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Ossi

OSSI'S ELEVEN

(D, 2007)

Regie: Oliver Mielke
Film-Länge: 93 Min.
 
"Ossi
DVD:  4.99 EUR
  


 Kino-Start:
 28.02.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 27.10.2008

 Pay-TV-Start:
 28.09.2009

 Free-TV-Start:
 11.05.2011

"Ossi's Eleven" - Handlung und Infos zum Film:


Endlich wieder draußen. Der Versuch, seinen Boss Georg um eine LKW-Ladung zu prellen, hat Speditionsfahrer Oswald (Tim Wilde) ein Jahr seines Lebens und den Job gekostet. Nun geht es dank frühzeitiger Entlassung zurück nach Hause in den Plattenbau und in die Arme seiner attraktiven Frau Nina (Eva Habermann). Der Rückbau ist hier schon seit Jahren im Gange, die Betonriesen verschwinden Zug um Zug und mit ihnen die Menschen. Die Stadt wird zur Wüste. Das spüren auch Bruno (Michael Brandner) und Axel (Götz Otto). Die beiden Brüder betreiben eine Wurstbude und sehen trostlosen Zeiten entgegen.

Da geht es der örtlichen Spedition schon deutlich besser. Hier brummt zwar das Geschäft, doch wirklich glücklich ist der in dem Logistikunternehmen tätige Georg (Andreas Giebel) trotzdem nicht. Gestresst und von unmotivierten Mitarbeitern umgeben, wünscht sich der bayerische Grantler jeden Tag in die Heimat im Süden von Deutschland zurück, während sein Fahrer Karl (Stefan Jürgens) mit üblen Macho-Sprüchen die Kunden des Unternehmens zu vergraulen droht. Dass sich Oswald trotz seines Fehlverhaltens wieder in der Kantine der Spedition blicken lässt, um seinem Kumpel Karl einen Besuch abzustatten, betrachtet sein Ex-Chef Georg natürlich als reine Provokation und nutzt die Gelegenheit, um gleich beiden eine Standpauke zu halten. Die angespannte Stimmung in der Arbeit bekommt auch Küchenhilfe Tommy (Sascha Schmitz) zu spüren. Obwohl Tommy schon auf die Dreißig zugeht, gibt sich der Junge mit der Elvistolle noch reichlich unreif, weshalb er auch von seiner Angebeteten, der hübschen Kassiererin Collien (Collien Fernandez), nur müde belächelt wird.

Während in der Kantine die Fetzen fliegen, beschließt Bruno im Imbiss, einen Schlussstrich zu ziehen und sich das Leben zu nehmen. Er macht es sich mit einem Bier und einer Packung gefrorener Pommes am Boden des Anhängers gemütlich und dreht den Gashahn auf. Unterdessen macht Karl bei einem Feierabendbier seinem Ärger über den aufgebrachten Chef Luft. Oswald gibt Karl daraufhin zu verstehen, dass er längst neue Pläne hat und sich nicht mehr mit solch kleinen Ärgernissen abgeben will. Bis ins Detail hat er einen Plan ausgetüftelt, bei dem er eine Kette von Spielhöllen um ihre Einnahmen erleichtern will. Ein guter Plan, wie auch Karl findet, wenn die Kette nicht während Oswalds „Auszeit“ im Gefängnis Bankrott gegangen wäre. Ein herber Rückschlag für Oswald, doch in seinem Kopf beginnt es umgehend erneut zu rotieren, als Karl zwischen seinen Frauengeschichten auch von alten D-Mark-Münzen zu berichten weiß, die in der Eisengießerei am Stadtrand recycelt werden.

Bruno hat "Glück" gehabt und ist bei seinem Selbstmordversuch unerwartet von einem der seltenen Kunden gerettet worden – einer Kundin, genauer gesagt, wie ihm sein Bruder erklärt. Und Axel möchte die Situation nutzen und Bruno bei der Gelegenheit zu einem Date drängen – schließlich sollte er sich für so eine Rettungsaktion irgendwie erkenntlich zeigen. Auch für Lea (Jule Ronstedt) und Conny (Karoline Eichhorn) läuft nicht alles glatt. Die beiden Arbeitskolleginnen und Freundinnen, beide Mitte Dreißig, werden wohl in ein paar Monaten ihren Job los sein und zu allem Übel hält sie ihr Chef auch noch mit scheinheiligen Versprechungen hinsichtlich noch ausstehender Lohnzahlungen hin.

Oswald macht mit Karl einen Ausflug zum Stadtrand – und eröffnet ihm seinen Plan: angeregt durch Karls Erzählung hat er in Erfahrung gebracht, dass in der Eisengießerei regelmäßig größere Mengen alter D-Mark-Münzen recycelt werden. Mehrere Hundert Tausend D-Mark liegen somit regelmäßig quasi unbewacht in der Gießerei und warten nur darauf, vor dem Schmelzofen gerettet zu werden, denn schließlich lässt sich das alte Geld ja noch immer problemlos bei den Banken in Euros eintauschen. Während Karl noch Zweifel hegt, steht für Oswald bereits fest, dass er nur noch die richtige Mannschaft braucht, um diesen todsicheren Coup in die Tat umzusetzen.

Dass sich Oswald bedingt durch seine frühzeitige Entlassung noch regelmäßig bei der Polizei melden muss, hindert ihn nicht daran, von nun an jede freie Minute der Umsetzung seines Coups zu widmen. Dem zuständigen Polizeibeamten Alwin (Rainer Basedow) schildert er sein Vorhaben schlicht als Initiative zur Altmetallsammlung, was dem Polizisten ein gutes Gefühl gibt und streng genommen nicht einmal wirklich gelogen ist. Tatsächlich erweisen sich Oswalds Rekrutierungsversuche durchaus als schwierig. Die beiden Wurstverkäufer Axel und Bruno zumindest erteilen Oswald eine Absage, auch wenn Oswald einiges über ihre Vergangenheit zu wissen scheint. Zu allem Überfluss belauscht auch noch Stammkunde Boris (Helmfried von Lüttichau) das diskrete Gespräch. Aber auch untereinander finden die beiden Brüder nicht zusammen: Als Brunos Lebensretterin Lea mit ihrer Freundin am Imbiss die tägliche Bratwurst abholt, gibt der hölzerne Bruno nur ein paar spärliche Worte von sich und kassiert zur Krönung auch noch regulär bei ihr ab…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 30.01.2008


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