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Liebe Mauer - Plakat zum Film

LIEBE MAUER

(D, 2009)

Regie: Peter Timm
Film-Länge: 107 Min.
 
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 Kino-Start:
 19.11.2009

 DVD/Blu-ray-Start:
 27.08.2010

 Pay-TV-Start:
 22.06.2011

 Free-TV-Start:
 08.11.2014

"Liebe Mauer" - Handlung und Infos zum Film:


Berlin 1989: Franzi Schubert (Felicitas Woll) kommt per Anhalter in die Stadt, um ihr Studium zu beginnen. Ihre Tante Jutta (Margarita Broich) hat ihr direkt an der Mauer eine günstige Wohnung für 100 DM Miete im Monat besorgt. Vor dem Haus befindet sich ein Grenzübergang nach Ost-Berlin. Auf dem Wachturm daneben schiebt Volksarmist Sascha Meier (Maxim Mehmet) Dienst. Er möchte Medizin studieren – den Studienplatz bekommt er aber nur, wenn er vorher drei Jahre in der NVA dient.

Trotz der tödlichen Grenze, die Ost- und West-Berlin trennt, hat sich eine gewisse Nachbarschaft zwischen den Grenzsoldaten und den Anwohnern im Westen ergeben: Franzis Nachbar Schulze lässt Papierflieger mit anzüglichen Botschaften in den Wachturm segeln, Sascha vermerkt im Dienstbericht, dass ein ostdeutscher Kater beim Geschlechtsakt auf feindlichem Gebiet beobachtet wurde, und notiert seinen Zweifel, ob der Kater anschließend in den Sozialismus zurückfindet.

Auch Franzis Zimmer ist in Rufweite zum Wachturm, und die neue Mieterin fällt Sascha sofort auf. Er beobachtet, wie sie erstmals den Ostteil der Stadt besucht, denn Schulze hat ihr vom spottbilligen Lebensmittelangebot dort vorgeschwärmt: "Schrippen kosten 5 Pfennig im Osten, 20 Pfennig im Westen". Franzi macht erste Erfahrungen mit den rigorosen, nicht sehr zuvorkommenden Grenzbeamten und kehrt schwer bepackt in den Westen zurück. Hinter dem Schlagbaum rutschen ihr die Tüten aus der Hand und zerplatzen auf dem Pflaster.

Aus einem emotionalen, völlig irrwitzigen Impuls heraus eilt Sascha ihr zu Hilfe, bückt sich unter dem Schlagbaum durch und wischt Franzis zerschlagene Eier vom Pflaster. Dabei wird der "Republikflüchtige" von seinen Kameraden mit dem Gewehr im Anschlag ultimativ aufgefordert, auf DDR-Gebiet zurückzukehren. Sascha lässt sich aber keine Sekunde beirren – und imponiert Franzi damit ungeheuer. Denn so naiv sie dem realen Sozialismus auch begegnet – selbst sie merkt, dass dieser Soldat sich ihretwegen in Lebensgefahr begeben hat.

Sascha kehrt seelenruhig in den Osten zurück, wird sofort verhaftet und von Stasi-Major Kutzner verhört (Thomas Thieme). Er erteilt Sascha "die erste und letzte Verwarnung". Und ordnet gleich darauf an, dass Sascha heimlich observiert wird. Doch Sascha ist in Franzi verliebt und lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Er kommuniziert mit ihr über die Grenze hinweg per Fernglas und Schrifttafeln. Die beiden verabreden sich für den Abend am Alexanderplatz. Sascha eilt nach Dienstende in seine Wohnung, die er mit der selbstbewussten Uschi (Anna Fischer) teilt, und borgt sich ihre Jeans aus.

Gleichzeitig wird Franzi von Tante Jutta mit Brot und Bügelbrett versorgt. Die Tante spürt sofort, dass auch Franzi verliebt ist. Das deutsch-deutsche Paar trifft sich am Alex und lernt sich langsam besser kennen. Sascha gesteht, dass er nicht zu den verzweifelten Ausreisewilligen gehört, die gerade mit der Belagerung der westdeutschen Botschaft in Prag Schlagzeilen machen: Die DDR ist seine Heimat, dort will er als Arzt arbeiten – als Erbe seines Großvaters, der als Kommunist im KZ ermordet worden ist.

Franzi und Sascha besuchen ein Restaurant und lernen dort die Allmacht des Personals über die Tischordnung kennen. Nach einer Konfrontation mit der Kellnerin Charlie (Katja Danowski) bricht diese fast zusammen und beklagt sich bitterlich, weil sie Überstunden machen muss, während ihre Kollegen als Republikflüchtlinge in Richtung Ungarn unterwegs sind. Das Schlimmste: Auch Charlies Freund ist abgehauen. Franzi bewährt sich als "Kneipenpsychologin aus dem Westen" und freundet sich mit Charlie an.

