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Oskar und die Dame in Rosa - Plakat zum Film

OSKAR UND DIE DAME IN ROSA

("Oscar et la dame rose")
(F/B, 2009)

Regie: Eric-Emmanuel Schmitt
Film-Länge: 104 Min.
 
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DVD:  9.99 EUR
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 Kino-Start:
 07.10.2010

 DVD/Blu-ray-Start:
 17.02.2011

 Free-TV-Start:
 23.03.2016

"Oskar und die Dame in Rosa" - Handlung und Infos zum Film:


Es ist Besuchszeit im Krankenhaus, doch Oskar (Amir) wartet vergebens auf seine Eltern. Dabei hat er von seinem Dachgeschossfenster aus beobachtet, wie Mama und Papa mit ihrem Auto auf den Hof fuhren. Verwirrt macht er sich in dem weitläufigen alten Gebäude auf die Suche. Und entdeckt sie schließlich im Sprechzimmer von dem weißhaarigen Klinikleiter (Max von Sydow). Heimlich belauscht Oskar das Gespräch zwischen den Erwachsenen und erfährt auf diese Weise, was sich niemand traut ihm zu sagen: Keine der zahlreichen Behandlungsmethoden konnte das Fortschreiten seiner Leukämieerkrankung aufhalten, und nun hat er nicht mehr lange zu leben. Oskar ist schockiert, traurig und wütend – wütend vor allem darüber, dass die Erwachsenen nicht den Mut aufbringen, seinen Fragen, Ängsten und Wünschen offen zu begegnen. Stattdessen weichen sie der Wahrheit ständig aus.

Spontan beschließt er, kein Wörtchen mehr zu reden, am allerwenigsten mit seinen Eltern. Am liebsten wäre es ihm sogar, er würde sie gar nicht mehr wiedersehen.

Kurz darauf muss Oskar sein Schweigegelübde allerdings schon wieder brechen. Denn als er im Treppenhaus mit Rose (Michele Laroque) zusammenstößt, imponiert dem kleinen Jungen, wie die zickige, gehetzt wirkende Dame in dem pinkfarbenen Kostüm kein Blatt vor den Mund nimmt und mit Schimpfwörtern nur so um sich wirft. Eigentlich war Rose gekommen, um einen neuen Abnehmer für ihre selbstgebackenen Pizzas zu finden, doch Oberschwester Gommette (Amira Casar) lehnt ihre Offerte ab.

Aufgebracht ruckelt Rose mit ihrem rosa bemalten kleinen Lieferwagen namens "Pinky Pizzas" zum abgelegenen Haus ihrer Mutter zurück, wo sie nach ihrer Scheidung Unterschlupf gefunden hat. Lily (Mylene Demongeot), die ein Schneideratelier für Prinzessinnenkostüme betreibt und sich selbst so mädchenhaft-überkandidelt benimmt wie eine in die Jahre gekommene Fee, gelingt es nicht, die Laune ihrer Tochter zu bessern. Erst ein Anruf von dem Doktor, der Rose überraschend zu einem Gespräch ins Krankenhaus bittet, sorgt wieder für gute Stimmung. Leider nur vorübergehend. Denn in der Klinik erfährt Rose den wahren Grund für ihr Treffen: Obwohl er sie nur einmal flüchtig gesehen hat, wünscht sich Oskar unbedingt Besuch von der Dame in Rosa – jeden anderen Kontakt lehnt er kategorisch ab.

Der Doktor bittet Rose inständig um Hilfe. Die hat jedoch überhaupt keine Lust, Seelsorgerin zu spielen, und lehnt schnippisch ab, zumal sie Krankenhäuser und alles, was damit verbunden ist, hasst. Erst als der Doktor ihr einen Kuhhandel vorschlägt – sollte sie Oskar besuchen, darf sie die Klinik täglich mit ihren Pizzas beliefern – lässt sich Rose breitschlagen.

