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Mambo Italiano - Plakat zum Film

MAMBO ITALIANO

("Mambo Italiano")
(CDN, 2003)

Regie: Emile Gaudreault
Film-Länge: 88 Min.
 
"Mambo Italiano" auf DVD bestellen
DVD:  7.82 EUR
  


 Kino-Start:
 24.06.2004

 DVD/Blu-ray-Start:
 29.11.2004

 Pay-TV-Start:
 01.06.2005

 Free-TV-Start:
 09.09.2007

"Mambo Italiano" - Handlung und Infos zum Film:


Italiener verlassen das Elternhaus entweder verheiratet oder tot. Was Gesetz ist in der Heimat, gilt auch in der Fremde, im Italiener-Viertel von Montreal. Keine günstigen Perspektiven für Angelo Barberini (Luke Kirby), der mit Ende zwanzig noch immer bei Mama und Papa wohnt. Denn Angelo ist schwul, was seine Heiratschancen schmälert. Doch Patriarch Gino (Paul Sorvino) und Frau Maria (Ginette Reno) sind ahnungslos.

In den 191950er Jahren wanderten die Barberinis nach Kanada aus, wurden dort aber nie richtig heimisch, obwohl in ihrem Viertel an jedem Herd die Pasta kochte und hinter jeder Tür mit Leidenschaft geliebt und gestritten wurde. In der Schule wurde der sanfte Angelo oft gedemütigt. Im Palazzo Barberini, im Häuschen seiner Eltern, erging es ihm kaum besser. Mama Maria wachte streng über ihn und seine ältere Schwester Anna (Claudia Ferri), während Papa Gino bei schwerem Regelverstoß schon einmal Ohrfeigen ins Arsenal seiner Argumente aufnahm. Liebesbeweise einer typisch italienischen Familie eben, die nicht folgenlos blieben. Die erwachsene Anna steht auf Valium und wechselt ständig ihre Therapeuten. Angelo dagegen entschließt sich zu einer anderen Strategie, die seine Eltern traumatisiert und nicht ihn: Er zieht von zu Hause aus.

"Porca miseria" – das Wehklagen ist groß im Barberini-Clan, als der einzige Sohn, obwohl noch Single, das Nest verlässt. Die Strafe folgt auf dem Fuß: Angelos Apartment wird von Vandalen verwüstet, doch die angenehme Überraschung ist Cop Nino (Peter Miller), den Angelo durch diesen Vorfall nach Jahren wieder sieht. Nino, der mit seinem Beruf seinen maskulinen italienischen Genen zu folgen scheint, und Angelo waren Jugendfreunde. Jetzt frischen sie ihre Freundschaft auf – intimer, als es sich ihre Eltern je vorstellen könnten. Als Nino schließlich zu Angelo zieht, bricht für Lina (Mary Walsh), Ninos Mutter, eine Welt zusammen. Erst verlor sie ihren Mann, jetzt auch noch den Sohn. Es ist ein Drama. Aber es wäre eine Tragödie, wenn sie oder die Barberinis wüssten, dass ihre Söhne sich nicht nur die Wohnung, sondern auch das Bett teilen.

Eines Tages aber hat Angelo, der von einer Karriere als Drehbuchautor träumt, genug von allen Lügen. Der sympathische Unbekannte von der Gay Helpline, dem er sich anvertraut, ist ein guter Zuhörer. Schwester Anna aber, die als Einzige eingeweiht ist, ein überzeugender Ratgeber: „Erzähl es ihnen, denn das wird sie töten.“ Und so geschieht es, dass zwei Mütter und ein Vater den Schock ihres Lebens bekommen. Während Lina Angelo als Verführer anklagt, hat Gino eine andere Erklärung für die Liebe unter Männern parat: „Das passiert eben, wenn man von zu Hause auszieht.“

Jetzt erreicht das italienische Drama seinen Höhepunkt. Zwar glaubt Lina, dass sich ihr Sohn außerhalb ihres Kontroll-Radars nur kurzfristig verirrt hat, doch Nino ist sauer über das Outing. Als er in einer Bar Pina, eine vollbusige Versuchung aus der High-School-Zeit, wieder trifft, lässt er die einsame Geschäftsfrau abblitzen. Doch als unter den Cops Gerüchte über ein schwules Pärchen die Runde machen, schrillen bei Nino die Alarmglocken. Jetzt ist sein Ruf als Mann bedroht – und jedes Mittel recht, ihn wiederherzustellen. Am besten gleich mit Pina…

"My Big Fat Italian Non-Wedding" – so könnte man diese kanadische Produktion auch umschreiben, denn wie der US-Kino Hit "My Big Fat Greek Wedding" zeichnet er das liebevolle Bild europäischer Auswanderer-Familien in der "neuen Welt", die sich dort doch noch ihre eigene Welt bewahrt haben. In diesem Streifen spielt dann auch noch das "Problemfeld" Homosexualität hinein, zu dem die Amerikaner auch selbst ein gespaltenes Verhältnis haben. "Porca miseria" – aber überaus unterhaltsam…


Die Redaktions-Wertung:70 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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