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The Homesman - Plakat zum Film

THE HOMESMAN

("The Homesman")
(USA, 2014)

Regie: Tommy Lee Jones
Film-Länge: 123 Min.
 
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 Kino-Start:
 18.12.2014

 DVD/Blu-ray-Start:
 17.04.2015

 Pay-TV-Start:
 28.12.2015

"The Homesman" - Handlung und Infos zum Film:


Nebraska-Territorium, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit eiserner Willenskraft treibt Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) ihren von zwei Maultieren gezogenen Pflug durch den kargen, trockenen Boden ihres Landes. Mit 31 Jahren ist die Farmerin noch immer unverheiratet, stemmt sich allein gegen die Hindernisse eines entbehrungsreichen Lebens, das ihr und allen anderen Frauen hier im einsamen amerikanischen Grenzland alles abverlangt.

Selbst in dieser lebensfeindlichen Wildnis bemüht sich die resolute, gottesfürchtige Frau um etwas Zivilisiert- und Kultiviertheit – um Qualitäten, die in ihrer Kindheit an der amerikanischen Ostküste selbstverständlich waren. Stets schmücken ein paar Blumen ihr penibel sauber gehaltenes Zuhause – auch an diesem Abend, an dem sie Bob Giffin (Evan Jones), der ihr gelegentlich bei der Arbeit zur Hand geht, bewirtet. Am Ende eines perfekten Essens konfrontiert sie den Farmer mit einem Angebot, das beiden, davon ist Cuddy überzeugt, nur Vorteile böte. Doch Giffin lehnt entrüstet ab – nie werde er Mary Bee heiraten, viel zu direkt sei sie für eine Frau und darüber hinaus auch viel zu dominant.

In Loup, einem kleinen gottvergessenen Nest im Nebraska-Territorium, gilt Mary Bee als Frau, die es mit jedem Mann aufnehmen kann, als echte Kämpferin, die auch der unaufhörlich über Felder und Prärie fegende Wind nicht beugen kann. Andere Frauen aber haben vor dem trostlosen Leben in der Isolation und vor ihren derben, rücksichtslosen Männern kapituliert, haben sich in sich zurückgezogen und den Verstand verloren. Wie Arabella Sours (Grace Gummer), die ihren Säugling getötet und seitdem geistesabwesend kein Wort mehr gesprochen hat. Wie die zweifache Mutter Theoline Belknapp (Miranda Otto), die sich ebenfalls ins Schweigen geflüchtet hat – zermürbt von zahllosen Missernten, Rückschlägen und den groben Misshandlungen ihres Mannes. Wie schließlich auch Gro Svendsen (Sonja Richter), die ihr Mann immer wieder wie ein wildes Tier nahm und die sich nun selbst wie ein solches gebärdet: aggressiv, unberechenbar und gefährlich.

Für Reverend Dowd (John Lithgow) steht außer Frage, dass diese drei vom Leben schwer gezeichneten Frauen zurück in die Sicherheit der Zivilisation gebracht werden müssen. Die Aufgabe, sie 640 Kilometer nach Osten bis nach Hebron in Iowa zu bringen, soll einer der Ehemänner übernehmen. Als Vester Belknapp (William Fichtner) sich feige aus der Verantwortung stiehlt, tritt Mary Bee Cuddy beim Losentscheid couragiert an seine Stelle. Tatsächlich fällt die Wahl auf sie – zur sichtbaren Erleichterung der beiden Männer und zum Entsetzen von Mary Bee, der erst jetzt bewusst wird, was für eine Last sie sich aufgeladen hat: eine mehrwöchige Expedition durch wildes, lebensgefährliches Territorium, bedroht von Hunger, Durst, Halsabschneidern, Banditen und Indianern.

Wie sie das allein bewältigen soll, weiß Mary Bee nicht, doch eine Wahl hat die mutige Frau auch nicht. So zieht sie eines Morgens im Mai los – mit einem umgebauten hölzernen Viehwagen und drei wahnsinnigen, unberechenbaren Frauen, auf die Pastorenfrau Altha Carter (Meryl Streep) in Iowa wartet, um die verlorenen Seelen in ihre Obhut zu nehmen. Ein Zufall, eine göttliche Fügung vielleicht, führt Mary Bee an einem mächtigen Baum vorbei, an dem ein offensichtlicher Sünder wimmernd auf den Tod wartet. Auf einem Pferd sitzend, mit einer Schlinge um den Hals, die straff zu einem Ast über ihm führt, versucht George Briggs (Tommy Lee Jones) jede Bewegung zu vermeiden und damit am Leben zu bleiben. Für Bob Giffin ist das die gerechte Strafe für den Herumtreiber, den er, unterstützt von einigen Männern, auf seiner Farm stellte, nachdem Briggs diese mit Gewalt besetzt und seinen Hunger mit Giffins Schafen gestillt hatte.

"Sind Sie ein Engel?", ruft Briggs Mary Bee Cuddy voller Hoffnung zu. Doch die Erlösung aus seiner misslichen Lage muss sich Briggs teuer erkaufen. Die couragierte Farmerin ringt ihm ein Versprechen ab und gibt ihm ihr Wort, ihn zu retten, wenn er sie und die drei Frauen nach Iowa führe. Obwohl Briggs schwört, seinen Teil der Abmachung einzuhalten, misstraut ihm Mary Bee und ködert ihn mit einem Bonus von 300 Dollar, den sie per Post nach Iowa vorausschicken will und den er nach Ankunft dort schließlich erhalten soll.

So bricht die Zweckgemeinschaft auf zu ihrer fünfwöchigen, strapaziösen Reise. Schon bald kollidieren die unterschiedlichen Persönlichkeiten: Mary Bee Cuddys Mitgefühl und Menschlichkeit treffen auf die brummige, distanziert-nüchterne Abgeklärtheit von Briggs, der sichtbar nur einen Antrieb kennt: das versprochene Geld. Doch als gefährliche Wegelagerer und schließlich sogar Indianer auftauchen, zeigt Briggs Entschlossenheit und Stärke. Allmählich brechen die Barrieren auf und Briggs gibt sich humorvoll und Mary Bee versöhnlich. Eines Nachts, nach menschlicher Nähe und etwas Zärtlichkeit suchend, befreit sich Mary Bee Cuddy nicht nur von ihren Bedenken und macht Briggs ein Angebot, das er letztlich nicht ablehnen kann. Doch am Morgen danach kommt ein Schock, der alles verändert und der Briggs zwingt, sich selbst zu hinterfragen und dem Guten in ihm die Führung zu überlassen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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