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Der Zimmerspringbrunnen - Plakat zum Film

DER ZIMMERSPRINGBRUNNEN

(D, 2001)

Regie: Peter Timm
Film-Länge: 94 Min.
 
"Der Zimmerspringbrunnen" auf DVD bestellen
DVD:  6.49 EUR
  


 Kino-Start:
 29.11.2001

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.02.2003

 Pay-TV-Start:
 09.07.2003

 Free-TV-Start:
 21.02.2005

"Der Zimmerspringbrunnen" - Handlung und Infos zum Film:


In der ehemaligen DDR war Hinrich Lobek (Götz Schubert) ein "Vertreter der sozialistischen Ordnung" bei der KWV, der Kommunalen Wohnungs-Verwaltung - und damit zuständig für die riesigen Plattenbauten in Ost-Berlin. Nach dem Fall der Mauer konzentriert er sich auf die Rolle des arbeitslosen Hausmannes: Er gießt die Kakteen und geht mit seinem heiß geliebten Hund Henry Gassi. Auf die Idee, sich einen neuen Job zu suchen, kommt er nicht - eine Situation, die Gattin Julia (Simone Solga) nicht mehr ertragen will. Die Architektin hat sich der neuen Arbeitswelt bestens angepasst: Sie ist erfolgreich und immer im Stress.

Auf Drängen seiner Frau stapft Lobek eines Tages dann doch zum Arbeitsamt. Dort bekommt er ein Stellenangebot: Vertreter bei "Panta Rhein", einer Firma für Zimmerspringbrunnen. Trotz einiger Skepsis bewirbt er sich und wird sogleich eingeladen - zur alljährlichen Firmenkonferenz nach Köln. Im Crashkurs versucht man ihn zum Vertreter westdeutschen Typs auszubilden: penetrant, verlogen, erfolgsorientiert. Schließlich hat Dr. Alois Boldinger (Hermann Lause), Chef von "Panta Rhein", viel mit Lobek vor: Zusammen mit seinem Westkollegen Uwe Strüver (Gustav Peter Wöhler) soll er Ostdeutschland mit kitschigen Zimmerspringbrunnen beglücken.

Zurück in der Hauptstadt hat Lobek bald seinen ersten Einsatz: Berlin-Marzahn, ein Gebiet, das er aus alten Zeiten wie seine Westentasche kennt. Strüver versucht zunächst den Neuzugang zu beeindrucken, doch mit seiner nassforschen Art läuft er in den Plattenbauten gegen verschlossene Türen. Ganz anders Lobek. Der einstige Vertreter der KWV kennt viele Mieter, tritt bescheiden auf und verkauft gleich beim ersten Versuch einen Brunnen der "Jona"-Serie. Glücklich über sein Geschick will er seine Frau im Büro überraschen. Dort wird gerade Geburtstag gefeiert. Julia unterhält sich mit Thomas Hamann (Bastian Pastewka). Seit längerem hat der Mittdreißiger ein Auge auf die verheiratete Kollegin geworfen. Julia genießt seine Aufmerksamkeit, der Auftritt ihres Gatten ist ihr eher unangenehm. Lobek ertränkt seinen Frust in Prosecco.

Zwei nächste später hat Lobek eine Idee, die das bislang schleppende Geschäft mit den Zimmerspringbrunnen ankurbeln soll: Aus dem kaputten "Jona"-Modell bastelt er ein neues Wasserspiel. Dabei erhebt sich zur Melodie von "Auferstanden aus Ruinen" ein Miniatur-Fernsehturm aus einer Landschaft mit den Umrissen der DDR und spritzt los. Voller Stolz präsentiert er seiner Frau am nächsten Morgen die ostalgische Erfindung mit dem klangvollen Namen "Atlantis". Für Julia ist klar: Ihr Mann ist endgültig übergeschnappt. Sie hat die Schnauze voll, packt ihre Koffer und zieht zu Freundin Conny (Nina Franoszek).

Während seine Ehe in einer handfesten Krise steckt, entpuppt sich Lobeks Modell "Atlantis" als Verkaufsschlager. Lobek hat den Nerv des Ostens getroffen. Mit der Neuproduktion kommt er kaum nach. Jede Nacht bastelt er in liebevoller Kleinarbeit diverse "Jona"-Wasserspiele zu "Atlantis"-Brunnen um. Währenddessen machen Lobeks Verkaufserfolge die Runde bei "Panta Rhein". Dr. Boldinger möchte den erfolgreichsten Mann aus seinem Stall besser kennen lernen und besucht ihn mit Strüver auf einer Messe für Ostprodukte. Ziemlich baff sehen beide erstmals die umgebauten Jona-Modelle. Dr. Boldinger geht, ohne ein Wort zu sagen. Doch beim gemeinsamen Essen am selben Abend zeigt sich der Chef begeistert über die Eigeninitiative seines Mitarbeiters. Er verkündet, dass "Atlantis" in Serie gehen soll, und befördert Lobek zum Vertriebsleiter Ost...

"Es lebe die Ostalgie": Regisseur Peter Timm feierte ziemlich genau zehn Jahre zuvor mit "Go, Trabi, Go" große Erfolge - warum sich nicht an die Masche noch mal dranhängen ... Um es vorwegzunehmen: "Der Zimmerspringbrunnen" funktioniert subtiler - und hatte daher leider auch nicht den Erfolg beim Publikum. Alleine die Idee, aber auch die guten schauspielerischen Leistungen von Hauptdarsteller Schubert, Gustav Peter Wöhler und auch "Comedian" Bastian Pastewka hätten mehr verdient gehabt - ein Film zum Lachen und auch ein bisschen ... na ja, zumindest "Schniefen" ...


Die Redaktions-Wertung:65 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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