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Sons Of Norway - Plakat zum Film

SONS OF NORWAY

("Sönner av Norge")
(N/S/F/DK, 2011)

Regie: Jens Lien
Film-Länge: 88 Min.
 
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 Kino-Start:
 05.07.2012

 DVD/Blu-ray-Start:
 09.11.2012

 Free-TV-Start:
 23.10.2014

"Sons Of Norway" - Handlung und Infos zum Film:


Norwegen im Dezember 1978: Magnus (Sven Nordin) und sein Sohn Nikolaj (Asmund Höeg) tragen zwei randvolle Bananenkisten aus dem Supermarkt. Es ist Weihnachten und dieses Jahr wird das in der unkonventionellen Hippie-Familie mit Bananen gefeiert. Bananendeko, Bananenmenü und Vater Magnus im gelben Gewand, als Bananenpriester, der seine Rede mit Nietzsche beginnt und damit endet, dass wir Menschen doch alle Affen seien und daher das Weihnachtsmahl mit der Leibspeise der Affen zelebriert wird.

Eingeladen haben Vater Magnus und Mutter Lone (Sonja Richter) alternative Hippie-Freunde mit ihren Töchtern. Vor dem Essen proben die Kinder den Aufstand gegen die Eltern: "Nieder mit dem Patriarchat" fordern sie auf Schildern und mit lauten Rufen im Chor – ein Aufstand der gründlich misslingt. Denn Vater Magnus und die anderen Eltern steigen so laut mit ein, dass die jungen Revolutionäre der zweiten Generation untergehen. Zu Weihnachten bekommt Nikolaj von seinen Eltern eine E-Gitarre, die er gleich mit mächtig Krach ausprobiert, wozu die Eltern eng umschlungen tanzen. Eine glückliche, etwas andere Familie in einem Vorort Oslos.

Als Nikolaj von ein paar stärkeren Jungs aus dem Viertel bedrängt wird, merkt er, dass er tougher werden muss, um sich zu behaupten. Im ersten Schritt fallen hier seine langen Haare, die er so schief wie möglich absäbelt. Mit seinem besten Freund Tor (Tony Veitsle Skarpsno) besucht er Anton (Trond Nilssen), "ein echter Punk" wie Tor meint. Gemeinsam hören sie zum ersten Mal die "Sex Pistols". Eine musikalische Offenbarung. Bislang standen die Freunde mehr auf Iggy Pop.

Doch kurz darauf geschieht ein schreckliches Unglück, Nikolajs Mutter Lone stirbt bei einem Unfall. Der tief verzweifelte Magnus fällt in eine schwere Depression und ist nicht aus seinem Zimmer zu bewegen. Jetzt ist es an Nikolaj stark zu sein und sich sowohl um den kleinen Bruder als auch um den phlegmatischen Vater zu kümmern. Der überforderte Magnus schickt den jüngsten Sohn bald zu Verwandten, nun bleiben Nikolaj und Magnus allein zurück.

Nach einiger Zeit erwacht Magnus langsam aus seiner Depression, doch verrennt er sich immer mehr in utopische Ideen. Statt Reihenhäuser möchte der Architekt Magnus nun ein Glashaus bauen. Auch Nikolaj sucht seinen Schmerz zu kompensieren, er flieht in die Punkszene. Gemeinsam mit Tor beginnen die Freunde sich von den netten Jungs in Punks zu verwandeln: Die Haare werden gefärbt, die Sicherheitsnadel durchs Ohr gepierct und eine halb abgefackelte Flagge auf‘s zerschlissene Jackett gepinnt. Gerne würde Nikolaj seinen Vater mit seinem neuen Piercing zumindest ein bisschen provozieren, aber Magnus mustert ihn nur etwas länger und fragt, ob sie ausgehen wollen.

