völlig unerwarteten Geständnis. Während eines Abendessens in Max' Restaurant gesteht er ihm, zunächst zögerlich, dann immer selbstsicherer, dass er schon seit längerer Zeit Gefühle für ihn hege, die über das rein Freundschaftliche hinausgehen. Er dürfe ihn nicht missverstehen, er sei keineswegs schwul, aber immer, wenn er Max ansehe, löse das Empfindungen in ihm aus, die man wohl nur als Liebe bezeichnen könne. Max ist überzeugt, dass Vincent ihn auf den Arm nehmen will. Als der ihm jedoch versichert, dass er es völlig ernst meine, wird Max wütend, springt vom Tisch auf und lässt Vincent einfach sitzen. Am nächsten Tag entschuldigt sich Vincent und verspricht Max, dass er ihn nie wieder mit dem Thema belästigen wird. Max ist erleichtert und die beiden einigen sich, dass die Sache hiermit erledigt sei.

Ideale Voraussetzungen also für ein paar erholsame Tage in Cap Ferret? Vincents verkappte Liebeserklärung hat Max doch dermaßen verunsichert, dass er – ohnehin gestresst und deshalb unbeherrscht und zappelig – einfach nicht abschalten kann. Kaum in seinem Strandhaus angekommen, regt sich Max wahnsinnig darüber auf, dass der Rasen nicht nach seinen Anweisungen gemäht worden ist. Seine Frau Véronique (Valerie Bonneton) versucht ihn zu beruhigen, doch mit ihrer phlegmatisch-unnachgiebigen Art bringt sie ihn nur noch mehr auf die Palme. Als er gleich in der ersten Nacht verdächtige Geräusche im Gebälk hört, die seiner Meinung nach nur von wilden Nagern stammen können, hat er endlich ein Ventil für seinen ganzen Frust gefunden. Einige Nächte später eskaliert die Situation: Max sich eine Axt schnappt und demoliert, wie ein Berserker ganze Wände im Haus, um den Ruhestörern den Garaus zu machen.

Zunächst beobachten die Freunde – halb mitleidig, halb amüsiert – das angespannte Treiben ihres Gastgebers mit Nachsicht. Warum das Verhältnis zwischen Max und Vincent buchstäblich über Nacht auf den Gefrierpunkt abgekühlt ist und sich ihre Kommunikation fast ausschließlich auf kleine Sticheleien beschränkt, können sie sich allerdings nicht erklären. Und weil die beiden Männer nicht im Traum daran denken, über das zu sprechen, was in Paris zwischen ihnen vorgefallen ist, tappen die anderen auch weiterhin im Dunkeln. Andererseits: Die Sonne scheint, der Strand lockt und im Schatten alter Bäume schmecken Wein und Käse nochmal so gut. Deshalb sind die anderen fest entschlossen, den Umständen zum Trotz das Beste aus ihrem Urlaub zu machen.

Wenn das doch so einfach wäre! Denn Max und Vincent sind nicht die einzigen, die gute Miene zum bösen Spiel machen. Da ist zum Beispiel Éric (Gilles Lelouche), der als Schauspieler zweitklassig, aber ansonsten ein gutmütiger Typ und sonst die Stimmungskanone der Clique ist. Eigentlich wollte seine Freundin nachkommen, doch zutiefst verletzt von Érics chronischer Untreue, beschließt sie in letzter Sekunde, in Paris zu bleiben. Vincents Frau Isabelle (Pascale Arbillot) spürt, dass sich ihr Mann immer weiter von ihr entfernt und holt sich ihren Sex heimlich im Internet. Antoine (Laurent Lafitte) hat die frische Trennung von seiner Freundin noch nicht überwunden und nervt seine Freunde damit, dass er sie ständig um Ratschläge bittet, die er dann doch nicht befolgt. Marie, die bisexuelle Ethnologin mit dem geheimnisvollen, spröden Charme, zieht zwar alle in ihren Bann, hat aber eine Heidenangst davor, sich zu binden und gerät völlig aus dem Tritt, als plötzlich einer ihrer Liebhaber vor der Tür steht.

Je länger der Urlaub dauert, desto deutlicher zeichnet sich ab, dass alle unfähig sind, über den eigenen Gefühlshorizont hinauszublicken. Einander beistehen, tröstende Worte finden? Fehlanzeige. Alle sind verzweifelt und emotional blockiert, fehlgeleitete Hoffnungen und seelische Verletzungen haben sie überempfindlich gemacht – aus diesem Grund enden selbst harmlose Wasserski-Nachmittage oder Strandspaziergänge häufig im Streit und mit zusätzlichem Frust. Der einzige, der schon bald erkennt, dass vieles im Argen liegt und der Zusammenhalt in der Clique gefährlich abnimmt, ist ein einheimischer Freund, der bodenständige Austernzüchter Jean-Louis (Joel Dupuch). Endlich redet mal einer Klartext und wäscht den ichbezogenen Urlaubern aus Paris gehörig den Kopf. Doch dann kommt ein Anruf aus Paris....

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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