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Wild Rose - Plakat zum Film

WILD ROSE

("Wild Rose")
(GB, 2018)

Regie: Tom Harper
Film-Länge: 101 Min.
 
  


 Kino-Start:
 12.12.2019

"Wild Rose" - Handlung und Infos zum Film:


Wegen einer geringfügigen Straftat verurteilt und nach einem Jahr frisch aus dem Gefängnis entlassen, will die 22-jährige Rose-Lynn (Jessie Buckley) genau da weiter machen, wo sie aufgehört hat: bei ihrem Lebensmotto "Drei Akkorde und die Wahrheit" und dem Traum von einer Karriere als Country Sängerin - "Country" bitte, keinesfalls "Country & Western"! Die Tatsache, dass Rose-Lynns zwei Kinder im Grundschulalter ein Jahr lang von der Großmutter betreut wurden und sich nach ihrer eigenen Mutter sehnen, verdrängt die toughe junge Visionärin. Zum richtigen Zeitpunkt will sie sich mehr um sie kümmern, jetzt passt es nicht wirklich. Ihre Sehnsucht hat einen anderen Namen: Sie heißt "Nashville".

Der erste, den Rose-Lynn nach dem Gefängnis besucht, ist ihr Lover Elliot (James Harkness), aber sie weiß, dass sie das Unvermeidliche hinauszögert und sich ihrer Mutter Marion (Julie Walters) stellen muss. Diese begrüßt sie eher frostig – voll strenger Erwartung, dass sich Rose-Lynn nun ihrer Verantwortung als Mutter stellt. Damit tut sich ein neues Gefängnis für Rose-Lynn auf: Tief verwurzelte Missverständnisse und unterdrückte Gefühle, die viel zu lange gedämpft wurden, überlagern die Liebe zwischen Mutter und Tochter, die nur in wenigen Momenten zum Vorschein kommt.

Marion drängt Rose-Lynn, ins Arbeitsleben zurückzukehren und einen Job als Putzfrau anzunehmen. Ihre Tochter will jedoch unbedingt wieder in der Country Music Bar anheuern, in der sie als Sängerin mit ihrer Band auftreten kann – oder dem, was sie als "ihre" Band begreift. Bei Rose-Lynns impulsivem Temperament überrascht es nicht, dass dieses Vorhaben in einer Schlägerei endet – mit einem Typen, der vermeintlich ihren Job übernommen hat.

Als Rose-Lynn schließlich einen Putz-Job annimmt, um Geld für ihre "große Flucht" zu sparen, trifft sie auf die wohlhabende und mit ihrem Leben dennoch unzufriedene Susannah (Sophie Okonedo). Als diese Rose-Lynn eines Tages während der Arbeit singen hört, ist sie begeistert. Im Gegensatz zu Rose-Lynns eigener Mutter, die den Ehrgeiz der Tochter unterbinden will, wird Susannah zu ihrer Unterstützerin. Mit ihrer Hilfe beginnt der unmögliche Traum möglich zu erscheinen. Nur hat Rose-Lynn ihrer Gönnerin nicht die ganze Wahrheit erzählt, auch nicht, dass sie zwei Kinder hat – die sie, wie ihr immer klarer wird, liebt und die sie im Gegenzug sehr brauchen, weitaus mehr als sie bisher zugeben konnte.

Je näher Rose-Lynn ihrem Ziel kommt, desto mehr steht sie unter Druck. Als sie auf Susannahs Gartenparty vor einflussreichen Medienleuten auftreten soll, erlebt sie einen Blackout und gesteht Susannah die Wahrheit.

Daraufhin wendet sich ihr Leben in pure Alltäglichkeit. Sie gibt ihren Nashville-Traum auf und Marion bekommt die Tochter, die sie sich vermeintlich immer gewünscht hat: eine junge Frau mit einem festen Job, die sich um ihre Kinder kümmert und keine hochfliegenden Träume hat. Aber der Preis der neuen Realität sind Rose-Lynns Seele und ihre Hoffnung, und somit ihre Essenz. Und plötzlich erkennt Marion Rose-Lynn als die, die sie wirklich ist: eine Künstlerin, die nicht ohne ihre Kinder, aber auch nicht ohne ihre Musik leben kann. Somit gibt Marion Rose-Lynn ihre Ersparnisse, damit sie nach Nashville gehen und ihr Glück versuchen kann. Indem sie Rose-Lynns Recht anerkennt, das zu sein, was sie will, befreit Marion ihre Tochter von einem Leben voller unpassender Erwartungen - und damit auch sich selbst.

Wie geht es Rose-Lynn mit dieser Freiheit? Sie reist nach Nashville und nimmt die Magie des Ortes mit jeder Faser auf – um schließlich nach Hause zurückzukehren. Diese Erfahrung hat sie gebraucht, vor allem um zu merken, dass sie dort nicht bleiben kann, nicht dorthin gehört. Glasklar sieht sie nun ihre eigentliche Aufgabe. Sie besteht nicht darin, ihre Vergangenheit aufzugeben und an anderer Stelle "wiedergeboren" zu werden, sondern sich ihrer Doppelrolle als Mutter und Sängerin zu stellen. Durch die Versöhnung beider Teile ihrer selbst fühlt Rose-Lynn sich erst vollständig. Diese authentische Ganzheit kann sie nun erfolgreich und mit voller Hingabe in die Musik geben – in "drei Akkorde und die Wahrheit"...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 26.11.2019


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