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Belle und Sebastian - Plakat zum Film

BELLE UND SEBASTIAN

("Belle et Sebastien")
(F, 2013)

Regie: Nicolas Vanier
Film-Länge: 104 Min.
 
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 Kino-Start:
 19.12.2013

 DVD/Blu-ray-Start:
 15.04.2014

"Belle und Sebastian" - Handlung und Infos zum Film:


Der kleine Sebastian lebt in den Bergen und ist viel mit dem alten César (Tcheky Karyo) unterwegs. Eines Tages beobachten die beiden, wie Jäger das Muttertier einer Bergziege erschießen. Es ist eine herzzerreißende Szene, doch Sebastian und César retten das kleine Babytier aus der Bergwand. Glücklich sieht der Junge später mit an, wie das Kleine in Césars Stall von einer anderen Ziege angenommen wird. Wir befinden uns in den französischen Alpen, nahe der Schweizer Grenze. Es ist der Sommer des Jahres 1943.

Kurz darauf erhält César Besuch vom Bürgermeister und seiner Jagdgruppe. Sie sind auf der Suche nach einer "wilden Bestie", die Schafe reißt. Sebastian muss zurück zu seiner Ersatzfamilie, der jungen Bäckerin Angelina und ihrem Freund, dem Arzt Guillaume. Dort lebt er, weil seine Mutter hinter den Bergen in "Amerika" ist, wie ihm César immer erzählt.

Währenddessen kommen viele Verfolgte in die Bergregion, um in die sichere Schweiz zu fliehen. Oberleutnant Peter von den deutschen Besatzungstruppen ahnt das und verdächtigt die Dorfbewohner, als Fluchthelfer tätig zu sein. Gleichzeitig setzt er Angelina unter Druck und verlangt von ihr einmal die Woche 30 Kilogramm Brot für seine Soldaten. Doch bei all dem kann er seine Zuneigung für die schöne und selbstbewusste Frau nicht verheimlichen.

Sebastian zieht tagsüber durch die Wiesen und bald sieht er die angebliche Bestie, die sich als große, zottelige Hündin entpuppt. Von César hatte Sebastian erfahren, dass sie einst von seinem Besitzer geschlagen und misshandelt wurde. César gibt eine alte Bauernweisheit von sich: Von so einem wilden, einsamen Tier hat man als Mensch nichts Gutes zu erwarten.

Aber die Hündin ist nicht wild und zu Sebastian auch überhaupt nicht böse. Als sie ihm bei ihrem zweiten Aufeinandertreffen ganz nah kommt, hat Sebastian schon gar keine Angst mehr. Dieses große, zottelige Tier soll eine wilde Bestie sein, die vom ganzen Dorf gesucht wird? Nein, Sebastian weigert sich einfach, das zu glauben. Sebastian und die Hündin streifen schon bald gemeinsam durch die Berge und der Junge baut ihm in einer abgelegenen Hütte ein Versteck. Nach einem ausgedehnten und notwendigen Bad in einem kleinen See hat sich die Hündin in ein majestätisch schönes, schneeweißes Tier verwandelt. Sebastian nennt sie begeistert "Belle", die Schöne. Unterdessen kann Guillaume nicht mehr verheimlichen, dass er Flüchtlingen über die Grenze hilft. Er will Angelina nicht mit hineinziehen, was die junge Frau jedoch kränkt. Die Flucht durch die Berge wird immer gefährlicher.

Der alte César hat Sebastian durchschaut und stellt ihn und Belle. Er will das Tier erschießen, aber Sebastian stellt sich schützend vor sie. César begreift, dass von Belle keine Gefahr ausgeht und hilft Sebastian, die Dorfbewohner in die Irre zu führen, die mit einer Treibjagd begonnen haben. Aber als sich die Nacht über die Berge senkt, ist Belle in die Enge getrieben und wird am Hinterlauf angeschossen. Gerade noch kann sie sich in das Versteck schleppen, wo Sebastian schon wartet. Verzweifelt versucht der Junge, die Wunde zu versorgen. Aber er braucht einen Arzt. Nur Guillaume und seine Medizin kann Belle retten.

Am nächsten Tag bringt Sebastian dem Arzt dazu, ihm zu helfen. Sie gehen in das Versteck und Guillaume versorgt die verletzte Hündin, die bald wieder ganz genesen ist. Sebastian ist überglücklich. Doch mit dem Winteranfang überschlagen sich die Ereignisse. Ausgerechnet an Heiligabend erfährt Sebastian, dass seine Mutter nicht in Amerika ist, sondern schon kurz nach seiner Geburt starb. Der alte César nahm Sebastian zunächst bei sich auf, bis er zu Angelina zog, die seine zweite Mutter wurde.

Am selben Abend will Guillaume erneut eine Flüchtlingsfamilie über die Grenze bringen - der Weihnachtsabend ist ideal dafür. Doch es läuft nicht wie geplant. Guillaume verletzt sich am Fuß und kann die Familie nicht begleiten – und das Wetter verschlechtert sich zusehends. Da trifft Angelina eine Entscheidung: Sie will nicht länger bevormundet werden, sie will Menschen in Not helfen, genau wie die Männer des Ortes. Angelina schnallt sich den Rucksack um und macht sich auf, um die Familie zur Grenze zu bringen.

Als César und Sebastian ihr Verschwinden bemerken, machen sie sich zusammen mit Belle auf die Suche. Doch die Deutschen haben Verdacht geschöpft und schwärmen ebenfalls aus. Im dichten Schneetreiben wächst die Lawinengefahr. Da wachsen Belle und Sebastian über sich hinaus...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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