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Trautmann - Plakat zum Film

TRAUTMANN

(D/GB, 2018)

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Film-Länge: 120 Min.
 
  


 Kino-Start:
 14.03.2019

"Trautmann" - Handlung und Infos zum Film:


1945 wird der deutsche Soldat Bernd Trautmann (David Kross) in einem britischen Kriegsgefangenlager in der Nähe von St. Helens, England, interniert, wo Sergeant Smythe (Harry Melling) ein hartes Regiment führt. Er ist gewillt, jeden Nazi-Verbrecher, der sich in seinem Lager befindet, zu identifizieren und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Weil Trautmann sich weigert, über seine Vergangenheit als Fallschirmjäger auszusagen und stattdessen mit frechen Sprüchen provoziert, verbannt ihn Smythe zum Latrinendienst. Bernd erträgt das alles ohne jegliche Gefühlsregung. Doch als er ein paar Kriegsgefangene beim Fußballspielen auf dem Exerzierplatz beobachtet, kehren seine Lebensgeister zurück. Kurz darauf steht er auch auf dem Platz und behauptet, sämtliche Elfmeter, die auf sein Tor gehen, zu halten.

Tatsächlich gelingt ihm dieses Kunststück. Und kurz darauf ist Trautmann nach seiner gewonnenen Wette um ein paar Zigaretten reicher. Auch Jack Friar (John Henshaw), der das Lager mit Lebensmitteln beliefert, hat die Szene beobachtet und erkennt Trautmanns Talent. Er ist Trainer der Fußballmannschaft von St. Helens, die gerade gegen den Abstieg kämpft und ein akutes Torwartproblem hat. Morgen steht ein wichtiges Spiel an. Als ihm der ortsansässige Schafzüchter auch noch den Deal anbietet, nur 20 Pfund pro Tier zu verlangen, wenn St. Helens gewinnt, aber 40, wenn das Team verliert, fühlt sich Friar bei seiner Ehre gepackt. Umgehend fährt er ins Gefangenenlager und "leiht" sich Elfmetertöter Trautmann für ein paar Tage aus, unter dem Vorwand, er bräuchte dringend Hilfe in seinem Lebensmittelladen. Smythes Bedingung: Der Gefangene muss vor Sonnenuntergang zurück sein.

Friar will auf keinen Fall, dass seine Jungs erfahren, dass Trautmann Deutscher ist. Also bittet er ihn, eine Kriegsverletzung am Hals vorzutäuschen, die ihm das Sprechen unmöglich macht. Doch Bernd spielt dieses Spiel nicht mit, schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Team in der Mannschaftskabine gibt er seine wahre Identität preis. Die Empörung ist groß, denn keiner will mit einem verdammten "Kraut" in der Mannschaft spielen. Aber Friar stellt sein Team vor die Wahl: Entweder Abstieg oder Trautmann. Am Ende steht Bert, wie ihn die Engländer alsbald nennen, doch im Tor, begeistert mit grandiosen Paraden und trägt so maßgeblich zum Sieg von St. Helens bei.

Den Sieg aber hat Jack Friar teuer erkauft. Denn daheim hat er nun seine komplette Familie gegen sich. Während seine Tochter Margaret (Freya Mavor) ihm nur ein "Hast Hitler nach Hause gefahren, was?" entgegenfaucht, kann seine Frau Clarice (Dervla Kirwan) nicht verstehen, dass ihr Mann den "Feind" für sich spielen und auch noch bei sich arbeiten lässt, denn Jack hält an seinem Plan fest: Bert wird am Montag bei ihm im Laden anfangen.

Die Friars machen es Trautmann nicht leicht. So darf er weder das Geschäft, noch deren Privathaus betreten, und Margarets kleine Schwester Barbara (Olivia Minnis) hat ganz offensichtlich die Anweisung bekommen, dem Deutschen aus dem Weg zu gehen. Auf Berts Bemerkung, er sei doch kein Monster, fragt Margaret nur: "Glaubst du wirklich, nur mit ein bisschen Fußball ist alles vergessen? Auch der Krieg?"

Allen Vorurteilen und Animositäten zum Trotz gelingt es Bert nach und nach, mit kleinen Gesten das Vertrauen der Friars zu gewinnen. Margarets Freund Bill sieht ihre Verbrüderung mit dem Feind mit großem Argwohn. Deshalb knöpft er sich Bert auch unter vier Augen vor und stellt unmissverständlich klar, dass Margaret ihm und ausschließlich ihm gehört, denn es entgeht ihm nicht, dass Margaret und Bert sich näherkommen.

