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Meine schrecklich verwöhnte Familie - Plakat zum Film

MEINE SCHRECKLICH VERWöHNTE FAMILIE

("Pourris gates")
(F, 2021)

Regie: Nicolas Cuche
Film-Länge: 95 Min.
 
  


 Kino-Start:
 12.05.2022

"Meine schrecklich verwöhnte Familie" - Handlung und Infos zum Film:


Wer in Monaco lebt, hat es geschafft. Einst ein kleiner Fischerhafen an der Côte d’Azur, mittlerweile eine Tummelwiese der besonders Reichen und Schönen. Man könnte auch sagen: ein kleines Paradies, für alle, die zu leben verstehen und sich nichts versagen. Zu ihnen gehört Stella (Camille Lou), für die regelmäßige Shoppingtouren durch die Edelboutiquen des Herzogtums der gesamte Lebensinhalt ist. Oder Alexandre(Louka Meliava), der das Leben als Hallodri und Herzensbrecher in vollen Zügen genießt, ohne sich auf jemand oder etwas festlegen zu wollen. Oder Philippe (Victor Artus Solaro), der sich nach durchzechten Party-Abenden im Casino nicht mehr erinnern kann, wo er seine Yacht geparkt hat. Eines eint diese drei verwöhnten Luxusgeschöpfe: Sie haben noch keinen Tag in ihrem Leben richtig gearbeitet, weil sie es gewohnt sind, die Kohle ihres reichen Papas auszugeben. Was Patriarch Francis Bartek (Gerard Jugnot) auch anfasst, wird zu Geld. Dass seine Kinder indes nicht auf eigenen Beinen stehen können, bereitet ihm zusehends Sorgen.

Seit dem Tod seiner Frau vor 15 Jahren hat Francis nicht bemerkt, in welche Richtungen sich seine Kinder entwickelt haben: Stella ist nur auf Äußerlichkeiten bedacht und hält ihren halbseidenen Latin Lover aus, Juan Carlos (Tom Leeb). Philippe möchte seinen Papa mit vermeintlich genialen Geschäftsideen beeindrucken, erntet aber nur ungläubiges Schulterzucken. Er ist zwar der designierte Erbe des Firmenimperiums von Francis, ‘Bartek Entreprise’, will das Geschäft aber einfach nicht von der Pieke auf lernen. Und Alexandre soll eigentlich Vorlesungen an der Uni besuchen, zieht es aber vor, die Mütter von Kommilitoninnen zu verwöhnen, während diese ihm seine Hausaufgaben machen.

Drei Tropfen bringen das Fass schließlich zum Überlaufen. Gegen Francis‘ ausdrücklichen Wunsch und vor allem um ihn zu ärgern gibt Stella auf dem Höhepunkt ihrer Geburtstagsfeier bekannt, dass sie ihren nichtsnutzigen Liebhaber Juan Carlos heiraten will. Philippe hat eine ausdrücklich angeordnete und denkbar simple Aufgabe nicht ausgeführt und war lieber mit seinem besten Kumpel feiern. Und der Dekan der Uni beschimpft Alex, er habe nicht nur seine Frau, sondern auch noch seine beiden Töchter verführt. Das ist zu viel für den armen Francis. Er erleidet einen Herzinfarkt. Als seine Kinder an seinem Krankenbett nichts Besseres zu tun haben, als sich gegenseitig zu beschimpfen, trifft der Patriarch eine folgenschwere Entscheidung: Mit Hilfe seiner rechten Hand Ferrucio (Francois Morel) will er seinen Kindern vorspielen, sein gesamtes Vermögen verloren zu haben.

