Der Film beginnt mit der Beerdigung eines Stars, offensichtlich einer Diva, und der melancholischen Erzählung von Regisseur Harry Dowes (
Humphrey Bogart) aus dem Off. Er war es, der die Karriere dieses Stars wohl maßgeblich mitbestimmt hat und der sich nun mitschuldig an ihrem Tod fühlt. Die Geschichte begann in einer Kleinstadt, wo Dowes und sein Film-Team auf der Suche nach einem unverbrauchten Gesicht waren und auf die junge Maria Vargas (
Ava Gardner) stießen.
Zusammen mit "Impressario" Oscar Muldoon (
Edmond O'Brien, der für seine eher unbedeutende Rolle mit einem "OSCAR" für die beste Nebenrolle ausgezeichnet wurde), macht Dawes sich an die Konstruktion ihrer Karriere und nimmt sie mit nach Hollywood. Insgesamt drehte sie nur drei Filme, aber die machten die "barfüßige Gräfin", wie sie sie nannten, weil sie äußerst ungern Schuhe trug und später durch ihre Heirat mit dem Grafen Vincenzo Torlato-Favrini (
Rossano Brazzi) adelig wurde, bereits zur Legende. Aber glücklich war ihr Leben nur selten...
Die Story erinnert doch stark an Billy Wilders vier Jahre zuvor entstandenes
"Boulevard der Dämmerung" ("Sunset Boulevard"): Die Hauptperson, die am Anfang des Filmes schon tot ist, ein erfolgloser Regisseur, der mit Hilfe eines Stars wieder ganz nach oben kommen will - die Zutaten waren bekannt, aber auch bewährt. Denn ähnlich dem Wilderschen "Vorbild" ist "Die barfüßige Gräfin" gut gespielt und fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Gerade weil man den Ausgang bereits kennt, verfolgt man den Fortgang der Geschichte mit Spannung - und einer gewissen Sentimentalität. Interessant übrigens auch, dass die Person und die Perspektive des Erzählers im Verlaufe des Films mehrfach wechselt.