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München - Plakat zum Film

MüNCHEN

("Munich")
(USA, 2005)

Regie: Steven Spielberg
Film-Länge: 164 Min.
 
"München" auf DVD bestellen
DVD:  7.49 EUR
  


 Kino-Start:
 26.01.2006

 DVD/Blu-ray-Start:
 03.08.2006

 Pay-TV-Start:
 24.06.2007

 Free-TV-Start:
 17.08.2008

"München" - Handlung und Infos zum Film:


Avner Kauffman (Eric Bana) ist vom israelischen Geheimdienst bestens ausgebildet und scheint für Sonderaufgaben prädestiniert. Dabei hat er eigentlich im Moment andere Gedanken, denn seine Frau Daphna (Ayelet Zorer) erwartet ein Baby. Aber just zu dem Zeitpunkt entscheidet Israels Ministerpräsidentin Golda Meir (täuschend echt: Lynn Cohen), dass das Attentat der Palästinenser bei den Olympischen Spielen von München gerächt werden soll.

Ein Mossad-Offizier namens Ephraim (Geoffrey Rush) tritt an Avner heran und betraut ihn mit der Mission: Zusammen mit einem Team soll er in Europa die elf Namen aufspüren und liquidieren. Zögernd willigt Avner ein und macht sich mit seinem Team an die "Arbeit". Dabei sind der knallharte, aus Südafrika stammende Fluchtwagen-Fahrer Steve Cake (Daniel Craig); der deutsche Jude Hans (Hanns Zischler), der als Fälscher großes Talent hat; der belgische ehemalige Spielzeugmacher Robert (Mathieu Kassovitz), der zum Sprengstoffexperten geworden ist und die Bomben für die Attentate bauen soll; und der ruhige und methodische Carl (Ciaran Hinds), dessen Job es ist, hinter den anderen "aufzuräumen".

Von Genf über Frankfurt, Rom, Paris, Zypern, London und Beirut reisen Avner und sein Team unter absoluter Geheimhaltung; nach und nach spüren sie jeden einzelnen dieser Männer auf der geheimen Liste der Zielpersonen auf und führen hoch komplizierte Mordanschläge aus. Unterstützung bekommen sie dann von dem mysteriösen Louis (Mathieu Almalric), der zusammen mit seinem Vater (Michael Lonsdale) dafür sorgt, dass Avner und sein Team die geheimen Aufenthaltsorte der Palästinenser erfahren…

Noch vor einem guten Jahrzehnt hätte man größte Vorbehalte gehabt, dass "Popcorn-Kino-Regisseur" Spielberg sich an einen solchen Stoff heran macht – zumal, wenn er nicht wie in Filmen wie "Die 21 Stunden von München" oder im Dokumentar-Film "Ein Tag im September" das Attentat selbst beleuchtet, sondern den politischen Umgang damit. Nachdem Spielberg aber mit "Schindlers Liste" 1993 deutlich bewies, dass er auch sensibel inszenieren kann und auch sein Sklavendrama "Amistad" akzeptabel war, traute man ihm auch diesen Stoff zu.

Allerdings: Ein Treffer war es nicht. Natürlich, Spielberg inszeniert die Jagd nach dem Attentäter routiniert spannend und es dauert nicht lange, bis sich der Zuschauer mit Avner und Co. fast identifiziert und auf Gelingen der Anschläge hofft. Spätestens da ist der Punkt an einem moralisch fragwürdigen Punkt angekommen, der nicht im Zuschauer selbst begründet liegt – immer wieder führt der Streifen das Publikum dahin, dass die Israelis die "Guten" sind und die Rache gerechtfertigt. Dummerweise kommt man trotz der guten 2 ½ Stunden Laufzeit selten zum Atemholen, so dass man darüber reflektieren könnte. Dass der Zuschauer nachher das Kino doch mit einem "guten" Gefühl verlässt, verdankt "München" den letzten zehn Minuten, in denen einiges doch wieder zurecht gerückt ist – allerdings nur für den, der es hören mag und dass dürfte den handwerklich exzellent gemachten "München" in der Massenrezeption mehr als fragwürdig machen…


Die Redaktions-Wertung:70 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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