Zwei Monate später setzt Francis den gut vorbereiteten Plan in die Tat um: Alle Kreditkarten der Kinder sind gesperrt; Francis lässt es so aussehen, als würde die Polizei Jagd auf die Familie zu machen. Er erklärt Stella, Alex und Philippe, es sei ans Tageslicht gekommen, dass die Firma Geld veruntreut habe. Ihnen allen drohe jetzt Gefängnis. Deshalb fliehen sie zusammen nach Marseille, in das alte, etwas heruntergekommene Haus seines eigenen Vaters, von wo aus er einst als einfacher Maurer seine Karriere gestartet hatte. Die Kinder sollen nun inkognito, weit weg vom bisherigen Luxus und ihren Handys und Freunden und ohne einen Cent in der Tasche, lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und selbst Ideen entwickeln, wie man Geld zum Leben verdienen kann.

Gleich der erste Tag ist ein Desaster: Alex und Philippe kommen mit leeren Händen nach Hause. Stella war dagegen shoppen – sie hat kurzerhand Philippes teure Uhr versetzt. Das ist kein guter Start. Am Tag darauf meldet sich Philippe immerhin bei der Arbeitsvermittlung. Für einen jungen Mann ohne jeglichen Abschluss erweist es sich aber als verblüffend schwierig, eine Anstellung mit einem Monatsgehalt von 10.000 bis 15.000 Euro zu erhalten. Als er sich bereit erklärt, auf seine Gehaltsforderungen zu verzichten, darf er es als Fahrrad-Rikschafahrer versuchen, stellt aber fest, dass man sich erst einmal gegen gewiefte Konkurrenz durchsetzen muss. Stella findet mit Hilfe von Matthieu, dem Sohn der langjährigen Haushälterin der Barteks, eine Anstellung als Bedienung und Tellerwäscherin in dem Restaurant, in dem er arbeitet. Francis lässt es sich indes gut gehen und träumt davon, das alte Haus wieder instand zu setzen. Als er nach einem Picknick in das Gemäuer zurückkehrt, läuft ihm Alex in die Arme. Der Salonrevoluzzer ist gerade erst aufgestanden und sieht erst einmal keinen Anlass, sich um einen Job zu bemühen.

Aller Anfang ist schwer: Stella und Philippe haben sich trotz Rückschlägen durch den ersten Arbeitstag gekämpft und bringen genügend Geld mit, um sich Einkäufe für ein Abendessen leisten zu können. Alex, der den ganzen Tag nur gefaulenzt hat, geht dabei leer aus. Am nächsten Tag lernen Stella und Philippe ein paar wichtige Lektionen dazu, entdecken aber auch, dass Arbeit tatsächlich erfüllend sein und Spaß machen kann. Alex hilft seinem alten Herrn derweil bei der Renovierung und verdient sich dadurch seine Mahlzeiten. Als die Familie abends beisammen sitzt, unterhalten sie sich erstmals richtig miteinander. Und Francis erfährt ein paar bittere Dinge. Vor allem über sich: Seine Kinder erzählen ihm, es habe sie geschmerzt, dass für ihn immer die Arbeit zuerst gekommen sei, er habe sich niemals wirklich für sie interessiert: Geld statt Liebe sei seine Devise gewesen. Francis ist beleidigt, will sich nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen.

Und doch ist ein erster Schritt getan, die Familie Bartek wieder zusammenzubringen: Sie erfahren Dinge voneinander und über sich, die sie nie geahnt hätten. Die Barteks sind mit einem Mal aufrichtig zueinander, erzählen über ihr Leben, ihre Träume, ihre Geheimnisse. Es geht bergauf, ganz wie Francis es sich ausgemalt hat, als er seinen Plan gefasst hatte. Doch dann beginnt Stellas Liebhaber Juan Carlos herumzuschnüffeln und droht Francis seine Lüge auffliegen zu lassen, wenn er sich weiterhin gegen die Hochzeit sträubt. Den Bartek-Kindern gegenüber tut Juan Carlos so, als sei er der Retter der Familie: Ihm sei es zu verdanken, dass die Konten nicht länger eingefroren sind. Francis fügt sich – aus Angst, die Kinder würden ihm die Wahrheit nicht verzeihen. Doch dann kommt alles anders als gedacht…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 29.09.2021


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