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Wir verstehen uns wunderbar - Plakat zum Film

WIR VERSTEHEN UNS WUNDERBAR

("Desaccord parfait")
(F, 2006)

Regie: Antoine de Caunes
Film-Länge: 91 Min.
 
"Wir verstehen uns wunderbar" auf DVD bestellen
DVD:  8.88 EUR
  


 Kino-Start:
 03.01.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 18.09.2008

 Free-TV-Start:
 31.12.2008

"Wir verstehen uns wunderbar" - Handlung und Infos zum Film:


In den 70er Jahren wurden der Filmemacher Louis Ruinard (Jean Rochefort) und die Schauspielerin Alice d’Abanville (Charlotte Rampling) als das glamouröse Liebespaar Europas gefeiert. Für ihre gemeinsamen, mit einigen Oscars prämierten Filme, standen die Fans vor den Kinos Schlange. Das Liebespaar von einst hatte sich aus den Augen verloren, nachdem Alice über Nacht und ohne Erklärung aus Louis’ Leben verschwand. Zurück in ihrer Heimat England heiratete sie einen vermögenden Lord, brachte Sohn Paul zur Welt und wurde durch ihre Arbeit am Theater zu einer nationalen Schauspiel-Legende.

Dreißig Jahre später kommt Louis nach London um eine Komödie zu drehen. Als er erfährt, dass Alice, seine große Liebe von einst, ihm bei dieser Gelegenheit den Britischen Filmpreis für sein Lebenswerk überreichen soll, ist er doppelt erfreut. Seine ehemalige Muse hingegen würde ihrem Ex-Geliebten lieber weiter aus dem Wege gehen. Aber ihr Gatte mit dem eigentümlichen, doch letztlich treffenden Namen Lord Evelyn Gaylord (Ian Richardson) redet ihr ins Gewissen: Wer die Vergangenheit ignoriert, läuft Gefahr, einmal gemachte Fehler zu wiederholen.

Erwartungsfroh und aufgeregt geht Louis zum ersten Wiedersehen mit Alice. Nachdem er sich im Grand Hotel eine Krawatte ausgeliehen hat ("No tie, no tea Sir!"), wird er im Tearoom platziert. Als sie strahlend schön durch den Saal schwebt, scheinen die Gespräche rundum zu verstummen. Mit einnehmendem Lächeln nimmt sie gegenüber Louis Platz, doch jeden seiner Versuche, sie mit seinem angestaubten Charme zu umgarnen, pariert sie mit ausgesuchter Boshaftigkeit. Alice sagt ihm, was zu sagen ist: Nicht eingedenk ihrer "petite romance" wird sie ihm den Preis überreichen, sondern einzig um ihren Kollegen einen Gefallen zu tun. Louis bleibt sprachlos zurück.

Seiner Assistentin Rageaud (Isabelle Nanty) gegenüber, findet er dann schnell wieder große Worte: "petite romance" habe diese alte Schachtel ihre Liaison genannt und wohl vergessen, dass er sie zu dem gemacht habe, was sie heute ist. Zur Probe der Preisverleihung treffen sie sich dann wieder, und es vergeht keine Minute, bis das Traumpaar von einst sich in den Haaren liegt. Diesmal hält auch Louis mit Bösartigkeiten nicht zurück, und wutentbrannt verlässt Alice das Studio, noch bevor die Proben begonnen haben.

Die Zeremonie am Abend birgt denn auch einige Überraschungen: Auf der Bühne erfährt Louis, dass seine Laudatorin bedauerlicherweise verhindert ist. Eine herbe Enttäuschung für das Publikum - Louis hingegen kann seine klammheimliche Erleichterung nur mit Mühe verbergen. Gerade will er zu einer gerührten Rede ansetzen, als Alice doch aus der Kulisse tritt und dem Preisträger mit strahlender Pose die Show stiehlt.

