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A Most Wanted Man - Plakat zum Film

A MOST WANTED MAN

("A Most Wanted Man")
(GB/D, 2014)

Regie: Anton Corbijn
Film-Länge: 121 Min.
 
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 Kino-Start:
 11.09.2014

 DVD/Blu-ray-Start:
 27.02.2015

 Pay-TV-Start:
 26.09.2015

 Free-TV-Start:
 10.04.2019

"A Most Wanted Man" - Handlung und Infos zum Film:


Als in Hamburg die Terroranschläge vom 11. September 2001 von Mohammed Atta und seiner Terrorzelle mit vorbereitet wurden, versagten die Geheimdienste. Das wirkt auch ein Jahrzehnt später noch nach. Zu groß ist die Furcht, dass so etwas noch einmal passieren könnte

Im Hamburger Hafen geht ein Mann an Land, das Gesicht unter einer Kapuze verborgen. Später sieht man ihn ein Gebet verrichten und im Gespräch mit einem Mann, der als "Admiral" (Martin Wuttke) bekannt ist. Von Anfang an werden sämtliche Bewegungen des Mannes von Überwachungskameras aufgezeichnet. Der kleine Trupp von deutschen Geheimdienstlern, der unter der Leitung des erfahrenen Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman) im Verborgenen agiert, hat bald die Identität des Fremden gelüftet: Issa Karpov (Grigoriy Dobrygin) ist der Sohn einer tschetschenischen Mutter und eines russischen Vaters. Als die Sowjetunion zerfiel, machte dieser Geschäfte mit der russischen Mafia, die ihm ein Vermögen einbrachten. Dies liegt nun in einem Hamburger Bankhaus.

Karpov kommt bei Leyla Oktay (Derya Alabora) und deren Sohn Melik (Tamer Yigit) unter. Er hatte die Türkin auf der Straße angesprochen. Über die junge Menschenrechtsanwältin Annabel Richter (Rachel McAdams), die sich mit eigenen Augen davon überzeugen kann, dass Karpov in russischen und später in türkischen Gefängnissen schwerste Folterungen erlitten hat, nimmt er Kontakt zu dem britischen Bankier Thomas Brue (Willem Dafoe) auf, dessen Vater damals das Geld von Karpovs Vater in Verwahrung nahm. Nachdem Brue sichergestellt hat, dass Karpov das korrekte Passwort kennt und sich im Besitz eines bestimmten Schlüssels befindet, ist er bereit, das Geld auszuzahlen.

Die enorme Summe, um die es sich dabei handelt, und die Ungewissheit, ob das Geld nicht möglicherweise terroristischen Aktivitäten zufließen könnte, sorgen bei den Geheimdiensten für entsprechende Unruhe. Günther Bachmann spricht wiederholt mit Dieter Mohr (Rainer Bock), dem Hamburger Leiter des deutschen Geheimdienstes, ebenso wie mit Martha Sullivan (Robin Wright), einer hochrangigen Mitarbeiterin des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA in Deutschland. Gegenseitiges Misstrauen kennzeichnet die Gespräche, bei denen deutlich wird, dass Bachmann vor Jahren eine schwere berufliche Niederlage erlitten hat, als in Beirut seine Mitarbeiter enttarnt wurden. Dem Bürokraten Mohr ist die unkonventionelle Arbeitsweise Bachmanns ein Dorn im Auge und würde diesem nicht der Schutz seines Freundes Michael Axelrod (Herbert Grönemeyer, der auch die Film-Musik schrieb), Leiter des deutschen Auslandsgeheimdienstes in Berlin, zuteilwerden, hätte er ihn längst kaltgestellt.

Während Mohr und Sullivan für ein schnelles Eingreifen plädieren, zumal Karpov von Interpol als militanter Dschihadist eingestuft wird, setzt sich Bachmann dafür ein, Karpov erst einmal weiter zu überwachen, bis klar ist, was er eigentlich will. Dafür hat er mittlerweile mit einigem Druck sowohl Annabel Richter als auch Brue zur Kooperation genötigt. Im Fall der Anwältin konnte er sich dabei vor allem auf die Hilfe seiner Mitarbeiterin Erna Frey (Nina Hoss) verlassen. Richter und Brue werden für ihre Gespräche mit Karpov verwanzt, die Räume, in denen diese Gespräche stattfinden, von Bachmanns Mitarbeitern mit Überwachungskameras ausgestattet. Dadurch erfahren alle die tragische Familiengeschichte Karpovs, die Grund dafür ist, warum der junge Issa das schmutzige Geld seines Vaters jetzt humanitären Zwecken zugutekommen lassen will, u.a. einer Schule in Tschetschenien.

Nervosität macht sich bei den Geheimdiensten breit als bekannt wird, dass Karpov das Geld an Dr. Faisal Abdullah (Homayoun Ershadi) übergeben will, einem gemäßigten islamischen Gelehrten und Familienvater, der für seine wohltätigen Aktivitäten bekannt ist. Möglicherweise nur eine Tarnung, um Geld an militante Gruppen weiterzuleiten? Diese Frage stellen sich die Geheimdienste seit Längerem.

Brue unterbreitet Abdullah das Angebot seines Mandanten Karpov. Die Liste von humanitären Institutionen, denen Faisal das Geld zukommen lassen will, wird von den Geheimdiensten sofort überprüft und bei einem anberaumten Gipfeltreffen in Berlin, bei dem neben Bachmann, Mohr, Sullivan und Axelrod auch der deutsche Innenminister Otto Burgdorf (Max-Volkert Martens) anwesend ist, von Martha Sullivan als unbedenklich eingestuft. Deswegen wird Bachmann zugesichert, er könne mit seiner Operation wie geplant fortfahren. Als die Transaktion zwischen Karpov und Abdullah dann jedoch in den Räumen der Bank stattfindet, überschlagen sich die anschließenden Ereignisse...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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