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Mein ziemlich kleiner Freund - Plakat zum Film

MEIN ZIEMLICH KLEINER FREUND

("Un homme a la hautuer")
(F, 2016)

Regie: Laurent Tirard
Film-Länge: 98 Min.
 
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Blu-ray:  18.49 EUR
 


 Kino-Start:
 01.09.2016

 DVD/Blu-ray-Start:
 17.01.2017

 Free-TV-Start:
 22.08.2019

"Mein ziemlich kleiner Freund" - Handlung und Infos zum Film:


Diane (Virginie Efira) hat einen anstrengenden Tag hinter sich – nichts Ungewöhnliches bei ihrem Job als Anwältin. Aber dann auch noch der Streit mit ihrem Ex-Mann, der immer noch ihr Partner in der gemeinsamen Kanzlei ist. Und schließlich das Handy, das sie irgendwo hat liegen lassen. Als sie nach Hause kommt, will sie nur noch schnell ein Bad nehmen und dann – ab ins Bett! Als das Telefon klingelt, kann sie nicht ahnen, dass dieser Anruf zu später Stunde ihr Leben verändern wird. Denn am anderen Ende ist ein gewisser Alexandre (Jean Dujardin), der behauptet, er hätte ihr Handy gefunden. In dem Café, in dem sie sich vor ein paar Stunden mit Bruno (Cedric Kahn), ihrem Ex, gestritten hat. Noch bevor Diane sich bei dem Unbekannten bedanken kann, hat er sie mit seiner Stimme um den Finger gewickelt und ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der Mann klingt charmant, höflich, witzig und ist offenkundig kultiviert. Obwohl sie ihm ein Abendessen abschlägt, willigt sie ein, Alexandre zwecks Handyübergabe zu treffen. In einem Bistro, am nächsten Nachmittag, in aller Öffentlichkeit. Man weiß ja nie. Wie man sich gegenseitig erkennen werde, fragt Diane noch, bevor sie auflegt. Erstens wisse er doch längst, wie sie aussieht, meint Alexandre schlagfertig. Zweitens, fügt er hinzu, könne sie ihn gar nicht übersehen – garantiert!

Als Diane zum verabredeten Zeitpunkt im Café erscheint, ist Alexandre noch nicht da. Ihre Vorfreude, ihn zu treffen, wird nur von dem Schock übertroffen, als er dann tatsächlich vor ihr steht. Denn Alexandre misst gerade mal 1,36 Meter. Wenn er sich auf einen Stuhl hievt, baumeln seine Füße über dem Boden. Aber der Mann sieht gut aus, sein Charme ist unbestritten, und weil Diane weiß, wie man sich politisch korrekt verhält, versucht sie, ihre Gefühle im Zaum zu halten, diesen Mix aus Überraschung, Enttäuschung und Bestürzung. Doch wie schon am Abend zuvor gelingt es Alexandre, Diane schnell in seinen Bann zu ziehen. Als er sie auf ein weiteres Date einlädt – und zwar in exakt einer Stunde – ist sie machtlos, sich dagegen zu wehren. Ob es einer der schönsten Momente ihres Lebens ist, als die beiden bei einem Tandemsprung aus einem Flugzeug hüpfen, kann Diane in dieser Sekunde vermutlich nicht sagen. Einer der aufregendsten ist es in jedem Fall. Vor allem könnte er das, was sie erwartet, nicht trefflicher symbolisieren: einen Gefühlssprung Hals über Kopf ins kalte Wasser, ins das magisch anziehende Unbekannte…

Denn Diane hat sich verliebt. In Gesellschaft anderer ist sie in Gedanken bei Alexandre und kichert wie ein Teenager vor sich hin. An ihrem Büroschreibtisch schafft sie es kaum, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Ob sie einen emotionalen Schock erlitten hat, will ihre Assistentin wissen, die schon ahnt, was los ist. Unsinn, wehrt Diane ab. Doch was sie gerade überhaupt nicht verträgt, ist Streit mit ihrem Ex. Obwohl sie und Bruno sich privat vor drei Jahren getrennt haben, sind sie nach wie vor Partner in der gemeinsamen Anwaltskanzlei – und haben sich regelmäßig in der Wolle. Weil sie in Rechtsfragen unterschiedlicher Meinung sind. Oder weil Bruno sie ständig "Chérie" nennt und noch nicht ganz über die Trennung hinweg zu sein scheint.

