Die Kirchenglocken läuten und weißer Rauch steigt in den Himmel. Kardinal Melville (
Michel Piccoli) ist verwirrt. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er bloß tun? Erst scheint er sich dem göttlichen Willen zu beugen, doch dann gehen ihm die Nerven durch. Er kann das nicht! Verzweifelt bittet er um Hilfe. Fragt sich bloß, wie ihm geholfen werden kann. Der Arzt bescheinigt ihm Gesundheit, die Kardinäle drängen darauf, dass er sein Amt annimmt, und der renommierte Psychoanalytiker (
Nanni Moretti), ein überzeugter Atheist, weiß auch keine Lösung. Selbst für ihn ist der verstörte Mann in erster Linie Kirchenchef.
Die Entscheidung, dass er die Psychoanalyse inkognito fortsetzen soll, schenkt Melville unerwartete Freiheit. Er flüchtet in die Straßen Roms und trifft auf eine unbekannte Welt. Der Abstand tut ihm gut. Längst vergessene Emotionen und Sehnsüchte werden in ihm wach: Er denkt an seine Familie, seine Leidenschaft für das Theater und begibt sich auf die Suche nach sich selbst.
Der Psychoanalytiker bleibt derweil im Vatikanstaat interniert. Seine Heiligkeit habe sich in Meditation und Gebet zurückgezogen, erklärt man der besorgten Welt. Bis der Papst zurück ist, zwingt man den Therapeuten zu bleiben. Traut man ihm etwa nicht, trotz Berufsgeheimnis? Doch er lebt sich ein und fühlt sich von Tag zu Tag wohler. Schließlich organisiert er sogar ein Volleyball-Turnier für die Kardinäle, die sich köstlich amüsieren.
Und Melville? Der muss entscheiden, wie es weitergeht. Denn für seine Zweifel gibt es keinen Ansprechpartner. Durch diese Krise muss er ganz allein hindurch...