Aber ausgerechnet dieses letzte große Ding stellt sich als armseliger Mordauftrag heraus. Julius (
Peter Stormare) möchte seine Frau Gloria (
Amanda Donohoe) los werden und lässt sich das einiges kosten. Während einer Vorstellung des Betrugs- und Morddramas "Die Lady von Shanghai" wird der Auftrag im dunklen Saal eines Kinos besiegelt. Brunos Bruder Caspar (
Ian Burfield) sieht Leo und Lily zufällig aus dem Kino kommen. Lilys blonde Perücke erregt seinen Verdacht und er stellt sie zur Rede. Als sie die Auskunft verweigert, setzt er sie unter Druck. Er will Lily mit ihrem Ex-Freund Elmo (
Fred Ward) erpressen. Bei einem gemeinsamen Banküberfall hatte sie ihn einst an die Eingangstür der Bank gekettet und der Polizei überlassen, während sie mit dem Geld abgehauen ist - und dies nur, weil er einmal fremdgegangen war.
Aber das ist nicht der einzige Ärger, der sich für das Paar anbahnt. Julius hat den Mord an seiner Frau auf Video gebannt und verlangt nun seinerseits eine halbe Million Pfund als Kaufsumme für die Kopien. Leo und Lily sehen dafür keine Veranlassung, denn immerhin wäre Julius dann wegen Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau dran. Da rückt Julius mit einer unangenehmen Wahrheit heraus: Er war niemals verheiratet. Gloria ist eine Prostituierte, die er irgendwo aufgelesen und für den Job angeheuert hatte. Während Leo und Lily noch überlegen, wie sie aus dieser misslichen Lage heraus kommen, taucht Moose (
Tiny Lister), Brunos Handlanger auf. Seine Freundin ist verschwunden. Leo muss ihm helfen. Damit Leo sie auch erkennt, hat Moose ein Foto mitgebracht. Es ist Gloria...
Rob Walkers Thriller kann durch trickreiche Wendungen aufwarten, die den Zuschauer bis zum Ende in Spannung halten "Wer plante was mit wem" - auch wenn es hier und da eine Drehung zuviel sein mag ... Allerdings resultiert aus dem "Jeder könnte es gewesen sein" auch einer der wenigen Nachteile dieses Films: Nur wenige Charaktere wirken auch nur ansatzweise sympathisch - und machen dem Zuschauer das "Mitfühlen" etwas schwer.