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Der Koch - Plakat zum Film

DER KOCH

(D/CH/IND, 2013)

Regie: Ralf Huettner
Film-Länge: 106 Min.
 
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 Kino-Start:
 27.11.2014

 DVD/Blu-ray-Start:
 05.06.2015

 Pay-TV-Start:
 14.10.2015

"Der Koch" - Handlung und Infos zum Film:


Als leidenschaftlicher Koch weiß der junge Tamile Maravan (Hamza Jeetooa), dass manchmal nur eine Kleinigkeit ausreicht, um eine Sache völlig zu verwandeln: Kaltes in Warmes, Saures in Süßes, Weiches in Hartes. Sein Handwerk hat er von seiner Großmutter in Sri Lanka gelernt – bei ihr ist er aufgewachsen, nachdem seine Eltern im Bürgerkrieg getötet wurden. In Zürich träumt er nun davon, traditionelle indische Rezepte in einem eigenen Restaurant zu servieren. Doch dafür fehlt ihm nicht nur das nötige Kleingeld: Aufgrund seines Asylstatus braucht er zusätzlich einen Geschäftspartner mit Schweizer Pass.

Bis dahin muss er sich im Spitzenrestaurant "Huwyler" als Beikoch von Küchenchef Fink (Christoph Gaugler) herumschubsen lassen. Sein wahres Talent erahnt nur die Kellnerin Andrea (Jessica Schwarz). Ihr entgeht nicht, dass sich Maravan mit modernsten Küchentechniken, wie etwa dem Rotationsverdampfer, besser auskennt als alle anderen. Sie ermutigt ihn, ein eigenes Sabayon zu produzieren, worüber Fink nur lachen kann. Als der Gardemanger selbst einen völlig missratenen Bärlauchschaum an den Tisch des schwergewichtigen Geschäftsmanns Eric Dalmann (Hanspeter Müller-Drossaart) schickt, erleidet der einen Herzinfarkt und muss in der Küche wiederbelebt werden.

Seine Wohnung im Tamilenviertel teilt Maravan vorübergehend mit seinem Neffen Ulagu (Faraz Ayub) Der hat die schwerkranke Großmutter Nangay in die Schweiz begleitet. Hier soll sie in den nächsten Tagen operiert werden. In seiner eigenen Miniküche bereitet Maravan Spezialitäten nach ihren Rezepten zu und verwöhnt sie damit in der Klinik. Dort versammelt sich regelmäßig die gesamte Familie zum Krankenbesuch: Ulagus Eltern Mahit (Jeff Mirza) und Aninda (Neelam Bakshi) – und ihre Tochter Sandana (Natalie Perera), die unlängst das geplante Ehearrangement mit Maravan abgelehnt hat. Eine Tatsache, die ihr Maravan schwer nachträgt. Denn er hegt durchaus Gefühle für die schöne Tamilin.

Insofern verfolgt er wiederum keinerlei romantische Absichten, als er seine Kollegin Andrea zu sich nach Hause einlädt: Maravan wittert eine Chance, sie als Geschäftspartnerin für sein geplantes Restaurant zu gewinnen. Um sie mit seinen Kochkünsten zu beeindrucken, leiht er sich heimlich den Rotationsverdampfer aus dem "Huwyler" aus. Erst zaghaft probiert Andrea Minichapatis mit raffinierten Essenzen und Maravans selbst kreiertes Gericht namens "Mann und Frau". Lustvoll kostet sie schließlich Stangen aus pochiertem Spargel mit Mango-Avocado-Spitzen und Herzen aus Fondant. Und plötzlich nimmt das Essen einen unerwartet leidenschaftlichen Verlauf...

Beim Zurückschmuggeln des Rotationsverdampfers wird Maravan von Restaurantbesitzer Huwyler (Jean-Pierre Cornu) auf frischer Tat ertappt und fristlos gefeuert. Andrea läuft ihm nach und stellt die ihn zur Rede: Sie will wissen, mit welchen Zutaten Maravan ihr den Kopf verdreht hat – schließlich steht sie eigentlich nur auf Frauen! Er versichert ihr, dass er sie lediglich mit ayurvedischen Rezepten locker machen wollte. Er konnte ja nicht ahnen, dass die Spezialitäten seiner Großmutter molekular zubereitet eine so starke aphrodisierende Wirkung haben!

