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So wie du mich willst - Plakat zum Film

SO WIE DU MICH WILLST

("Celle que vous croyez")
(F/B, 2019)

Regie: Saffy Nebou
Film-Länge: 101 Min.
 
"So wie du mich willst" auf DVD bestellen
DVD:  14.99 EUR
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Blu-ray:  16.99 EUR
 


 Kino-Start:
 08.08.2019

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.12.2019

"So wie du mich willst" - Handlung und Infos zum Film:


Claire Millaud (Juliette Binoche) hat keine gute Zeit. Die Literaturdozentin an der Universität in Paris ist um die 50, kämpft mit dem Älterwerden, mit Einsamkeit und Enttäuschung. Ihr Mann hat sie nach 20 Jahren Ehe für eine Frau, die seine Tochter sein könnte, verlassen. Und auf ihren jüngeren Lover Ludo (Guillaume Goux) ist kein Verlass. Nach einer heißen Nacht geht es am nächsten Morgen relativ kühl zwischen den beiden zu. Das geplante Wochenende platzt, der gut aussehende Architekt hat andere Pläne und kann sich die verletzende Bemerkung nicht verkneifen, ob Claire wirklich da-ran gedacht habe, ihn ihren beiden Söhnen vorzustellen, die ja nun fast in seinem Alter wären. Als er eine Weile nichts mehr von sich hören lässt, ruft Claire ihn an. Ludo, der im Hintergrund lacht, lässt sich durch seinen Mitbewohner und Freund Alex (Francois Civil) verleugnen. Um doch noch irgendwie Kontakt mit ihm zu haben, kreiert sie auf Facebook ein Fake-Profil und gibt sich als Clara Antunès aus. Ihr Alter gibt sie spontan mit 24 an. Clara verfügt über alles, was Claire verloren hat: Jugend und Makellosigkeit. Auf Facebook schickt sie auch Alex eine Freundschaftsanfrage, dessen Interesse schnell geweckt ist. Es entwickelt sich ein angeregter Chat zwischen den beiden, dessen emotionale und erotische Intensität schnell zunimmt. Beide spüren: Das ist mehr als Smalltalk. Wenn Claire auf der Straße das kleine grüne Licht auf ihrem Smartphone sieht, das Zeichen dafür, dass der andere online ist, spürt sie neue Energie, neuen Mut. Sie muss aufpassen, dass Alex ihr Alter nicht an ihrer Wortwahl bemerkt. Als Alex sie nach ihrer Präsenz auf Instagram fragt, muss Claire erst einmal recherchieren, was das überhaupt ist.

Der virtuelle Flirt macht sie selbstsicherer, denn sie liebt es, begehrt zu werden. Kompliziert wird es, als Alex ein deutlicheres Foto von ihr fordert, er will ihr Gesicht sehen und ihre Telefonnummer haben. Was tun? Claire kramt also ein altes Handy heraus und ruft ihn inkognito an. Er ist von ihrer jungen Stimme begeistert. Claire gibt ihm die Nummer und lädt das Foto einer bildhübschen Unbekannten hoch, wie sie ihrer Psychologin (Nicole Garcia) erzählt. Die erwachsene, reale Claire fühlt sich lebendig, fühlt sich wie Clara mit 24. Durch Alex‘ Zuneigung schwebt sie auf Wolken. Das bemerkt auch ihr Exmann, der ihre neue Frisur lobt und Komplimente macht. Völlig entspannt erzählt sie ihm, wie gut es ist, endlich egoistisch sein zu können, erzählt ihm von ihrem neuen Freund, der schön und zärtlich ist. Abends geht sie auf eine Party, trinkt und tanzt und vermisst Alex. Im Auto kommt es zu Telefonsex zwischen den beiden.

Immer schneller dreht sich die Gefühls-Spirale zwischen ihnen. Alex will Clara endlich sehen, Claire schiebt das Treffen mit fadenscheinigen Argumenten immer wieder auf und mailt ihm dafür ein Video von der lasziv tanzenden Clara. Zunehmend verstrickt sich Claire in diese "liaison dangereuse", während sie vor ihren Studenten in der Uni parallel über Choderlos de Laclos‘ Briefroman "Gefährliche Liebschaften" aus dem Jahre 1782, referiert. Wenn sie nachts aus den großen französischen Fenstern auf die glitzernden Hochhäuser des modernen Paris schaut, ist das ein kurzer Moment des Atemholens, bevor sich wieder mit Haut und Haaren an den Bildschirm stürzt. Als Clara genießt sie das Spiel mit der Verführung, die Lust an der Nähe, die Gefahr. Dann der Schock: Alex will mit Ludo für zwei Monate ins indische Goa verreisen. Die Angst vor dem Verlassenwerden über-fällt Claire. Aber auch diese Zeit geht vorbei. Irgendwann klingelt das Telefon. Alex ist gerade gelandet und will sie sehen, unbedingt. Durch eine GPS App ortet er ihr Handy. Sie verlässt das Haus, schlägt Haken durch den Park und dann sieht sie ihn, diesen attraktiven und smarten Typen, der verzweifelt nach ihr Ausschau hält. Aber sie nicht sieht. Wütend ruft er sie später an, gerade als sie mit ihren zwei Söhnen zusammen ist. Ein ganz schlechter Zeitpunkt, Alex hört die Stimmen im Hintergrund und glaubt an einen Nebenbuhler. Völlig unvermittelt "gesteht" ihm Claire, sie wohne mit ihrem Freund zusammen. Alex fühlt sich auf den Arm genommen und beendet das Telefonat abrupt. Aber sein Zorn verraucht und nach wenigen Tagen klingelt er verzweifelt wieder an. Er fühlt sich verloren ohne sie, muss sie treffen. Claire kommt zum Treffpunkt und beobachtet ihn, wie er suchend um sich blickt und sie übersieht. Gehört sie doch mit ihren über 50 Jahren zu den "unsichtbaren" Frauen, denen man(n) keine Erotik und kein Begehren mehr zutraut. Die Illusion des schönen Scheins zersplittert.

Claire wächst das verführerische Spiel über den Kopf und sie tischt dem Mann, den sie liebt und der Gefühle für ein von ihr geschaffenes Phantom hegt, eine neue Lügenstory auf: Sie hat den Heirats-antrag ihres Freundes angenommen und zieht mit ihm ins Ausland: "Wir hatten einen Traum, Alex", ist ihre Antwort. Aber dieser Traum liegt in Scherben. Sie lässt sich gehen und fühlt sich alt, nimmt ihr normales Leben wieder auf – Vorlesungen, Einsamkeit, Besuche bei der Psychotherapeutin, die in ihrer Anteilnahme die professionelle Grenze überschreitet. Es kommt noch schlimmer. Bei einer Begegnung mit Ludo erklärt der ihr, Alex habe sich wegen einer Psychopathin auf Facebook das Leben genommen. Er sei mit dem Auto über die Klippen gestürzt. Sein Online-Profil wurde gelöscht. Für Claire bricht eine Welt zusammen, eine virtuelle Welt, die sie für real gehalten hat. Aber sie will heraus aus dem tiefen Loch und schreibt einen Roman über das "Was wäre, wenn?" Wenn sie ihn einmal im Bus angesprochen hätte? Wenn er Porträtfotos von ihr gemacht hätte? Wenn er sie geliebt und bei ihr eingezogen wäre? Ein Tanz am Abgrund. Aber es gibt keine größere Rivalin, als eine, die nicht existiert…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 24.07.2019


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