Sie ist denn auch umjubelter Mittelpunkt der Party. Um ihr zu imponieren, erklimmt der alte Entertainer die Bühne, jagt den schwer zu ertragenden Schnulzensänger (Boy George) in die Wüste und legt mit der begeisterten Band einen nicht ganz taufrischen Swing auf die Bühne, der den ganzen Saal im Nu in beste Stimmung versetzt. Nur Alice mokiert sich über Louis’ Darbietung und schickt sich an, mit Mann Evelyn und Sohn Paul (James Thierree, ein Enkel Charlie Chaplins) den Saal zu verlassen. Als Louis erkennt, welch fatale Wirkung sein Auftritt auf die Diva hat, ringt er um Luft und bricht zusammen. Entsetzte Zuschauer eilen zu Hilfe, allen voran Alice. Der Notarzt rät Louis, sich seinem Alter gemäß zu benehmen und ein paar Tage Ruhe zu halten. Noch bevor Alice protestieren kann, lädt ihr Gatte Evelyn ihn ein, eine Weile in ihrem Haus zu entspannen...

Im Gaylord’schen Herrenhaus wird Louis rührend umsorgt von Butler Randall (Simon Kunz), der sich offensichtlich nicht nur in Louis’ imposanten Schnauzbart verliebt hat. Alice macht ihrem Gatten wegen Louis’ Einquartierung die Hölle heiß. Doch Evelyn bittet sie, die Angelegenheit erstmal zu überschlafen. Gut, dass sie getrennte Schlafzimmer haben! Für das unüberhörbare Schnarchen, das allen den Schlaf raubt und zu gegenseitigen Verdächtigungen Anlass gibt, ist Mops Winston verantwortlich.

Am nächsten Morgen lernt der bestens erholte Louis Alices’ erwachsenen Sohn Paul kennen, von dessen Existenz er keine Ahnung hatte. Wenig später scheint endlich ein Gespräch zwischen dem Paar möglich zu werden. Hinter Alices’ Ironie blitzt mitunter sogar ein Fünkchen Sympathie auf, und gerade möchte man meinen, die beiden kommen sich ein wenig näher, als Louis’ Assistentin Rageaud schlechte Nachrichten bringt: Sein öffentlicher Zusammenbruch ist auch der Versicherungsgesellschaft seines Films nicht verborgen geblieben, die sich nun um die Arbeitsfähigkeit des Regisseurs sorgt. Louis’ Beteuerung, die Attacke nur vorgespielt zu haben, prallt am Vertrauensarzt ab, der ihm dringend rät, zukünftig auf fettes Essen, Alkohol, Aufregung und Viagra zu verzichten, da all diese Dinge bereits Spuren hinterlassen hätten. Als er die Praxis verlässt, ist der alte Schwerenöter sogar bereit, sich von seinen kleinen blauen Pillen zu trennen. Bis auf eine. Man weiß ja nie...

Louis besucht Alice für eine letzte Aussprache im Theater. Um sie in Bezug auf seinen Gesundheitszustand zu beruhigen, gesteht er, die Herzattacke nur vorgespielt zu haben. Doch von Beruhigung keine Spur: Alice ist außer sich über diese Täuschung! Schnell schaukeln sich die Emotionen hoch, und sie macht ihm klar, dass sie ihn damals einfach verlassen musste, weil sie seine ständigen Affären nicht mehr ertragen konnte. Als Evelyn von ihrem handfesten Streit erfährt, erklärt er amüsiert, dass da für seinen Geschmack noch eine gehörige Portion Liebe im Spiel sei, und zwar auf beiden Seiten.

Am nächsten Tag besucht Louis Paul in seinem Atelier und ist beeindruckt von dem sympathischen und offensichtlich begabten jungen Mann. Wie er später von Randall erfährt, wurde Paul im Dezember 1975 geboren. Irritiert beginnt Louis zu rechnen: Im April desselben Jahres hatte Alice ihn verlassen... Sein Blick verrät, dass das Ergebnis seiner Rechnung ihm sehr gefallen würde…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 09.12.2007


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