Während Nikolaj und Tor als Punks das Viertel ein bisschen aufgemischt haben, hat Magnus daheim "Never Mind the Bullocks – This is the Sex Pistols" gehört und fragt seinen Sohn, was dieser Johnny Rotten (John Lydon) eigentlich will, der sei ja einfach nur gegen alles – wo solle das denn hinführen. Doch die Ideale des Hippies sind Nikolaj und Tor ziemlich egal, alles ist nur eine verdammt große Lüge.

Gemeinsam mit Anton und Tor spielt Nikolaj nun in einer Punkband "Dirt" und die wollen gar nicht erst gut klingen oder spielen, sondern vor allem laut und krachend sein. Magnus hat mittlerweile seinen Job als Architekt gekündigt, sein Glashaus war dem Büro zu experimentell. Um schnell etwas Geld aufzutreiben, verkaufen sie ihren ausgebauten Bulli. Nikolaj geht in seiner Verwandlung noch weiter und pierct sich mit einer großen Sicherheitsnadel die Wange.

Am Nationalfeiertag steht Nikolaj mit seinen Punk-Freunden auf dem Schulhof, der Direktor hält eine Rede, als Nikolaj eine leere Bierflasche auf ihn wirft – und ihn am Kopf trifft. Die Freunde versuchen vor den Eltern und Aufsehern, die sie verfolgen, zu fliehen. Nikolaj und der Freundin von Anton gelingt die Flucht. Als sich die beiden verstecken küsst er das hübsche Mädchen. Doch Tor und ein anderer Junge werden von dem Mob aufgegriffen und verprügelt. Der Direktor hat die Kinder und ihre Eltern am folgenden Tag in sein Büro bestellt und hält eine emphatische Rede über deren ungebührliches Verhalten. Bis Magnus aufsteht und eine nicht minder emphatische Rede schwingt: Die revolutionären Ambitionen der Kinder sollten doch begrüßt, statt bestraft werden außerdem war das, was die anderen Eltern mit den Jungen getan haben, das viel größere Vergehen und was sei schon so eine Schramme am Kopf eines alten Mannes dagegen.

Für den gemeinsamen Sommerurlaub in Schweden hat Magnus ein altes Motorrad gekauft, das Vater und Sohn mit einem neuen Sitz herrichten. Die Fahrt in den Urlaub endet jedoch mit einer großen Überraschung für Nikolaj – Magnus hat ihn in ein Nudistencamp geschleppt. Und da gibt es eindeutig zu viele nackte Hippies für einen pubertierenden Punk. Magnus jedoch amüsiert sich blendend und lebt dank weiblicher Zuwendung wieder richtig auf.

Zurück in Norwegen probt die Punk-Band weiter, um einen ersten Gig zu bekommen. Um sich noch mehr auf die Musik zu fokussieren, dreht Anton Nikolaj und den anderen Koks an. Als sie ihren ersten Auftritt haben bricht allerdings der Drummer zusammen. Magnus, der in letzter Zeit immer wieder bei den Proben dabei ist und nun selber schon Lederjacke trägt, springt ein. Der erste Auftritt und der eigene Vater spielt in der Band mit! Für Nikolaj geht das eindeutig zu weit und nach einem Streit mit Anton steigt er aus der Band aus.

Im Viertel besorgt er sich Speed. Daheim beginnt er von der toten Mutter zu halluzinieren und haut ab. Nikolaj nimmt sich das Motorrad von Magnus und rast im vollen Tempo ins Schulgebäude. Im Krankenhaus spricht der panische Magnus mit dem Arzt, der ihm mitteilt, dass Nikolaj im Koma liegt; er hat schwere Kopfverletzungen. In seinem Koma-Traum hat Nikolaj eine Begegnung mit Jonny Rotten: Auch wenn die ganze Welt ein ziemlicher Haufen Scheiße ist, so liebt er das Leben doch, denn es ist dadurch auch saukomisch und was viel wichtiger ist: Da alles Scheiße ist, ist auch alles möglich. Nikolaj wacht auf und an seinem Bett wartet und wacht schon ein erleichterter Magnus...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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