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Ewige Jugend - Plakat zum Film

EWIGE JUGEND

("Youth")
(I/F/CH/GB, 2015)

Regie: Paolo Sorrentino
Film-Länge: 118 Min.
 
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Blu-ray:  16.99 EUR
 


 Kino-Start:
 26.11.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 01.04.2016

 Pay-TV-Start:
 09.11.2016

 Free-TV-Start:
 28.01.2019

"Ewige Jugend" - Handlung und Infos zum Film:


Hochwasser in Venedig bei Nacht. Die Lichter glitzern ruhig auf dem Wasser über dem Markusplatz. Die Paläste leuchten majestätisch im Dunkel. Fred Ballinger (Michael Caine) genießt die Szenerie. Da kommt Miss Universum auf ihn zu. Schön, provokant, zielstrebig. Sie zeigt viel Haut in ihrem funkelnden Kostüm. Wie auf einem Laufsteg geht sie auf den Brettern im Hochwasser auf Fred zu und bleibt nahe vor ihm stehen. Sie sehen sich in die Augen, Miss Universum berührt ihn schubsend mit ihren Brüsten und geht davon. Ein Sturm erhebt sich. Das Wasser peitscht über den Platz. Fred gerät ins Wasser und hat Angst zu ertrinke – er zuckt zusammen. Eine angenehme Atmosphäre umhüllt ihn. Es war nur ein Traum. Es ist ein lauer Sommerabend. Er sitzt im Garten eines eleganten Hotels und alles geht seinen Gang. Bloß wohin? Im Luxus-SPA verspricht er sich Entspannung, seine Tochter Lena (Rachel Weisz) und sein bester Freund Mick Boyle (Harvey Keitel) begleiten ihn.

Fred Ballinger war früher ein gefeierter Komponist. Jetzt lebt er zurückgezogen, seine musikalische Karriere hat er längst beendet. Daran ändert auch der Abgesandte des Buckingham Palace nichts, der ihm den sehnlichen Wunsch der Queen übermittelt, er möge seine "Simple Sons" in London dirigieren. Dafür folgt er ihm sogar bis in die Alpen. Sopranistin Sumi Jo hätte bereits zugesagt, sie zu singen. Fred beeindruckt all dies nicht, es ist die gewählte Musik, auf die er allergisch reagiert. Vielleicht, weil sie ihn an seine Frau Melanie (Sonia Gessner) erinnert. Nichtsdestotrotz liegt ihm die Musik am Herzen und im Blut. Warum sonst stellt er sich vor, die Glocken der Kühe auf der Weide zu dirigieren, deren Geläut sich zur Sinfonie für ihn verdichtet? Die Leichtigkeit sei ein Gefühl, das bis hin zur Perversion reichen kann, erklärt er Jimmy (Paul Dano), einem Schauspieler, mit dem er Freundschaft schließt.

Mick ist sein Freund seit ewig, ein erfolgreicher Regisseur, der nun entschieden hat, seinen letzten Film zu realisieren. Dementsprechend wichtig nimmt er ihn: Sein emotionales, intellektuelles und moralisches Testament soll es werden, das Werk schlechthin. Vielleicht entscheidet er deshalb bis zum Ende das Finale nicht, obwohl fünf Drehbuchautoren ihn beraten. Nur das Wichtigste entscheidet er sofort und sicher: Seine Muse Brenda Morell (Jane Fonda) soll die Hauptrolle spielen.

Gemeinsam verbringen sie ein paar Tage im Wellness-Tempel in den Alpen. Lena, die die Geschäfte ihres Vaters führt, wundert sich über die Freundschaft der beiden, denn die wirklich wichtigen Dinge scheinen sie sich nie zu erzählen. Ihre Freundschaft sei eine schöne, erklärt ihr Mick, da zählen nur die schönen Dinge. Sie plaudern über das, was war und kommentieren die bizarren Gestalten um sie herum: Ein Mann sieht aus wie Diego Maradona. Er zieht im Schwimmbad seine Bahnen und kickt mit einem Tennisball. Ein Paar spricht kein Wort und sie fragen sich warum, schließen Wetten ab. Schauspielstar Jimmy bereitet sich auf seine Rolle vor, und freundet sich mit beiden an. Er ist berühmt als Mister Q, einem Roboter, für den er eine Montur von neunzig Kilo trug und nicht im Mindesten zu erkennen war. Dann reist auch noch Miss Universum an, die Roboterfilme liebt und Jimmy Komplimente macht.

Als Lenas Ehe in Schieflage gerät, ist es vorbei mit Ruhe und Erholung. Ihr Mann Julian (Ed Stoppard), Micks Sohn, verlässt sie für den sexy Popstar Paloma Faith, die ihm den Kopf verdreht. Fred will sie trösten und sagt ihr, dass er sie versteht. Lena platzt der Kragen, ein Leben lang war "Tochter sein" für sie ein Job. Ihre Mutter ja, die hätte sie verstanden, war sie doch ein Leben lang betrogen, von ihm und den Frauen und Männern, die er begehrte. Und er habe nur für die Musik gelebt, wollte sein wie Stravinsky, ohne sein Genie zu haben. Doch Melanie vergab ihm alles, nur um an seiner Seite zu sein. Was wolle er schon wissen von dem Leid der Frau. Seit zehn Jahren bringe er ihr nicht einmal ein Blümchen. Ja, die Musik ist das Einzige, was er verstehe, das gibt er zu. Man brauche weder Worte noch Erfahrung – und vermittle trotzdem Emotionen.

Dann reist Micks Diva an, um ihm persönlich mitzuteilen, dass sie aus dem Projekt aussteigt. Sie verkauft sich lieber an eine Seifenoper, als seinen Film zu machen, weil die Bezahlung dort viel besser sei. Was noch schlimmer ist: Sie wirft ihm an den Kopf, er würde nichts mehr begreifen, weil er alt geworden sei. Sie wäre nicht einmal wegen ihm nach Europa gekommen, behauptet einer aus dem Drehbuchteam, sondern wegen einer Benefizgala in Cannes. Mick will das nicht hören, schließlich sei die Fiktion ihr Metier. Mit über fünfzig Schauspielerinnen habe er gearbeitet und alle waren dankbar, da müsse er sie halt ersetzen. Auf einmal verfolgen ihn die Filmfiguren. Auf der Weide reden plötzlich alle auf ihn ein. Er dachte, er sei ein wahrer Frauen-Regisseur, der Kenner in Sachen Liebe überhaupt.

Fred und Mick suchen Entspannung und finden Chaos. Sie relaxen im Pool als Miss Universum in nackter Schönheit ins nasse Kühl eintaucht. Vielleicht das letzte Idyll in ihrem Leben. Sie führt den verzauberten alten Männern vor Augen, was sie längst verloren haben: ihre Jugend. Und weckt eins: die Sehnsucht nach dem, was ihnen fehlt, und was sie können wollen, und das vielleicht in Zukunft kommt, die Freiheit…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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