Tatsächlich könnte Bill Trautmann schneller loswerden als gedacht. Denn die Nachricht, dass das Lager geschlossen wird und die Gefangenen nach Hause geschickt werden, verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Jack Friar gefällt das gar nicht, denn in einer Woche steigt das entscheidende Relegationsspiel, in dem es für St. Helens um den Klassenerhalt geht. Doch Bert hat Jack seine Unterstützung zugesagt. Und er hält sein Wort. Zum Dank darf sich der deutsche Torwart für diese eine Woche bei den Friars in der Wohnung einquartieren. Dabei verbringt er auch immer mehr Zeit mit Margaret und obwohl sie doch eigentlich mit dem Deutschen nichts zu tun haben will, erobert er ihr Herz.

Am Tag des Relegationsspiels steht auch Jock Thomson (Gary Lewis), der Team-Manager von Manchester City, am Spielfeldrand; er ist ganz offensichtlich auf Talentsuche. Er sieht ein extrem spannendes Spiel, das St. Helens 2:1 für sich entscheidet, nicht zuletzt dank einer bravourösen Torhüter-Leistung und eines weiten Abschlags von Trautmann, der das Siegtor einleitet.

Thompson bietet Bert Trautmann ein Engagement bei "ManCity" an. Und allen Ressentiments zum Trotz, bekennen sich Margaret und Bert zu ihrer großen Liebe. Die beiden heiraten und auch sportlich läuft es für Trautmann hervorragend. Er wird tatsächlich von Manchester City als neuer Torhüter verpflichtet. Allerdings kommt es schon bei seiner Vorstellung auf der Pressekonferenz zu einem handfesten Skandal. Die Journalisten stellen peinliche Fragen, wollen wissen, inwieweit Trautmann als Fallschirmjäger in den Krieg verwickelt war und was es mit der Verleihung des Eisernen Kreuzes auf sich hat.

Am nächsten Tag folgen Schlagzeilen wie "Der Torwart ist ein Nazi", viele Fans drohen mit der Rückgabe ihrer Saisonkarten, von Schmährufen und Wurfattacken während des ersten Spiels ganz zu schweigen. Margaret, die die Zerrissenheit Berts und sein Hadern mit der Vergangenheit täglich sieht, fasst sich ein Herz und begibt sich in die Höhle des Löwen: Auf eine Mitgliederversammlung von ManCity, wo sie sich den Kritikern ihres Mannes, vom Journalisten bis zum einfachen Vereinsmitglied, stellt. Sie hält ein emotionales Plädoyer für ihren Ehemann und dafür, dass man einander auch vergeben muss. Vor dem versammelten Verein sagt sie: "Es geht hier um Fußball, nicht um Vergeltung".

Margarets eindrucksvolle Worte und letzten Endes ein offener Brief von Rabbi Altmann (Butz Buse), dem Oberhaupt der jüdischen Gemeinde von Manchester, ist es zu verdanken, dass es zur Aussöhnung zwischen Trautmann und der breiten Bevölkerung kommt. Vor allem auch, weil Altmann in seinem Schreiben konstatiert, dass der Deutsche wohl ein anständiger Bursche sei und nichts dagegen spräche, ihn hier Fußball spielen zu lassen.

In der Folge glänzt Bert Trautmann durch großartige Leistungen im Tor von ManCity, eilt von einem Sieg zum nächsten und wird immer populärer. 1951 wird er Vater eines Jungen, fünf Jahre darauf erreicht seine sportliche Karriere ihren Höhepunkt. Gemeinsam mit Manchester City fährt er 1956 nach Wembley, wo er vor 100.000 Fußballfans gegen Birmingham das Cup-Finale bestreitet.

Ein denkwürdiges Finale, in der es zur Halbzeit 1:1 steht. Dann erhöht Manchester auf 2:1 und schließlich sogar auf 3:1, die Entscheidung scheint gefallen. Doch 20 Minuten vor dem Ende wird Trautmann gefoult, er hat eine üble Verletzung am Hals, nein, noch schlimmer, es ist ein Genickbruch. Doch Bert spielt weiter, hält wie durch ein Wunder bis zum Ende durch und beschert seinem Team mit einigen letzten Paraden den Sieg. Wembley ist in Ekstase. Jetzt ist Trautmann, der Fußballer, endgültig zum Helden avanciert...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 13.02.2019


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