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The Dixie Chicks: Shut Up And Sing - Plakat zum Film

THE DIXIE CHICKS: SHUT UP AND SING

("Shut Up And Sing")
(USA, 2006)

Regie: Barbara Kopple, Cecilia Peck
Film-Länge: 88 Min.
 
"The Dixie Chicks: Shut Up And Sing" auf DVD bestellen
DVD:  7.99 EUR
  


 Kino-Start:
 09.08.2007

 DVD/Blu-ray-Start:
 04.02.2008

"The Dixie Chicks: Shut Up And Sing" - Handlung und Infos zum Film:


Januar 2003: Die Dixie Chicks, mit 30 Millionen verkauften Alben die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten, dürfen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere beim Super Bowl die Nationalhymne der USA singen – live, dreistimmig und begleitet vom enthusiastischen Beifall der Zuschauer. Eine Sprecherin des Teekonzerns, der die bevorstehende "Top of the World"-Tournee des Damen-Trios finanziell unterstützt, zeigt sich euphorisch: Die neue Teesorte des Sponsors sei ähnlich erfrischend wie die Neubelebung der Countrymusik durch die Dixie Chicks.

10. März 2003: Just am Vorabend der US-Invasion im Irak starten die drei Texanerinnen ihre Welttournee in London, wo am Nachmittag desselben Tages eine gigantische Demonstration gegen den drohenden Krieg stattfand – mit rund einer Million Teilnehmern die größte politische Kundgebung in der Geschichte Großbritanniens. Bei ihrem Konzertauftritt im Shepherds Bush Empire lässt sich Leadsängerin Natalie Maines nach der ergreifenden Country-Ballade "Travelin’ Soldier" zu einem spontanen Kommentar hinreißen: "Nur damit ihr es wisst – wir sind auf eurer Seite. Wir wollen diesen Krieg nicht. Und wir schämen uns dafür, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt", sagt sie lachend unter dem begeisterten Jubel der Fans. Da ahnt sie noch nicht, was für einen Skandal sie mit dieser flapsigen Bemerkung auslösen wird.

Die britische Zeitung "The Guardian" zitiert Natalies Kommentar, die Nachrichtenagentur AP greift die Geschichte auf, und daraufhin verbreitet sich die Meldung in den US-Medien wie ein Lauffeuer. Ein gewaltiger Proteststurm bricht los: Politiker, Journalisten und Country-Fans reagieren empört; Internet-Websites rufen dazu auf, den Dixie Chicks den Mund zu verbieten. Die drei Musikerinnen diskutieren unterdessen mit ihrem Manager Simon Renshaw, ob sie zur Klarstellung ein neues Statement abgeben sollen, um die Wogen zu glätten. Mit britischem Sarkasmus entwirft Simon eine Art Märtyrer-Vision: Wäre es nicht toll, wenn die Lieder der Dixie Chicks von Radiostationen verbannt und ihre CDs von fanatischen Gegnern verbrannt würden?

In Wahrheit kommt jedoch alles noch viel schlimmer: In den USA beginnt eine beispiellose Hexenjagd gegen die bislang völlig unpolitischen Dixie Chicks, die bald zum Staatsfeind Nummer eins avancieren. Hauptinitiatorin der Hetzkampagne ist offenbar eine rechtsradikale Gruppe namens "Free Republic", die als perfekt organisiert gilt und auffallend gute Kontakte zu den wichtigen Rundfunkstationen unterhält. Countrysender boykottieren fortan die Musik des texanischen Trios, rufen zur Vernichtung von deren CDs auf und stellen dafür eigens große Mülltonnen bereit. Wütende Ex-Fans zerstampfen Dixie-Chicks-CDs öffentlich mit ihren Schuhen oder zermalmen sie gar mit einem Bulldozer. Eine Radiohörerin fordert dazu auf, die drei aufmüpfigen Musikerinnen an Bomben festzubinden und über Bagdad abzuwerfen: Inmitten der allgemeinen Kriegshysterie zeigt der Patriotismus seine hässlichste Fratze.

Beunruhigt vom Imageverlust der Band und von den massiv einbrechenden Tonträger-Verkaufszahlen, erwägt der Teekonzern seinen Ausstieg als Toursponsor. Die Dixie Chicks versuchen indes, die ganze Affäre positiv zu sehen – immerhin genießen sie nun mehr öffentliche Aufmerksamkeit, als sie je zu träumen wagten. Bei Fotoaufnahmen für das Cover der berühmten Showbiz-Zeitschrift "Entertainment Weekly" treten sie mit nackten Argumenten die Flucht nach vorn an – sie lassen sämtliche Hüllen fallen und pinseln sich die Attribute auf die Haut, mit denen man sie in den vergangenen Wochen diffamiert hatte: "Verräterinnen", "Großmaul", "Saddams Engel", "Dixie-Schlampen". Natalie Maines bedauert in einem Fernsehinterview ausdrücklich ihre Wortwahl, nicht jedoch die Tatsache, dass sie Kritik am US-Präsidenten geäußert hatte. Auf einer Pressekonferenz begrüßt sie die neu gewonnene musikalische Freiheit der Band: Nachdem ihre Songs ohnehin von den Radiosendern boykottiert würden, müssten sie sich nun auch nicht mehr nach deren Musikgeschmack richten…

Los Angeles 2005: Zusammen mit ihren beiden Mitstreiterinnen, der Geigerin Martie Maguire und der mittlerweile hochschwangeren Gitarristin und Banjo-Spielerin Emily Robison, hat sich Leadsängerin Natalie Maines für eine Weile nach Kalifornien zurückgezogen. In den Sunset Sound Studios wollen die Dixie Chicks gemeinsam an der Musik und den Texten für ihre neue CD "Taking the Long Way" arbeiten. Das Album wird für die Gruppe fast zu einer Art Therapie, in der sie die tief greifenden Erfahrungen der letzten beiden Jahre verarbeiten…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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