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Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt - Plakat zum Film

MAGICAL MYSTERY ODER DIE RüCKKEHR DES KARL SCHMIDT

(D, 2017)

Regie: Arne Feldhusen
Film-Länge: 111 Min.
 
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 Kino-Start:
 31.08.2017

 DVD/Blu-ray-Start:
 16.02.2018

 Pay-TV-Start:
 19.11.2018

 Free-TV-Start:
 17.04.2019

"Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt" - Handlung und Infos zum Film:


Deutschland 1995. Karl Schmidt (Charly Hübner) lebt fünf Jahre nach seiner Irrewerdung wieder einigermaßen stabilisiert in einer Drogen-WG in Hamburg-Altona. Betreuer Werner (Bjarne Mädel) achtet darauf, dass sein Leben in ruhigen und streng geregelten Bahnen verläuft. In einem Kinderkurheim arbeitet Karl als Hilfshausmeister, er kümmert sich um Glühbirnen, verstopfte Klos und die Tiere eines therapeutischen Zoos. Mehrmals die Woche ist Plenum in der WG. Das ist sein Leben und er scheint sich ganz gut darin eingerichtet zu haben.

Aber dann kommt es dreifach dicke: Er muss seinen Jahresurlaub nehmen, Werner will ihn dafür in die Lüneburger Heide schicken und außerdem hat man im Kinderheim einen neuen Hausmeister eingestellt, der nun sein neuer Vorgesetzter sein soll. Zugleich trifft er einen alten Bekannten aus Berlin wieder, Raimund, (Marc Hosemann), der in den vergangenen Jahren zusammen mit Ferdi (Detlev Buck) einen Club und eine Technoplattenfirma namens Bumm Bumm Records in Berlin betreibt und damit stinkreich geworden ist. Raimund will, dass Charlie, wie er ihn nennt, nach Berlin kommt, er habe einen Job für ihn. Karl lässt seine Drogen-WG-Leute in dem Glauben, er führe nach Uelzen für Wassertreten und Sport, stattdessen aber nimmt er den Zug nach Berlin.

Im Bumm-Bumm-Hauptquartier herrscht geschäftiges Treiben. Ferdi erklärt Karl, worum es geht: "Das Techno-Ding ist total abgefuckt! Wir brauchen was für die Seele. Magical Mystery. Wie bei den Beatles, nur auf Rave." Dazu planen Ferdi und Raimund eine Magical Mystery Tour durch Deutschland, nur eben mit DJs und durch die Clubs! Karl soll das Auto fahren und ein bisschen auf die Leute aufpassen. In zwei Tagen soll es losgehen. Karl, den ab jetzt alle nur noch Charlie nennen, stürzt sich auf die organisatorische Vorbereitung und freundet sich mit den Leuten an, mit denen er bald durch das ganze Land fahren wird: Die Elektronik- und Saxofonnerds Anja und Dubi, das sorglose Kapeikenduo Holger und Basti, Sigi, eine alte Bekannte von früher, Schöpfi, der früher anders hieß, jetzt aber unter diesem Namen ein Megastar geworden ist, und außerdem natürlich Raimund und Ferdi, denen zwar, wie Ferdi zu erklären nicht müde wird, das Geld zu den Ohren rauskommt, die aber wieder zurück zu den Anfängen wollen, als alles neu, anders und aufregend war. Außerdem ist da noch Rosa, auch sie ist DJ und auch sie ist dabei. Karl geht mit ihr essen und dabei reden sie seltsame Dinge und es scheint, als sei Liebe im Spiel, zumal Rosa aus heiterem Himmel befindet, sie sollten lieber erstmal nichts miteinander anfangen, weil das vielleicht gut, aber nicht klug wäre. Dann schneidet sie ihm erstmal die Haare.

Dann geht es auf die Tournee, die damit beginnt, dass Ferdi den anderen erklärt, dass Charlie ab jetzt der Boss und überhaupt eine Legende sei, weil der erste, der wegen Techno irre geworden war, "dabei hieß das damals noch nicht mal Techno!" Es sind offensichtlich starke Bande, die Charlie mit Raimund und Ferdi verknüpfen.

Auf dem Weg nach Bremen sind im Auto Quietschgeräusche zu vernehmen: Zwei Meerschweinchen namens Lolek und Bolek wurden von Holger auf die Tour geschmuggelt, weil er seiner kleinen Schwester versprochen hat, auf sie aufzupassen. Gleichzeitig kommt heraus, dass sie das Merchandise in Berlin und Schöpfi unterwegs bei McDonald‘s vergessen haben.

In Bremen bekommt Charlie den Auftrag am nächsten Morgen den Spaßverderber zu machen und alle unter allen Umständen da rausholen. Und so kommt es dann auch: Zuerst nimmt er Siggi Huckepack, dann verscheucht er die beseelten Hosti Bros vom DJ-Pult, zum Schluss sammelt er Ferdi und Raimund ein, der hinter der Bühne die Gage zählen und mit den Clubbesitzern Drogen nehmen.

