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Docteur Knock - Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen - Plakat zum Film

DOCTEUR KNOCK - EIN ARZT MIT GEWISSEN NEBENWIRKUNGEN

("Knock")
(F, 2017)

Regie: Lorraine Levy
Film-Länge: 113 Min.
 
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 Kino-Start:
 22.02.2018

 DVD/Blu-ray-Start:
 13.07.2018

"Docteur Knock - Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen" - Handlung und Infos zum Film:


Im Dunkel der Katakomben von Marseille hofft Knock (Omar Sy) seinen Verfolgern zu entkommen. Doch der Kleinganove mit einem Haufen Schulden zieht auf der Flucht den Kürzeren, als er Lansky (Pascal Elbe) und seinem Komplizen in die Hände fällt. Er kommt zwar erst mal mit dem Leben davon. Doch um auf Nummer sicher zu gehen, heuert er spontan auf einem Schiff an, das kurz vorm Auslaufen steht und für die sechsmonatige Fahrt über die Weltmeere immer noch keinen Arzt gefunden hat. Knock gaukelt dem Kapitän zwar keineswegs vor, dass er ein Arztdiplom in der Tasche hat, geschweige denn über medizinische Kenntnisse verfügt. Trotzdem nimmt der ihn mit an Bord, und unterwegs entdeckt Knock nicht nur, dass er durchaus die Gabe und das Talent besitzt, Menschen und ihre kleinen und großen Zipperlein zu behandeln. Auf hoher See findet er quasi seine Berufung, und als er wieder Festland unter den Füßen hat, beginnt der junge Mann mit der bewegten Vergangenheit ein Medizinstudium.

Fünf Jahre später. In dem verschlafenen, idyllischen Nest St. Maurice steht ein Arztwechsel bevor. Der alte Dr. Parpalaid (Nicolas Marie) – im Städtchen bekannt dafür, dass er für gewöhnlich nur Bettruhe und Kräutertee verschrieb – verlässt die Stadt und gibt den Staffelstab an einen gewissen Dr. Knock weiter. An jenem sonnigen Tag, als der in St. Maurice erscheint, um die Praxis zu übernehmen, sind die Einheimischen einigermaßen erstaunt, dass es ein Schwarzer ist, der sie künftig behandeln wird. Doch keiner erwähnt es dem großgewachsenen, gut aussehenden Mann gegenüber auch nur mit einem Wort. Im Gegenteil: Die meisten sind auf freundliche Art neugierig und dem Fremden in ihrer Mitte durchaus wohlgesonnen. Was allerdings nichts an der Tatsache ändert, dass Knock schon nach kurzer Zeit klar wird, dass mit seinen potentiellen Patienten, so zahlreich sie auch sein mögen, nicht viel Geld zu machen ist. Zu robust und zu gesund sind sie, und zu wenig gewillt, sich wegen einer Erkältung oder eines schmerzenden Rückens gleich in medizinische Behandlung zu geben. Ein Umstand, der ihm vom örtlichen Apother (Michel Vuillermoz) bestätigt wird. Sein bescheidener Jahresumsatz, jammert er, reiche ja nicht einmal aus, um seiner Frau endlich einen der eleganten Hüte zu kaufen, von denen sie schon so lange träumt.

Das muss sich ändern, entscheidet Knock. Und erinnert sich an seine frühen Jahre, als er sich mit krummen Sachen relativ erfolgreich durchs Leben schlug. Die Idee, die er umgehend in die Tat umsetzt, ist so simpel wie genial: Mit Hilfe des Postboten (Christian Hecq), einem chronischen Trunkenbold, der auf seinen Runden nicht nur die Kunde vom neuen Herrn Doktor verbreitet, sondern auch die gute Nachricht, dass dieser einmal pro Woche einen Vormittag lang seine Patienten umsonst behandelt, generiert er jede Menge Kundschaft, die ihm schon bald die Bude einrennt. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage in die Tat umsetzend, macht Dr. Knock seinen Mitmenschen, denen im Grunde genommen nicht wirklich etwas fehlt, klar, dass sie alles in allem dringend medizinischer Hilfe bedürfen.

Dem Postboten drückt er seinen Zeigefinger so fest in den Oberbauch, bis es tatsächlich weh tut; ein Mittel dagegen ist genauso schnell aufgeschrieben. Madame Pons (Helene Vincent), einer wohlhabenden Witwe, macht Knock weiß, dass für ihre chronischen Schlafstörungen Gefäßveränderungen im Hirn verantwortlich seien. Und für die Cuq (Sabine Azema), eine reiche Bäuerin, der ein Ruf als gemeine Kratzbrüste vorauseilt, denkt er sich ein Rückenleiden aus, verursacht durch einen frühkindlichen Sturz. Trotz kostenloser DienstagsSprechstunde lässt sich Dr. Knock für die jeweilige Behandlung natürlich entlohnen, und das eher fürstlich als 7 zu knapp. Schon bald klimpert das Geld in seiner Kasse, und auch der Apotheker, dessen nymphomane junge Frau (Audrey Dana) ein Auge auf den feschen Arzt geworfen hat, stellt zufrieden fest, dass sein Umsatz langsam, aber sicher steigt.

