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Land der Wunder - Plakat zum Film

LAND DER WUNDER

("Le meraviglie")
(I/D, 2014)

Regie: Alice Rohrwacher
Film-Länge: 110 Min.
 
  


 Kino-Start:
 02.10.2014

 Free-TV-Start:
 12.04.2017

"Land der Wunder" - Handlung und Infos zum Film:


Ein Haus in der südöstlichen Toskana, welches schon lange da steht und seit einigen Jahren von Gelsomina (Alexandra Maria Lungu) und ihren Eltern, drei jüngeren Geschwistern und Coco (Sabine Timoteo), einer Freundin der Familie, bewohnt und bewirtschaftet wird. Der Vater (Sam Louwyck) kam in den 70er Jahren voller Ideale aus seiner Jugendzeit in die Toskana. Dort hat er den passenden Ort für ein kommunenartiges Leben auf dem Land gefunden: Die Familie lebt von Schafzucht, vom Honig ihrer Bienen und von dem, was der Gemüsegarten liefert. Und so sehr ihr Leben von harter Arbeit bestimmt ist, und so einsam ihre Welt auch scheint, so leben sie doch in großer Freiheit. Wenigstens sieht das der Vater so.

Die erstgeborene Gelsomina ist der Liebling ihres Vaters und hat bereits mit zwölf ein besonderes Talent für Bienen. Sie ist es, die die ausgeflogenen Bienenschwärme von den Bäumen zurückholt, die Bienenkörbe trägt und die Honiggewinnung organisiert. Ihre drei jüngeren Schwestern hören auf sie und arbeiten unter ihrem wachsamen Auge. Ihre Mutter Angelica (Alba Rohrwacher) lässt sie gewähren. Mit einem Schlag wird ihre Zukunft auf dem Hof durch ein EU-Agrargesetz gefährdet. In nur wenigen Monaten soll die Imkerei dem europäischen Standard entsprechen. Die finanziellen Mittel der Familie werden keinesfalls reichen, die Bedingungen zu erfüllen. Zusätzlich wird im Umfeld durch die Nachbarn neuartiger Dünger eingesetzt, der Gift für die Bienen ist.

Genau zu dieser Zeit dreht die Crew einer TV-Sendung ihre Spots in der Region. Sie werben für einen Wettbewerb, bei dem die "traditionsreichste Familie" einen Sack voll Geld gewinnen soll und eine Kreuzfahrt noch dazu. Zufällig trifft Gelsomina die schöne Moderatorin Milly Catena (Monica Bellucci) aus der Sendung "Land der Wunder". Milly schlägt ihr vor, einfach beim Wettbewerb mitzumachen – und Gelsomina ist fasziniert: von der exotischen Frau im schillernden Gewand und von der Idee, ihren Honig zu präsentieren. Aber wie den Vater überzeugen, der schockiert ist von dem Vorschlag und von alledem nichts wissen will? Er hält an dem fest, was er geschaffen hat, setzt auf neue Bienenvölker, und holt Martin auf den Hof, einen Jungen aus einem Resozialisierungsprogramm, der ihm bei der Arbeit helfen soll.

Als Adrian (Andre MHennicke) zu Besuch kommt, ein alter Freund des Vaters, wird deutlich, dass Gelsomina nicht mehr das Papa-Kind von früher ist, sondern langsam zu einer jungen Frau wird. Insgeheim beneidet sie ihre Freundinnen um deren scheinbare Freiheit. Sie will nicht immer die Verantwortliche in der Familie sein, und sehnt sich nach wie vor nach der Liebe der Mutter, die vor allem die kleinen Geschwister umsorgt. Und sie fühlt sich zu dem gut aussehenden scheuen Martin hingezogen, der das außergewöhnliche Talent besitzt, Vogelstimmen zu imitieren.

Ohne den Vater in Kenntnis zu setzen, meldet Gelsomina ihre Familie eigenständig beim Wettbewerb an. Nachdem ein Juror auf dem Hof erscheint, um sich ein Bild vorab zu machen, ob die Familie spannend genug für die Sendung ist, überzeugt er alle anderen Familienmitglieder, da er begeistert ist vom Hof und dem Honig. Somit muss der Vater sich der Mehrheit beugen. Am Tag der Sendung, die in der Höhle der Wale auf einer Insel im Trasimenischen See aufgezeichnet wird, stellt er sich allerdings sehr unkommunikativ vor die Kameras. Da ergreift Gelsomina die Initiative und überrascht mit einem Auftritt: Während Martin eine exotische Vogelstimme imitiert, lässt Gelsomina eine lebende Biene aus ihrem Mund krabbeln. Ein Anblick, den man so noch nicht gesehen hat. Der Sieg scheint möglich.

In einer Pause geht Gelsomina mit Cocò vor die Höhle, und als Martin dazu stößt, versucht Cocò die beiden zu einem Kuss zu überreden. Martin rennt panisch weg und bleibt verschwunden. Auch den Wettbewerb verliert die Familie an den Bürgermeister und seine singende Schwester und muss am Abend ohne Martin nach Hause fahren. Gelsomina macht sich am nächsten Tag selbst auf die Suche nach dem Jungen und findet ihn schließlich in einer Höhle auf der Insel. Gelsomina kehrt alleine zur Familie zurück. Am Ende verlassen alle den Hof, weil sie ihre finanziellen Probleme in der kurzen Zeit nicht haben lösen können. Als Familie allerdings sind sie stärker zusammen gewachsen. Durch die Räume im Haus in der Toskana weht der Wind. Andere Menschen werden es bewohnen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 04.10.2014


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