Während die anderen sich im Fluxi-Hotel notdürftig ausschlafen, kümmert sich Charlie um die Meerschweinchen, dabei suchen ihn alte Dämonen heim und er schrammt nur knapp an einem psychotischen Anfall vorbei.

In Köln warten alle schon auf die Bumm-Bumm-Leute, Magical Mystery ist hier der große Erfolg, denn: "Der Mittwoch ist in Köln der kleine Samstag." Allerdings ist der Auftritt viel zu früh vorbei, weil sich der Gig als eine Art "After-Work-Scheiße" (Zitat Ferdi) entpuppt. Es sollte in Köln eigentlich kein Hotel geben, jedenfalls nicht vor dem frühen Nachmittag, und so kommt es schon jetzt zu einer ersten Krise, die Ferdi damit zu lösen versucht, dass man anfängt, einen Film über die Tour zu machen, "genau wie die Beatles", und Charlie soll diesen Film drehen, er sei ja schließlich Künstler. Da die Kamera aber sofort kaputtgeht, wird daraus nichts.

Ein freier Tag in Köln bringt neue Verwicklungen: Werner ruft auf Charlies Funktelefon an. Charlie verstellt seine Stimme und versucht, einen auf Raimund zu machen, aber Werner durchschaut und will ihm ins Gewissen reden. Charlie weiß sich nicht anders zu helfen, als aufzulegen. In einer Kunstbuchhandlung entdeckt Rosa den Katalog der letzten geplanten Ausstellung des Künstlers Karl Schmidt, vor der Karl damals mit seiner Psychose ins Urbankrankenhaus kam. In einem längeren Monolog versucht Charlie, Rosa sein damaliges Leben zu erklären und er scheint selber fasziniert davon zu sein, wie anders das Leben damals war.

In München stimmt sich die ganze Truppe erst einmal bei Bier und Blasmusik auf den kommenden Abend ein. Leider geht Basti dabei mit dem Bier zu weit, sodass Charlie ihn ins Hotel bringen muss und er für den Abend ausfällt. Charlie, der auf der Rückfahrt vom Hotel zum Bierhaus einen schweren depressiven Schub erleidet, sich aber gerade noch fangen kann, soll Basti bei den Hosti Bros ersetzen. Das würde eh keiner merken, sagt Ferdi, weil ja keiner wisse, wie Basti aussieht, da würde sich der Faceless-Techno-Gedanke mal auszahlen.

Beim Warten auf seinen Einsatz im Club verkriecht sich Charlie in der Backstage, weil er Angst hat, unter all die partymachenden Leute zu. Dabei leistet ihm Rosa Gesellschaft. Sie küssen sich zum ersten Mal und dann fahren sie ins Hotel, wo sie, im Bett rauchend, einen Feueralarm auslösen, was Rosa insofern gut findet, als man das mal seinen Enkeln erzählen könne, so man zusammen welche hätte. Ansonsten wollen sie "kein großes Ding" aus der Sache machen, da sind sie sich einig.

Dann hat Charlie seinen Auftritt als einer der beiden HostiBros. Weil er nichts anderes tun kann, steht er neben Holger und wackelt auf dessen Geheiß, "mit dem Arsch". Das freut alle sehr. Den freien Tag in München verbringen Rosa, Charlie und Basti mit einem Ausflug in die oberbayrischen Berge, und es hat etwas von Vater, Mutter und Kind, wie sie da durch den Schnee toben, Minigolf spielen, Basti beim Herumtollen zugucken und Weißwürste essen.

Auf der Fahrt nach Hamburg stirbt Lolek, eins der beiden Meerschweinchen. Charlie hält eine ergreifende Grabrede, zieht historische Verbindungslinien von der Hippie-Bewegung bis zur aktuellen Magical Mystery-Tour, erklärt allen, warum es Quatsch ist, dass sie eine solche Tour machen, aber auch großartig, und dass das Großartigste an der ganzen Rave-Geschichte sei, dass jeder mitmachen könne, sogar ein Meerschweinchen wie Lolek oder ein Ex-Irrer mit Hang zu depressiven Schüben wie er selbst. Dann wirft er Loleks Überreste in eine Mülltonne.

Weil das andere Meerschweinchen nicht allein sein darf, wird es von Charlie heimlich im Zoo des Kinderkurheims ausgesetzt, in dem er bis dato gearbeitet hatte. Dann unternimmt die ganze Truppe eine Hafenrundfahrt und Charlie trinkt in einem unbedachten Moment "aus Versehen" einen Schluck Bier. Dabei wird er von Klaus-Dieter, einem Mitbewohner aus der Drogen-WG beobachtet. Charlie sieht Klaus-Dieter, merkt, was er getan hat und spuckt das Bier gleich wieder aus...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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