Obwohl er sein Diplom von der medizinischen Fakultät im Behandlungszimmer für jeden sichtbar an die Wand gehängt hat, ist es ausgerechnet der Pfarrer (Alex Lutz), der dem „Wunderdoktor“ die größte Skepsis entgegenbringt. Tatsächlich war er bislang ja so etwas wie der heimliche Herrscher von St. Maurice. Doch nun wendet sich das Blatt, und je öfter sich Knocks Wartezimmer füllt, desto häufiger bleiben die Stühle in der Kirche von Abbé Lupus leer. Der Mann Gottes sieht in dem Jünger des Hippokrates einen nicht zu unterschätzenden Rivalen, und so lässt er keine Gelegenheit aus, um Knock madig zu machen. Doch seine Schäfchen, die plötzlich mehr auf die Wissenschaft als auf die Bibel vertrauen, mögen den guten Doktor, der ihrem Leben zum ersten Mal so etwas wie einen Sinn gegeben hat, von Herzen gern und erweisen sich in ihrer Solidarität mit ihm standhaft. Der Abbé, so scheint es, ist machtlos, die für ihn schädliche Entwicklung aufzuhalten – und kann nur noch auf ein Wunder hoffen, um die Verhältnisse im Dorf wieder umzukehren. Das lässt nicht lange auf sich warten: Während eines Festes mit Tanzball, auf dem Dr. Knock beobachtet, wie die junge Adèle (Ana Girardot), gebeutelte Magd auf dem Hof der Cuq, sich mit einem Verehrer streitet, kommt ein Landstreicher ins Dorf geschlichen. Es ist, reiner Zufall, niemand anderer als Lansky, der einstige Kriminelle aus Marseille, dem Knock noch eine Menge Geld schuldet. Der Arzt bekommt von dessen Anwesenheit zunächst aber nichts mit. Zu sehr ist er mit seinen Gefühlen für Adèle beschäftigt, die ihn eines Morgens bittet, ihrem verletzten Hund zu helfen. Auf einer Bergwiese kommen sich die beiden näher, es bleibt allerdings zunächst bei einem züchtigen Tanz in freier Natur und tiefen Blicken. Unterdessen hat Lansky erkannt, dass es sich bei dem örtlichen Doktor um jenen Mann aus seiner Vergangenheit handelt, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. Wie zu erwarten, begnügt er sich nicht damit, Knock zum Begleichen seiner Schulden zu zwingen. Lansky setzt selbstbewusst auf Erpressung, in der Gewissheit, dass Knock ihm bereitwillig 50 000 Francs zahlen wird, damit nicht herauskommt, was der allseits beliebte Doktor in seinem Vorleben so alles angestellt hat.

Eine Verabredung mit Adèle kommt wenig später nicht zustande, weil die junge Frau Knock anscheinend einen Korb gegeben hat. Als er sich auf dem Bauernhof der Cuq nach ihr erkundigt, erfährt er, dass sie seit Tagen mit einem schlimmen Husten das Bett hütet. Knocks Verdacht, dass Adèle an Tuberkulose erkrankt sein könnte, bestätigt sich leider viel zu schnell. Er besorgt ihr umgehend einen Platz in einem Schweizer Sanatorium und zahlt, ohne ihr Wissen, die kostspielige Behandlung aus seiner Tasche. Als Knock sich am Bahnhof von St. Maurice mit einem zärtlichen Kuss von Adèle verabschiedet, werden sie dabei von der Frau des Apothekers beobachtet, die es noch immer nicht verwunden hat, dass Knock ihr unmoralisches Angebot ignorierte, als sie eines Tages in seinem Behandlungszimmer sämtliche Hüllen fallen ließ.

Außer sich vor Eifersucht und Wut, erzählt sie dem Pfarrer postwendend, was sie Skandalöses gesehen hat. Der wiederum glaubt, dass endlich seine Stunde geschlagen hat, um Dr. Knock in die Schranken zu weisen, ja, ihn womöglich mit Schimpf und Schande aus der Stadt jagen zu können. Zumal Lansky, der beim Abbé Unterschlupf gefunden hat, ihm zwischenzeitlich reinen Wein über Knocks Vergangenheit eingeschenkt hat. Die Munition, die Lupus nun in der Hand hat, dürfte ausreichen. Bevor der Pfarrer jedoch zur Tat schreiten kann, ereilt den guten Doktor eine furchtbare Nachricht…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 21.02.2018


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