Franzi und Sascha zünden neben einer Mahnwache vor einer zugesperrten Kirche Kerzen an. Die Kirche ist von Staats wegen als baufällig erklärt worden, damit dort keine unliebsamen Versammlungen abgehalten werden können. Trotzdem treten die beiden ein und klettern auf den Kirchturm, der ihnen einen traumhaften Blick über das nächtliche Berlin beschert. Ihr erster Kuss wird jedoch vom ohrenbetäubenden Glockenschlag jäh unterbrochen. Franzi kehrt gerade noch rechtzeitig vor Mitternacht in den Westen zurück.

Sascha besucht seine Oma Emma (Gisela Trowe). In ihrer Plattenbau-Wohnung wartet überraschend Saschas Vater Kurt (Karl Kranzkowski), der sich mit seinem Sohn über den "Verrat" der "Republikflüchtlinge" in Prag und Ungarn streitet. Emma schimpft mit Kurt und weist ihm die Tür. Nur sie hat sofort bemerkt, dass Sascha verliebt ist. Per Fernglas verabreden sich Sascha und Franzi für einen Disko-Abend in Ost-Berlin. Dort geraten die beiden in Straßenunruhen – die bisher friedlichen Demonstrationen in der DDR drohen zu eskalieren, die Sicherheitskräfte sind extrem nervös. Als Sascha beobachtet, wie ein Stasi-Hauptmann eine Demonstrantin misshandelt, greift er wider besseres Wissen ein und schlägt den Beamten zusammen.

Franzi und Sascha fliehen, Franzi kehrt in den Westen zurück. Viel schwerer wiegt allerdings, dass Major Kutzners Stasi-Ermittler Sascha und Franzi bei ihrem Rendezvous beobachtet haben. Kutzner verhört Sascha erneut und droht ihm mit fünf Jahren Haft, um ihn für die Stasi-Mitarbeit gefügig zu machen. Sascha wird an einen anderen Grenzabschnitt versetzt. Franzi vermisst Sascha auf dem Wachturm vor ihrem Fenster, vermutet richtig, dass er ihretwegen Probleme bekommt, und schreibt ihm einen Abschiedsbrief. Sie bringt den Brief zu Oma Emma nach Ost-Berlin.

Doch Major Kutzner will Saschas zaghafte Beziehung zu Franzi gar nicht unterbinden – im Gegenteil: Sascha soll Franzi ausspionieren, immerhin arbeitet ihre Tante Jutta in der Bundesdruckerei. Er diktiert Sascha einen Liebesbrief an Franzi und fordert sie zu einem Treffen im Ost-Berliner Kulturhaus auf. Sascha sitzt in der Klemme. Denn der Tisch im Restaurant ist verwanzt, Kutzner und sein Assistent Leutnant Schneider (Stefan Dietrich) hören per Knopf im Ohr am Nebentisch mit. Sascha kann Franzi vorher nicht warnen und bekommt einen Hustenkrampf, als Franzi die Stasi-Leute intuitiv als solche erkennt und entlarvt.

Im Toilettenraum trifft Franzi Saschas WG-Partnerin Uschi – spontan schmieden die beiden einen tollkühnen Plan: Weil sie sich ähnlich sehen, will Franzi in Uschis Kleidern im Osten eine Nacht mit Sascha verbringen, während Uschi die Stasi-Leute ablenkt und mit Franzis Pass über die Grenze geht.

Der Plan funktioniert und löst eine Komödie der Irrungen und Wirrungen aus: Nicht nur im Osten (Stasi), sondern auch im Westen sind die Geheimdienste (CIA und Staatsschutz) auf das deutsch-deutsche Paar aufmerksam geworden. Westliche Agenten werben Franzi (das heißt: Uschi) als Spionin an, indem sie ihrerseits der zu Tode erschrockenen Uschi mit einer hohen Haftstrafe drohen. Franzi, die in Uschis Ost-Berliner Wohnung übernachtet, bekommt überraschend Besuch von Stasi-Oberleutnant Haack (Uwe Steimle), der die vermeintliche Uschi ebenfalls zur Mitarbeit erpresst: Sie soll Sascha bespitzeln.

Fassungslos treffen sich die beiden Mädchen am nächsten Tag wieder im Toilettenraum des Kulturhauses und beschließen, ihre Rollen einen weiteren Tag lang zu spielen. Franzi trägt Uschis blaues FDJ-Hemd, als sie Oma Emma besucht. Dort ist wieder Saschas linientreuer Vater Kurt zu Gast, der von der offenbar staatstreuen Freundin seines Sohnes beeindruckt ist. "Uschi" (d. h. Franzi) verschwindet ins Gästezimmer, als Sascha mit seinen beiden Stasi-Bewachern auftaucht: Kutzner informiert den entgeisterten Vater über die "friedensgefährdende Beziehung" seines Sohnes und erfährt seinerseits erstaunt von Vater Kurt, dass Sascha bereits eine neue, linientreue Ost-Berliner Freundin habe. So erleben Sascha und Franzi ihre erste Liebesnacht – vor dem Haus bewacht von Kutzner und Schneider. Erst als Schneider nochmals in die Wohnung zurückkehrt, entdeckt er "Uschis" wahre Identität: Sascha und Franzi werden sofort verhaftet – ihnen drohen lange Haftstrafen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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