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Simons Geheimnis - Plakat zum Film

SIMONS GEHEIMNIS

("Adoration")
(CDN, 2008)

Regie: Atom Egoyan
Film-Länge: 100 Min.
 
"Simons Geheimnis" auf DVD bestellen
DVD:  9.95 EUR
  


 Kino-Start:
 28.05.2009

 DVD/Blu-ray-Start:
 04.12.2009

"Simons Geheimnis" - Handlung und Infos zum Film:


Es ist eine schockierende Geschichte, die die Französisch-Lehrerin Sabine (Arsinee Khanjian) ihrer Klasse als Übersetzungsübung diktiert: Eine hochschwangere junge Europäerin, die nach Israel fliegen will, wird vor dem Abflug an der Sicherheitskontrolle aufgehalten. In ihrem Gepäck findet man Plastiksprengstoff und einen Zünder – dort platziert von ihrem Mann, einem Jordanier, der die "El-Al"-Maschine mitten im Flug zur Explosion bringen wollte und dabei sogar den Tod seiner Frau und seines ungeborenen Kindes in Kauf nimmt.

Einer von Sabines Schülern schreibt besonders eifrig mit: Simon (Devon Bostick). Der Junge, dessen Eltern vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen, wandelt die Geschichte kurzerhand ab, indem er sich in die Rolle des Sohnes versetzt, den sein Vater sterben lassen wollte. Sabine ermuntert Simon, die Geschichte weiter auszubauen und beim Theaterfest der Schule als dramatischen Monolog aufzuführen. Bis dahin soll er so tun, als wäre die Erfindung Realität. Als Simon vor der Klasse seine Version vorträgt – "die Geschichte letzte Woche hat alles zurückgebracht" – sind seine Mitschüler fassungslos; in der Klasse und in dem Video-Chatroom, den Simon ständig besucht, beginnt bald eine intensive, hoch emotionale Diskussion über Schuld und Vergebung, es kommen dabei aber auch üble Vorurteile über den Islam hoch.

Während sich immer mehr Menschen im Internet an der Diskussion beteiligen, wird auch Sabine aktiv. Ihr Plan ist es, mit Simons Monolog Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und Religionen in Frage zu stellen. Ein besonderes Versuchsobjekt soll Simons Onkel Tom (Scott Speedman) werden, bei dem der Junge seit dem Tod seiner Eltern lebt – laut Simon ist Tom, ein Abschleppunternehmer, engstirnig und intolerant. Verkleidet mit einem orientalischen Gesichtsschmuck, spricht Sabine Tom an, der gerade vor seinem Haus eine Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren aufbaut. Er weist sie rüde ab und erklärt Simon, solche Typen gehörten nicht hierher.

Sabine gibt aber nicht auf, sucht das Haus ein zweites Mal auf und erhält endlich Einlass. Sie bewundert den Weihnachtsbaum und die alten Familienfotos auf dem Kamin von Simon mit seinen Eltern, doch das Gespräch über Glauben und fremde Kulturen, das Sabine Tom aufzwingt, endet im Streit.

Selbst als Sabines "Feldversuch" an der Schule, der immer größere Kreise zieht, scheitert und sie entlassen wird, noch bevor Simon mit dem Monolog auftreten kann, hält ihr bemerkenswert intensives Interesse an dem Jungen und seinem Onkel an. Als sie falsch parkt und abgeschleppt wird, ist es ausgerechnet Tom, der den Auftrag übernimmt; für Sabine die ideale Gelegenheit, sich Tom erneut zu nähern und sich diesmal als Lehrerin seines Neffen erkennen zu geben - ein Geheimnis behält sie dabei allerdings noch für sich…

Und sie ist nicht die einzige Person mit Geheimnissen: Auch Tom weiß mehr über die Nacht, in der Simons Eltern starben und darüber, was am Abend davor geschah, als es zu einem erbitterten Streit zwischen Simons Opa Morris (Kenneth Welsh) und Simons muslimischem Vater Sami (Noam Jenkins) kam. Als Simons Geschichte als Fiktion auffliegt und seine Chatroom-Freunde sich von ihm, dem "Lügner", abwenden, haut Simon ab und trampt zu dem Haus am Seeufer, in dem er aufwuchs, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nun muss er sich schließlich auch entscheiden, welche Version der Familiengeschichte er glauben will: die romantische Geschichte einer großen Liebe zwischen der jungen, begabten Geigerin Rachel (Rachel Blanchard) und dem begeisterungsfähigen Geigenbauer Sami - oder die einer gescheiterten Beziehung mit furchtbarem Ende, wie sie ihm sein Opa erzählt hat, der Sami noch auf dem Sterbebett als "Mörder" verflucht hat...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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