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Sommer der Gaukler - Plakat zum Film

SOMMER DER GAUKLER

(D/A, 2011)

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Film-Länge: 110 Min.
 
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 Kino-Start:
 22.12.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 13.07.2012

 Free-TV-Start:
 29.06.2013

"Sommer der Gaukler" - Handlung und Infos zum Film:


Das Trauerspiel über Agnes Bernauer, die Geliebte des bayerischen Herzogs Albrecht III., ist der große Erfolg der Schauspielertruppe rund um das Ehepaar Emanuel (Max von Thun) und Eleonore Schikaneder (Lisa Maria Potthoff). Mit dem Theaterstück touren die Darsteller durch die Lande, immer kurz vor dem Bankrott, immer in der Hoffnung auf den großen Durchbruch. Der ständige Geldmangel, die kargen Lebensumstände und spärlichen finanziellen Mittel begünstigen den Zwist innerhalb des Ensembles. Wallerschenk (Nicholas Ofczarek) will sich endgültig von der Truppe trennen. Doch dem charismatischen Schikaneder und seiner charmanten Gattin gelingt ein ums andere Mal mit einem Trick den wichtigen Kollegen zu halten. Schließlich hofft auch er auf den großen Durchbruch, den sich alle von einem Auftritt in Salzburg und vor den Augen Mozarts (Florian Teichtmeister) erhoffen. Wallerschenk verspricht, die Truppe nicht zu verlassen, bis Mozart ihn auf der Bühne gesehen hat.

Voller Erwartung machen sich im Sommer 1780 alle auf nach Salzburg. Doch nachdem man ihnen die Einreise in die Bischofsstadt verweigert, schlagen Schikaneder und seine Leute ihr Lager vorerst nahe der österreichischen Grenze in einem heruntergekommenen kleinen Bergdorf auf. Hier will man auf die Spielerlaubnis in Salzburg warten. Doch das dauert. In der Zwischenzeit geraten sich die Schauspieler immer mehr in die Haare. Die Lage eskaliert, als die letzten Finanzpolster aufgezehrt sind. Schikaneder fehlt die Inspiration zum Schreiben.

Derweil entfacht im Dorf eine Revolte der Bergleute gegen den ausbeuterischen Bergwerksbesitzer Franz Paccoli (Erwin Steinhauer). Der Allgäuer Georg Vester (Maxi Schafroth) wird zum Anführer stilisiert, als er versehentlich den Vorarbeiter (Christian Lerch) im Affekt k.o. schlägt. Schikaneder wird zusehends Zeuge der Entwicklungen. Begeistert vom echten Drama, das sich vor seinen Augen entfaltet, wittert er einen kreativen Input für seine Arbeit. Vor dieser Kulisse beginnt Schikaneder endlich an seinem "Weltentheater" zu schreiben. Held seines neuen Stückes ist – wie könnte es anders sein – Vester.

Schon bald überstürzen sich die Ereignisse im Dorf. Die Arbeiter fürchten angesichts der morschen Tunnelbauten um ihr Leben unter Tage und planen einen Streik. Ihr Anführer Vester reißt überdies auch Paccolis Tochter Babette (Anna Maria Sturm) zu romantischen Schwärmereien hin. Eleonore scheint wiederum dem Liebeswerben Wallerschenks nicht mehr ganz so abgeneigt zu sein und Kutscher Alfons (Michael Kranz) bezaubert nachts Maria (Anna Brüggemann), die Magd des Gasthofes, mit seinen Shakespeare-Zitaten. Die Realität schlägt größere Kapriolen, als es sich Schikaneder jemals ausdenken könnte.

Doch dann lässt Paccoli Vester verhaften, Schikaneders Dramenstoff gerät ins Stocken und der Wirt (Martin Weinek) der Kneipe will sein Geld. Trotz der Finanznöte lehnt der Impresario ein Auftragsstück für Paccoli ab, dass dieser seiner Tochter zur bevorstehenden Hochzeit mit dem Richter (Butz Ulrich Buse) schenken möchte. Schikaneder bleibt nur die Flucht.

Währenddessen ist Mozart auf dem Weg nach Salzburg. Am Wegesrand erkennt er den fliehenden Schikaneder und bietet ihm Platz in seiner Kutsche. Gemeinsam in bester Damengesellschaft fahren sie zu Baron von Playen (Fritz Karl). Der schöngeistige Baron ist fasziniert von der Idee eines "Welttheaters" und verspricht Schikaneder eine schöne Summe für die Inszenierung zu zahlen. Damit ist die Zukunft der Theatertruppe gesichert, Schikaneder kann in das Dorf zurückkehren. Allerdings muss er feststellen, dass das Ensemble sich davon gemacht hat bis auf seine Frau, Wallerschenk und Alfons. Die Pläne zerbersten, als der Richter den Baron verhaften lässt, um seinem zukünftigen Schwiegervater willfährig zu sein. Schikaneder kann seine Schulden nicht bezahlen und landet ebenfalls im Gefängnis.

Babett schmachtet derweil an der Gefängnistür, aber Vester ist nicht in der Lage der romantischen Babette zu erwidern. Schikaneder, der es gewohnt ist, den Frauen zu schmeicheln, erkennt die Lage und übernimmt Vesters Part. Von so vielen schönen Worten eingefangen, ist Babette zu allem bereit und so kann Schikaneder, als vermeintlicher Vester, Babette von seinem Plan überzeugen, die Flucht aus dem Gefängnis könne nur gelingen, wenn sie in die Hochzeit mit dem Richter einwilligt und die Inszenierung des Theaterstücks bei ihrem Vater einfordert.

Schikaneder, Eleonore und sehr widerwillig auch Wallerschenk bereiten die Aufführung der "Bernauerin" vor. Selbst der Kutscher wird nun noch als Schauspieler benötigt. Das Dorf ist versammelt, die Aufführung beginnt, die Spannungen hinter der Bühne lassen sich vor der Bühne nicht verheimlichen. Als dann noch die Bergwerksleute auftauchen, gerät die Szenerie außer Kontrolle.

Und genau in dieser Situation taucht, wie versprochen, Mozart auf, um der Aufführung beizuwohnen. Fasziniert von Schikaneders Theater sitzt er im Publikum und spricht am Ende die Worte: "Sein Theater ist famos! Es ist famos, aber - weißt Du was Dir fehlt...? Musik, Emanuel! Meine Musik! Ich muss weiter nach Wien, aber er weiß ja, wo er mich findet. Ja?"

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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