Alexandre ist als erfolgreicher Architekt ständig unterwegs – in Lüttich arbeitet er aktuell an der Erweiterung der Oper. Mit seinem erwachsenen Sohn, der planlos vor sich hinlebt und ständig Geld von ihm schnorrt, wälzt er die typischen Eltern-Kind-Probleme. Doch wenn er Diane ausführt, ist es jedes Mal, als bliebe die Zeit stehen. Nach einem besonders originellen Abendessen in einer versteckten Kaschemme am Hafen küsst Diane Alexandre zum ersten Mal. Auf einen Clubabend folgt die erste gemeinsame Nacht in Alexandres Villa, wo sie am nächsten Morgen beim Frühstück seinen Sohn kennenlernt. Dianes Ex-Mann Bruno hat unterdessen von ihrer gemeinsamen Assistentin erfahren, dass Diane Alexandre datet. Nach Büroschluss verfolgt er Diane und beobachtet, wie sie von ihrem neuen Freund im Auto abgeholt wird – einem Kerl, der offenbar so klein ist, dass er es kaum schafft, übers Lenkrad zu blicken. Am nächsten Tag hat Bruno Mühe, seine Eifersucht im Zaum zu halten und nennt Diane herablassend Schneewittchen in Anspielung auf den "Zwerg", mit dem sie ausgeht. Ob sie neuerdings auf extreme Erfahrungen stehe, brüllt er ihr frustriert hinterher, als sie wütend sein Büro verlässt. Doch Diane lässt sich in ihrer Liebe zu Alexandre nicht beirren. Auch, weil er so gefestigt wirkt und trotz seiner kleinen Größe mit sich und der Welt im Reinen zu sein scheint.

Doch da irrt sich Diane. Alexandre hat eine starke Fassade errichtet, hinter der sich die Verletzungen und Diskriminierungen, die er nahezu alltäglich erleidet, gut verstecken lassen. Eines Abends stellt er ihr die Frage, warum sie ihn und ihre Beziehung eigentlich geheim halte. Tue ich doch gar nicht, flunkert Diane. Seit der Trennung von ihrem Mann würde sie ihre Freunde ohnehin kaum noch sehen. Aber natürlich plagen sie Selbstzweifel und die Frage, wie ihr Umfeld auf das ungleiche Paar reagieren wird, das sie und Alexandre bilden. Um ihn und sich selbst zu beruhigen, lädt sie ihn zu einer Vernissage ein, zu der auch ihre Eltern kommen werden. Wie sich herausstellt, ist Dianes Stiefvater gehörlos, und das anschließende Abendessen im Restaurant verläuft total entspannt. Diane macht sich sogar für Alexandre stark, als sie Gäste an einem Nachbartisch, die tuschelnd zu ihnen herüber glotzen, damit konfrontiert, wie unerträglich ihr Verhalten ist.

Doch ihre Liebe zu Alexandre kostet Diane zunehmend Kraft. Als ihre Mutter ein paar Tage später erfährt, dass er nicht nur ein Klient ist, sondern ihr Freund, verursacht sie beinahe eine Massenkarambolage. Bruno und Alexandre liefern sich auf offener Straße eine Prügelei. Unangenehm auch der Moment, als Diane in Begleitung von Alexandre auf der Strandpromenade der Verkäuferin begegnet, die ihr zuvor einen Kinderpullover für Alexandre verkauft hat. Schließlich wird ihr alles zu viel. Als Alexandre die entscheidende Frage stellt – nämlich ob sie zu ihm stehen kann – muss Diane ehrlicherweise verneinen. Die Trennung ist danach unvermeidlich. Doch weder Diane noch Alexandre gelingt es, den anderen zu vergessen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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