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Mona Lisas Lächeln - Plakat zum Film

MONA LISAS LäCHELN

("Mona Lisa Smile")
(USA, 2003)

Regie: Mike Newell
Film-Länge: 115 Min.
 
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 Kino-Start:
 22.01.2004

 DVD/Blu-ray-Start:
 20.07.2004

 Pay-TV-Start:
 28.08.2005

 Free-TV-Start:
 09.10.2006

"Mona Lisas Lächeln" - Handlung und Infos zum Film:


1953, Amerika auf der Höhe der Eisenhower-Ära. Eine Zeit, in der Konformität und Traditionsbewusstsein überlebensnotwendig sind. Das Land hat gerade den Koreakrieg überstanden, McCarthy und das "House of Un-American Activities" verbreiten mit ihrer Kommunistenhatz Angst und Schrecken, erst im nächsten Jahr wird Elvis Presley seine erste Single aufnehmen und die Welt mit Rock 'n' Roll für immer verändern. In dem Elite-College Wellesley erhalten Mädchen aus der weißen Oberklasse die beste Ausbildung - allerdings nicht, um auf erfolgreiche Berufslaufbahnen, sondern auf ihr Leben als ideale Hausfrau an der Seite ihrer Männer vorbereitet zu werden.

Als die junge und frei denkende Berkeley-Absolventin Katherine Watson (Julia Roberts) eine Stelle als Dozentin für Kunstgeschichte in Wellesley annimmt, ahnt sie nicht, wie stark reglementiert die moralischen und traditionellen Werte tatsächlich sind, mit denen sie es aufnehmen muss. Als leidenschaftliche Lehrerin sieht sie ihre Aufgabe darin, ihre Schülerinnen in ihren intellektuellen und individuellen Freiheiten zu bestärken und sie zu ermutigen, ihre Talente zu entfalten und mehr im Leben anzustreben, als es die Gesellschaft vorschreibt.

Bereits bei der Suche nach einer Unterkunft muss Katherine feststellen, dass ihre selbst gestellte Aufgabe keine leichte sein wird. Die wellesleyschen Traditionen verbieten auch im Haus der Kollegin Nancy Abbey (Marcia Gay Harden) laute Musik und Herrenbesuche. Nancy ist ein Vorbild an Anstand und Sitte für jede Studentin. Als Professorin für Hauswirtschaftslehre ist sie mit Pumps und Perlenkette stets unfehlbares Beispiel und bereitet die Mädchen auf alle Pflichten und Fertigkeiten vor, die sie in ihrem Leben nach Wellesley benötigen. Dabei ist Nancy selbst unverheiratet und hat mit dem Ruf der bemitleidenswerten "alternden Jungfer" zu kämpfen. Während des Kriegs von ihrem Freund verlassen, teilt Nancy nun ihr Haus in der Nähe des Campus mit Dr. Amanda Armstrong (Juliet Stevenson), der Schulärztin - einer fortschrittlich denkenden Mittvierzigerin, die bis zum Tod ihrer Lebensgefährtin in einer lesbischen Beziehung lebte. Eine Tatsache, die im Jahr 1953 in einem Ort wie Wellesley kritisch beäugt wird. Bei ihrem Einzug gibt Amanda Katherine einen Rat für ihren ersten Unterrichtstag: "Sie riechen, wenn jemand Angst hat" - und meint damit die Studentinnen, denen Katherine kurz darauf in den heiligen Hallen von Wellesley gegenübersteht, um sie in die Welt der Kunst einzuführen. Scheinbar haben die Mädchen tatsächlich nicht vor, es der jungen Frau leicht zu machen, der der Ruf vorauseilt, ihrer Zeit voraus zu sein.

Ganz besonders Betty Warren (Kirsten Dunst) hat sich offensichtlich vorgenommen, Katherine in ihre Schranken zu weisen. Als populärste Studentin ihrer Fakultät stammt die 20-Jährige aus einer wohlhabenden und privilegierten Ostküsten-Familie. Als Tochter einer ehemaligen Wellesley-Absolventin hat Betty die Normen der exklusiven Gesellschaftsschicht nie in Frage gestellt. Bissig und zickig nutzt Betty ihre Rolle als Redakteurin der Universitätszeitung, um aufrührerische, konservative Artikel gegen subversive Einflüsse an ihrer Schule zu verfassen, die den Status quo ihrer engstirnigen Alma Mater in Frage stellen. Wie es ihre Eltern und die Moral verlangen, steht Betty zu Beginn des Semesters kurz vor der Hochzeit mit einer guten Partie aus einer angesehenen Familie.

Zu Bettys besten Freundinnen gehört die hübsche und ruhige Joan Brandwyn (Julia Stiles). Sie zählt zu den besten Schülerinnen in allen Fächern und ist obendrein eine hochbegabte Athletin und Rednerin. Sie ist mit Tommy (Topher Grace) verlobt, einem zukünftigen Harvard-Studenten mit fantastischen Karriereaussichten, der mit Bettys Zukünftigem Spencer (Jordan Bridges) eng befreundet ist. Giselle Levy (Maggie Gyllenhaal) dagegen gilt gegenüber den zwei traditionsbewussten Musterschülerinnen eher als Rebellin und ist die sexuell Erfahrenste der Mädchen. Geboren und aufgewachsen an der Upper West Side, zeichnet sich Giselle durch ihre (sexuelle) Reife und Unverfrorenheit aus. Sie hat es sich zum Hobby gemacht, die moralischen Grenzen ihrer Umgebung herauszufordern, wann immer sie kann. Weswegen sie mit Betty oft und gerne aneinander gerät. Diese kann Giselles sexuelle Abenteuer nur als schlimmstes Vergehen betrachten.

Und dann ist da noch Connie Baker (Ginnifer Goodwin): Leicht korpulent und doch lebhaft und fröhlich, akzeptiert sie ihre Außenseiterrolle als hässliches Entlein und die privilegierte Position ihrer besten Freundin Betty, deren scharfe Zunge Katherine bereits nach wenigen Minuten zu spüren bekommen soll: Die Elevinnen haben sich auf den Unterricht bestens vorbereitet und nehmen ihrer Lehrerin nicht nur Antworten, sondern selbst die Fragen vorweg. Bis sie angesichts der herrschenden Langeweile beschließen, die Vorlesung vorzeitig für beendet zu erklären...

"Everybody's Darling" Julia Roberts als Idealistin mit "eigenem Kopf" und ureigenen Ansichten – kann das funktionieren? Ja, weil sie die Rolle so anlegt, wie sie offensichtlich von der Vorlage gemeint ist: Sympathisch und liebenswert statt starrsinnig und nur revolutionär. Das ganze "drum herum" ist nett drapiert mit inzwischen bekannten, aber doch noch "gerade so frisch" wirkenden Gesichtern wie Kirsten Dunst oder Julia Stiles – allerdings fehlen die ganz großen emotionalen Highlights ebenso wie ein paar zündende Gags. Aber vielleicht schleppt Regisseur Mike Newell auch nur die Hypothek mit sich rum, dass man von seinen Filmen seit "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" immer noch etwas mehr erwartet…


Die Redaktions-Wertung:70 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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