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Der Nächste, bitte! - Plakat zum Film

DER NäCHSTE, BITTE!

("Le plan parfait")
(F, 2012)

Regie: Pascal Chaumeil
Film-Länge: 104 Min.
 
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DVD:  7.69 EUR
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Blu-ray:  8.00 EUR
 


 Kino-Start:
 21.03.2013

 DVD/Blu-ray-Start:
 30.08.2013

 Free-TV-Start:
 02.12.2018

"Der Nächste, bitte!" - Handlung und Infos zum Film:


Zehn Jahre ist Isabelle (Diane Kruger) jetzt schon mit ihrem Pierre (Robert Plagnol) zusammen, sie haben sich im Studium kennen gelernt, haben eine gemeinsame Zahnarztpraxis, und weil es in ihrer Beziehung nicht perfekter laufen könnte und beide Kinder möchten, ist sie eigentlich überzeugt, dass die Zeit reif ist, endlich Pierres Heiratsantrag anzunehmen. Eigentlich.

Denn da ist ja noch dieser mysteriöse Fluch, der auf den Frauen in Isabelles Familie zu lasten scheint: Seit Generationen scheitern alle ersten Ehen ihrer Vorfahrinnen und erst beim zweiten Anlauf ist das Liebesglück von Dauer. Obwohl sie eine moderne junge Frau ist, ist Isabelle in dieser Hinsicht ausgesprochen abergläubisch. Und lässt sich von ihrer Schwester Corinne (Alice Pol) in einem verrückten, aber scheinbar perfekten Plan – von dem Pierre unter keinen Umständen etwas erfahren darf – bestärken: Sie muss und wird einen x-beliebigen Kerl finden, der bereit ist, sich von ihr heiraten und postwendend wieder scheiden zu lassen. Damit sie anschließend mit dem Mann ihrer Träume vor den Traualtar treten kann.

Gesagt, getan: In Dänemark macht Isabelle einen Kandidaten ausfindig, der gegen eine Prämie von 5000 Euro zu Blitzhochzeit und Blitzscheidung bereit ist. Doch als sie am Flughafen auf ihren Gatten in spe wartet, wartet sie fünf Stunden lang - vergeblich! Da kommt Jean-Yves (Dany Boon) wie gerufen. Der Reisejournalist war ihr schon als Sitznachbar auf dem Flug nach Kopenhagen (unangenehm) aufgefallen, er quasselte in einer Tour und schien auch sonst eher der Gattung männlicher Trottel anzugehören, die nur um sich selbst kreist und sich dauernd daneben benimmt. Immerhin blieb Isabelle einer seiner Sätze im Gedächtnis haften: Wenn er sich Hals über Kopf in eine Frau verlieben würde, hatte Jean-Yves so nebenbei erzählt, könne es schon passieren, dass er sie vom Fleck weg heiraten würde.

Eine Aussage, mit der er ungewollt sein Schicksal besiegelt. Denn in Jean-Yves – eigentlich schüchtern, weiß Gott kein smarter Erfolgsmensch und nach eigener Aussage mit zwölf Jahren zum letzten Mal so richtig verliebt gewesen (danach folgten ausschließlich belanglose Affären) – sieht Isabelle das ideale leichte Opfer, um doch noch zu ihrer ersten Ehe/Scheidung zu kommen. Und weil es scheint, als hätte sie den geeigneten Dummen gefunden, stört es sie auch nur minimal, dass sie ihm erst mal nach Kenia folgen muss, wo er – der eigentlich als Korrespondent in Moskau stationiert ist – einen Kollegen vertreten soll. Plötzlich taucht Isabelle – natürlich rein zufällig! – überall dort auf, wo Jean-Yves auch ist: im Flugzeug nach Nairobi (wo sie ihn schamlos anflirtet), im Hotel, am Pool. Wie eine Klette heftet sie sich an seine Fersen – und sorgt mit großem Geschick dafür, dass er sie wie einen Kaugummi an der Schuhsohle nicht mehr loswird. Zumal sie in ihrem blinden Eifer von dem gar nicht mal so falschen Eindruck bestärkt wird, dass ihre Masche zieht und Jean-Yves Wachs in ihren Händen ist. Nur ein paar Stunden noch, ist sich Isabelle gewiss, und er wird alles unterschreiben – sogar eine Heiratsurkunde.

