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Nurejew - The White Crow - Plakat zum Film

NUREJEW - THE WHITE CROW

("The White Crow")
(GB/F, 2018)

Regie: Ralph Fiennes
Film-Länge: 127 Min.
 
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 Kino-Start:
 26.09.2019

 DVD/Blu-ray-Start:
 07.02.2020

"Nurejew - The White Crow" - Handlung und Infos zum Film:


Mai 1961. In der Hochphase des Kalten Krieges reist das Leningrader Kirow-Ballett (heute: Mariinski-Ballett) in den Westen. Auch der junge Tänzer Rudolf Nurejew (Oleg Ivenko) gehört zu der weltbe-rühmten Kompagnie, die am Pariser Flughafen Le Bourget eintrifft. Der KGB-Agent Strischewsky (Alexey Morozov), der die Truppe begleitet, behält ihn von Anfang an im Auge, denn Nurejew ist höchst eigenwillig: Er setzt sich ständig ab, erkundet Paris, steht früh morgens auf, um in den Louvre zu gehen und Géricaults Gemälde "Das Floß der Medusa" zu betrachten. Dieser Rudolf Nurejew möchte in Paris so viel Hochkultur aufsaugen, wie es ihm in den fünf Wochen nur möglich ist. Auch so möchte er sich und seine Ballettkunst fortentwickeln – und die kleine, begrenzte Welt seiner Kindheit hinter sich lassen.

Als Junge war er, was man in seiner Heimat Ufa eine "weiße Krähe" nennt: ein Außenseiter, verschlossen, immer allein. Geboren wird er in der Transsibirischen Eisenbahn, und er wächst in einer bettelarmen Familie auf, fern von jeder Hochkultur. Als die liebevolle Mutter einmal in der Lotterie eine Karte für eine Ballettaufführung gewinnt, nimmt sie all ihre Kinder mit, und der kleine Rudolf ist völlig verzaubert: Er will Balletttänzer werden.

Diesem Ziel kommt er näher, als er 1955 im Choreographischen Institut Leningrad aufgenommen wird, der berühmtesten Ballettschule der Welt. Doch er ist schon 17, eigentlich viel zu alt. Mit seinem Lehrer kommt er nicht zurecht, forsch und zornig verlangt der ehrgeizige junge Mann, in der Gruppe des legendären Ballettmeisters Alexander Puschkin (Ralph Fiennes) aufgenommen zu wer-den. Unter diesem arbeitet er wie besessen, trainiert noch, als alle anderen schon nach Hause gegangen sind. Der sanftmütige Lehrer und seine Frau Ksenija (Chulpan Khamatova) kümmern sich auch privat um Rudolf, selbst dann noch, als er nach der Ausbildung eine Stelle im Kirow-Ballett angetreten hat. Als er sich einen Fuß bricht, nimmt das Paar ihn bei sich in der kleinen Ein-Zimmer-Wohnung auf: Zwischen Rudolfs Krankenlager und dem Ehebett steht nur ein Paravent. Ksenija pflegt ihn gesund – und beginnt eine Affäre mit dem bisexuellen Mann.

Bald fühlt sich Rudolf Nurejew bei den Puschkins immer eingeengter, er will ausbrechen, träumt von einer anderen, größeren Welt – da kommt die Reise in den Westen gerade recht.

In Paris freundet er sich mit dem Tänzer Pierre Lacotte (Raphael Personnaz) und der jungen Chilenin Clara Saint (Adele Exarchopoulos) an. Mit ihnen erkundet er die Kultur der Stadt und zieht durch Restaurants und Nachtclubs – sehr zum Missfallen von KGB-Mann Strischewsky, der Rudolf mehr-mals ermahnen, einmal sogar offiziell verwarnen wird. Aber Rudolf will mit den neuen Freunden das westliche Leben genießen, und er will seinen Erfolg feiern: Schon mit seinem ersten Auftritt wird er in Paris zum umjubelten Star. Das Publikum ist hingerissen von diesem Tänzer mit der unglaublichen Bühnenpräsenz und Aura, diesem Tänzer, der die männliche Rolle im Ballett neu definiert. "Männer standen nur da und taten nichts, die Frauen machten Sätze, Sprünge und Drehungen. Ich habe mich bei den Frauen bedient", erklärt er Clara Saint. Diese ist fasziniert von seinem Charisma – aber sie bekommt auch die dunklen Seiten seines Charakters zu spüren. Ob in einem Laden, in dem er eine Spielzeugeisenbahn kaufen möchte, oder im feinen russischen Restaurant: Blitzartig kann Rudolf aggressiv werden, ungehalten und beleidigend, auch gegenüber Clara. Und doch wird sie ihm in einem entscheidenden Moment seines Lebens zur Seite stehen.

Als die Kompagnie wieder am Flughafen Le Bourget eintrifft, um nach London weiterzureisen, eröffnen Strischewsky und Ballettchef Sergejew (Nebojsa Dugalic) Rudolf Nurejew, dass er allein nach Moskau zurückreisen muss. Sofort wird er panisch, er glaubt, verschleppt und inhaftiert zu werden. Pierre Lacotte, der zum Abschied gekommen ist, bleibt an seiner Seite und bittet Clara herbei, um sie zu unterstützen. Die Situation ist unübersichtlich: In der Schalterhalle sind Fans, Journalisten, Tänzer versammelt, auch zwei Flughafenpolizisten, die Clara geistesgegenwärtig herbeiruft. Dazwischen sitzen KGB-Agent Strischewsky und Rudolf Nurejew, schweißüberströmt und voller Angst. Er möchte in Paris bleiben und sich von der Kompagnie absetzen: Doch wie kann das gelingen? Und zu welchem Preis? Eine Nervenschlacht beginnt...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 26.09.2019


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