Auf der Suche nach einem neuen Job bietet Maravan dem Tamilen Rathinam, der vom Hinterzimmer eines Hindutempels aus Kontakt zu tamilischen Rebellen in seiner Heimat hält, Unterstützung als Koch an. Er benötigt ringend Geld: Das Gespräch mit Nangays Arzt Dr. Wolf (Michael Abendroth) ergibt, dass eine weitere Operation nötig ist, aber Maravan ist zu stolz, um finanzielle Hilfe von Sandana anzunehmen. Lieber arbeitet er in einer Autowerkstatt! Dort erhält er unerwarteten Besuch von Andrea, die ihm ein verführerisches Angebot macht: Maravan soll sein Menü noch einmal zubereiten, diesmal für ein befreundetes Ehetherapeuten-Paar. Deren Patienten könnten die kulinarischen Kreationen in Zukunft beziehungstechnisch auf die Sprünge helfen – was sie sich bestimmt einiges kosten lassen würden.

Das als Test servierte "Love Menu" für Robert (Peter Prager) und Isa Mellinger (Corinna Kirchhoff) hält prompt, was es verspricht, und Andrea und Maravan sind fortan Geschäftspartner. Binnen kürzester Zeit ist das Geld für Großmutters Behandlung zusammen. Doch Nangay weiß, dass sie sterben wird und möchte zurück in ihre Heimat. Ulagu dagegen, der sie auch auf der Rückreise begleiten soll, will unbedingt bei seiner neuen Freundin (Jane Weinfurtner) in Zürich bleiben und wehrt sich vehement gegen die "Abschiebung". Maravan kann ihn nur schwer davon überzeugen, dass er ihn später wieder in die Schweiz holen wird.

Bei der Vorbereitung des nächsten Liebesmenüs in Andreas Wohnung macht Maravan die Bekanntschaft mit Makeda. Die attraktive Escortlady teilt nicht nur mit der Kellnerin das Bett, sondern auch mit diversen verheirateten Männern wie etwa Robert Mellinger. Als dessen Gattin Isa dahinter kommt, beendet sie sofort die Zusammenarbeit mit dem Cateringservice. Makeda hat eine Idee: Warum nicht ihre zahlungskräftige Klientel mit Maravans Kochkünsten verwöhnen? Der ehrbare Tamile findet das zwar höchst unanständig, doch 70 Prozent Gewinnbeteiligung sind ein unschlagbares Argument. Allerdings entpuppt sich ausgerechnet Eric Dalmann als Makedas Kundenvermittler. Und der Verdacht bestätigt sich, dass es sich bei seinen Geschäften um illegalen Waffenhandel dreht...

Noch mehr Sorge bereiten Maravan die Nachrichten aus Sri Lanka: Ulagu hat sich den Tamil Tigers angeschlossen. Maravan bittet Rathinam gegen eine großzügige Spende Kontakt zu den Rebellen herzustellen, die den Bürgerkrieg mit Hilfe einer Waffenlieferung aus dem Westen wieder entfachen wollen. Waffen, die auch Eric Dalmann in die Region liefert. Dessen Gespielin Makeda plaudert außerdem aus, dass der gewiefte Geschäftsmann zugleich schweres Geschütz an die Regierungstruppen in Sri Lanka verkauft. Sie selbst soll seinen nächsten Deal in Colombo abwickeln.

Unterdessen scheitern alle Versuche, Ulagu via Skype zur Vernunft zu bringen. Die Familienkrise bringt immerhin Maravan und Sandana einander näher. Sie ist neugierig auf seine Kochkünste und bleibt sogar über Nacht bei ihm. Tags darauf bringt Maravan seine kompletten Ersparnisse in den Hindutempel, um Ulagu aus der Armee freizukaufen. Doch es ist zu spät, um das Leben seines Neffen zu retten. Von schweren Schuldgefühlen geplagt beschließt der Koch, ab sofort niemals wieder mit Unrechtem Geld zu verdienen und den Cateringservice an den Nagel zu hängen. Doch als der herzkranke Dalmann selbst ein Liebesmenü für sich und Makeda verlangt, bevor diese nach Sri Lanka fliegt, lässt er sich ein letztes Mal umstimmen: Bei seinem finalen "Love Menu" will er nicht nur Kaltes in Warmes, Saures in Süßes und Weiches in Hartes verwandeln – sondern auch Böses in Gutes...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 29.11.2014


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