Ach, wenn doch alles so einfach wäre! Vorher wird den beiden nämlich auf dem Weg zum Kilimandscharo mitten in der Savanne der Jeep geklaut, und nach einer aufregenden Begegnung mit einem Löwen müssen sie die Nacht unter freiem Himmel verbringen. Romantisch? Ja, denn das unfreiwillige afrikanische Abenteuer endet perfekter, als Isabelle es sich hätte träumen lassen. Die beiden Gestrandeten werden nämlich von einigen Massai aufgegabelt und dürfen am nächsten Tag an einer Stammeshochzeit teilnehmen, die Isabelle – jetzt oder nie! – spontan zur Doppelhochzeit ausweitet, in der Annahme, dass eine Massai Hochzeit zwar eine Hochzeit ist, aber der ganze Papierkram klassischer Eheschließungen und Scheidungen dabei getrost übersprungen werden kann.

Zurück in Paris, lässt Isabelle ihren Jean-Yves dann auch gleich am Flughafen stehen und glaubt, nun habe sie alles hinter sich, was ihrem zukünftigen Glück mit Pierre im Wege stand. Doch sie hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn Jean-Yves denkt nicht daran, Isabelle – die innerhalb weniger Tage zur Frau seines Lebens geworden ist – kampflos aufzugeben und dem „Nebenbuhler“ Pierre zu überlassen. Mit Hilfe seines Bruders, der beim Standesamt arbeitet, lässt er die Ehe rechtskräftig eintragen. Er lauert Isabelle auf einer Bowlingbahn auf. Und schließlich will er Nägel mit Köpfen machen und Pierre reinen Wein einschenken – da sie selbst sich offenbar nicht traut. Plötzlich ist Gefahr im Verzug, Jean-Yves taucht in der Zahnarztpraxis von Pierre und Isabelle auf, doch sie weiß sich mit ein paar hektisch und ziellos verpassten Novokainspritzen zu helfen. Anschließend sieht der taumelnde Jean-Yves zwar aus wie der Glöckner von Notre-Dame, aber das hindert Isabelle nicht daran, ihm mitleidlos den Gnadenstoß zu verpassen: "Es ist aus zwischen uns, und lass mich bitte ein für alle Mal in Ruhe!"

Tatsächlich hat es den Anschein, als wäre es ihr gelungen, Jean-Yves erfolgreich zu vertreiben. Andererseits, so ihr Anwalt, nehmen die Scheidungsformalitäten mindestens ein Jahr in Anspruch (dabei möchte Isabelle schon in ein paar Wochen heiraten!) – es sei denn, es gelingt ihr, ihn zur einvernehmlichen Trennung zu überreden. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jean-Yves in Moskau zu besuchen. Nach dem Motto: Ich spiele ihm die liebende Ehefrau vor, mache ihm aber gleichzeitig das Leben dermaßen zur Hölle, dass er gar nicht anders kann, als sofort in die Scheidung einzuwilligen.

Isabelles Fundus an Gemeinheiten ist schier unerschöpflich: Mal versorgt sie ihn im Bad statt mit Shampoo mit Enthaarungscreme, mal wirft sie ein Regal mit seinem Lieblingsnippes zu Boden und schließlich beschreibt sie dem französischen Botschafter in Moskau bei einem Empfang haarklein ihr angebliches Kennenlernen mit Jean-Yves: sie hätte früher als Hure gearbeitet und wäre Jean-Yves in einem Chatroom begegnet, wo sie ihre Dienste anbot. Doch Jean-Yves zeigt sich von all dem unbeeindruckt, und seine Bereitschaft, über Isabelles exzentrisches Verhalten hinwegzusehen, das er auf ihre Nervosität als frischgebackene Ehefrau zurückführt, scheint grenzenlos. Erst als er ein versehentlich auf seinem Diktiergerät aufgenommenes Telefonat zwischen Isabelle und ihrer Schwester Corinne abhört, begreift er, dass das Ganze nur eine grausame Komödie war, dass Isabelle mit ihm gespielt und ihn schamlos ausgenutzt hat. Tief enttäuscht unterzeichnet er die Scheidungspapiere.

Zurück in Paris merkt Isabelle plötzlich, dass der ewig gleiche Trott mit Pierre (mittwochs wird gebowlt, donnerstags geht’s ins Stammrestaurant, freitags hat man Sex) ihr zunehmend auf die Nerven geht und dass sie Jean-Yves und die verrückte, abenteuerliche Zeit mit ihm einfach nicht vergessen kann. Schließlich wollte sie einmal als Kind Astronautin werden und zum Mond fliegen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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