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Der Biber - Plakat zum Film

DER BIBER

("The Beaver")
(USA, 2010)

Regie: Jodie Foster
Film-Länge: 91 Min.
 
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 Kino-Start:
 19.05.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.10.2011

 Pay-TV-Start:
 09.06.2012

 Free-TV-Start:
 05.09.2013

"Der Biber" - Handlung und Infos zum Film:


Walter Black (Mel Gibson) ist sich selbst fremd geworden. Völlig apathisch taumelt er durch seinen Alltag. Kein Gefühl, kein Interesse – weder für seine Arbeit in der Spielzeugfirma JerryCo noch für seine Familie. Auch seine Frau Meredith (Jodie Foster) kann Walter nicht helfen. Verzweifelt zieht sie einen Schlussstrich und trennt sich von ihrem Mann, auch aus Rücksicht auf ihren Jüngsten. Der siebenjährige Henry (Riley Thomas Stewart) vermisst seinen Dad schmerzlich, zieht sich immer mehr zurück und wird zum Außenseiter.

Den 17-jährigen Porter (Anton Yelchin) dagegen lässt die Trennung von seinem Vater scheinbar kalt. Für diesen "Loser" hat er nur Verachtung übrig und ist froh, ihn nicht mehr sehen zu müssen. Wie jeder normale Teenager kann Porter es ohnehin kaum erwarten, endlich von zu Hause wegzukommen. Sein größter Horror ist, dass er die Veranlagung seines Vaters geerbt hat und eines Tages als, milde ausgedrückt, schräger Kauz enden wird. Akribisch katalogisiert Porter sämtliche Eigenschaften seines Dads auf Post-it-Notizen. Eine ganze Wand seines Zimmers ist damit tapeziert – wie ein bizarres Mahnmal. Porters Vermeidungsstrategie: Immer schön unauffällig bleiben. An seinen Mitschülern hat er bestenfalls geschäftliches Interesse: Porter bessert sein Taschengeld auf, indem er lästige Aufsätze für seine Klassenkameraden verfasst. Als ausgerechnet Norah (Jennifer Lawrence), das hübscheste Mädchen der Schule, Porter anspricht, kann er sein Glück kaum fassen. Aber natürlich hat sie einen Auftrag für ihn: Norah verzweifelt an ihrer Rede für die bevorstehende Schulabschlussfeier und will Porters Dienste in Anspruch nehmen.

Walter ist unterdessen in ein Hotel gezogen. Auf sich allein gestellt hat seine schwere Depression ihren Tiefpunkt erreicht. Der Alkohol hat seine betäubende Wirkung längst verloren. Als Walter eine Armada leerer Flaschen im Müllcontainer entsorgt, fällt ihm ein Gesicht ins Auge: Aus den Abfällen blickt ihm eine etwas schäbige Handpuppe in Form eines Bibers entgegen. Ohne nachzudenken nimmt Walter die Puppe an sich und trägt sie fortan auf seiner Hand – auch als er versucht, vom Balkon zu springen. Ein zweiter Selbstmordversuch scheitert. Da hört Walter plötzlich eine Stimme: "Ich bin der Biber. Ich bin hier, um dir das Leben zu retten."

Der Biber wird für Walter mehr als ein ständiger Begleiter: Er legt sich ein ganz neues Ich zu und fasst dadurch den Mut, sein Leben endlich wieder in die Hand zu nehmen. Als Erstes holt Walter mit dem Biber seinen Sohn Henry von der Schule ab. Zu Hause angekommen ist Meredith verstört, als ihr Gatte mit verstellter Stimme durch den Biber zu ihr spricht. Zur Erklärung überreicht er ihr einen Zettel: Die Puppe sei ärztlich verschrieben, sie schaffe die nötige Distanz zwischen Walter und den negativen Aspekten seiner Persönlichkeit. Eine sonderbare Therapie. Doch der kleine Henry blüht sichtlich auf, und auch Meredith kann sich dem vorlauten Charme des Bibers nicht entziehen. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit ist Walter wieder der humorvolle, leidenschaftliche Mann, in den sie sich einst verliebt hat. Nur Porter ist entnervt: Jetzt ist sein Dad also völlig verrückt geworden. Die Kluft zwischen ihm und seinem Vater wird durch den albernen Biber nur noch vergrößert...

Umso mehr konzentriert sich Porter auf seinen neuen Job: Norahs Abschlussrede. Er merkt schnell, dass sie alles andere ist als eine oberflächliche Blondine. Und Norah muss feststellen, dass der sensible Porter nicht der langweilige Streber ist, für den sie ihn gehalten hat. Aus ihren Arbeitstreffen entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

Walter darf wieder zu Hause einziehen und kehrt sogar in den Berufsalltag zurück. Allerdings auf seine bzw. Biber-Art. Die Angestellten von JerryCo sind reichlich irritiert, als Walter ihnen ihren neuen Chef vorstellt, der künftig die Geschäfte leiten wird: Mr. Biber. Seine Stellvertreterin (Cherry Jones) reagiert amüsiert und verständnisvoll. Und auch die Belegschaft lässt sich schnell von Mr. Biber überzeugen, zumal der neue Boss wahre Wunder vollbringt. Henry, der begeistert an seiner Werkbank im Keller zimmert und mit seinem Hämmern die ganze Nachbarschaft wach hält, bringt Walter auf eine geniale Geschäftsidee: Das "Mr. Biber Woodchopper Kit". Der Holzwerkkasten für kleine Hobby-Baumeister entwickelt sich zum internationalen Verkaufsschlager und holt den angeschlagenen Konzern JerryCo aus den roten Zahlen. Der Biber wird zum Medienphänomen.

Auch Walters Eheleben mit Meredith läuft bestens – obwohl der Biber allgegenwärtig ist, unter der Dusche genauso wie im Ehebett. Bis zu ihrem 20. Hochzeitstag. Die Blacks wollen bei einem romantischen Dinner feiern. Und diesmal besteht Meredith darauf, dass Walter den Biber zu Hause lässt. Ihre Geduld ist am Ende. Sie will endlich ihren Mann zurück, ganz und gar. Doch das Essen entwickelt sich zum Albtraum. Ohne sein "Sprachrohr" fühlt sich Walter verloren und ist wie gelähmt. Im Restaurant erleidet er eine Panikattacke.

Porters erstes Date mit Norah nimmt unterdessen ebenfalls einen bitteren Verlauf. Ein harmloser Ausflug, bei dem Graffiti-Spraydosen zum Einsatz kommen, endet auf dem Polizeirevier. Plötzlich steht der Musterschüler Porter als "schlechter Umgang" da. Norahs Mutter verbietet ihrer Tochter, ihn wiederzusehen. Und Porter wird schlagartig klar, dass er nicht immer alles unter Kontrolle hat – genau wie sein Vater.

Walter hat den Biber längst nicht mehr im Griff. Sein Alter Ego hat das Kommando übernommen und führt ein tyrannisches Regiment. Und Meredith hat inzwischen herausgefunden, dass die Puppe keineswegs Teil einer verordneten Therapie ist: Walter hat seinen Psychiater seit einem Jahr nicht mehr aufgesucht.

Der Biber hat ein bedrohliches Eigenleben entwickelt und legt immer boshaftere, unberechenbarere Züge an den Tag. Er beansprucht Walter ganz für sich allein: „Ich bin der Einzige, der dich wirklich liebt.“ Und so sieht Walter nur einen Ausweg, das Monster loszuwerden...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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