Doch aus dem Zwangsarrangement entwickelt sich schnell eine ganz besondere Freundschaft. Oskar und Rose sind aus demselben Holz geschnitzt. Sie mögen es nicht, wenn um den heißen Brei herumgeredet wird; lieber nennen sie die Dinge beim Namen, obwohl es den anderen im ersten Moment vielleicht schockiert und verletzt. Denn was nützen die schönsten Lügen, wenn sie zu gut klingen, um wahr zu sein? Wie er aussehe, will Oskar einmal von Rose wissen, nimmt seine Wollmütze ab und präsentiert seinen kahlen Schädel. "Wie ein Marsmännchen", antwortet Rose ebenso aufrichtig wie liebevoll. Sie ist der Meinung, dass eine ordentliche Portion Fantasie und Witz nicht schaden kann, um Oskar Mut und Lebensfreude zu machen. Dass sie selbst ein bisschen Sonne in ihrem Leben gebrauchen könnte, will Rose – die sich gegen zuviel Nähe sperrt und ihren anhänglichen Liebhaber immer wieder zurückweist – nicht wahrhaben.

Gleich beim ersten Besuch in Oskars Krankenzimmer berichtet Rose von einem der vielen sagenhaften Kämpfe, die sie früher als berühmt-berüchtigte Catcherin ausgefochten hat. Und sie fordert den Jungen auf, sich vorzustellen, dass er künftig an jedem einzelnen Tag zehn Jahre durchlebt: Nach zwölf Tagen, denn so viele hat das alte Jahr noch, hätte er dann im Schnelldurchlauf erfahren, wie sich ein ganzes Leben anfühlt – Kindheit, Jugend, erste Liebe, Ehe, Midlife-Krise, das Alter. Und so kommt es denn auch...

Als Oskar eines Vormittags über Langeweile klagt, empfiehlt Rose als Gegenmittel täglich einen Brief an Gott. Er glaube weder an den Weihnachtsmann noch an den lieben Gott, meint Oskar bockig. Doch Rose erklärt ihm, dass es darum gehe, sich all die Dinge von der Seele zu schreiben, die er sonst in sich hineinfresse. Zudem habe er jeden Tag einen Wunsch frei. Er dürfe sich also Spielzeug und Süßigkeiten bei Gott bestellen, meint Oskar hoffnungsvoll. Nein, erwidert Rose, eher immaterielle Dinge wie Mut, Geduld und Erleuchtung. Während das Band zwischen Oskar und Rose immer enger wird, weil er seine Ängste und Gedanken mit ihr teilen kann, verläuft ein Besuch seiner Eltern ziemlich unerfreulich. Noch immer weichen die beiden der schmerzhaften Tatsache aus, dass ihr Sohn sterben wird, gaukeln mühsam Normalität vor und wirken dadurch unbeholfen und distanziert. Oskar erträgt die Maskerade nicht länger und behauptet schon nach kurzer Zeit, müde zu sein und schlafen zu müssen. Beim Abschied umarmt ihn seine Mutter verzweifelt, doch er sagt nur: "Du tust mir weh!" – und weint sich in den Schlaf. Zum Glück ist Rose am nächsten Morgen wieder zur Stelle, um Oskar auf andere Gedanken zu bringen.

Einmal schleust sie ihn in einem riesigen Pappmaché-Kuchen aus dem Krankenhaus, damit sie Gott in einer Kirche besuchen können. Ein anderes Mal tröstet sie ihn in seinem Liebeskummer und bestärkt ihn um seine Freundin Peggy Blue (Mathilde Goffart) zu kämpfen. Gemeinsam erleben sie Oskars "Hochzeit", dann seine "Lebenskrise" und schließlich das "Alter".

Auch Oskars kleinen Mitpatienten sorgen komplizenhaft dafür, dass Oskar sein Leben leben kann und helfen ihm sich unbemerkt in Roses Lieferwagen verstecken zu können – er will Heiligabend nämlich unbedingt bei ihr zu Hause feiern. Natürlich löst sein Verschwinden eine hektische Suchaktion aus. Doch nachdem Rose das Krankenhaus und Oskars besorgte Eltern verständigt hat, kann der Junge im Kreis von Roses Familie und seinen Eltern das vielleicht schönste Weihnachtsfest seines Lebens verbringen. Das Jahr neigt sich freilich unaufhaltsam seinem Ende zu, und Oskar wird immer "älter"...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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